Karriere: Auslandserfahrung: Helfen und Arbeiten weltweit - Industrie.de

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Auslandserfahrung: Helfen und Arbeiten weltweit

Für viele junge Menschen (und auch Arbeitgeber) ein Muss: Der Auslandsaufenthalt vor dem Start ins Berufsleben. Foto: contrastwerkstatt / fotolia.
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Auslandsaufenthalte kommen nicht nur der Persönlichkeitsentwicklung zugute, sondern auch dem Lebenslauf: Ob zur Vorbereitung auf Uni und Beruf, zum Ausbau der eigenen Sprachkenntnisse oder aus Interesse an fremden Kulturen – auf Weltenbummler warten Projekte rund um den Globus. Bevor das Abenteuer Auslandsaufenthalt beginnt, gibt es jedoch einiges zu bedenken.

Am Anfang sollte immer die Frage stehen: Wozu soll die Zeit im Ausland letztlich dienen? Auch Zeitpunkt und Dauer des Aufenthalts wollen im Voraus festgelegt werden. Daraus ergeben sich weitere Fragen, beispielsweise ob ein Visum nötig ist und wie viel Vorlaufzeit insgesamt eingeplant werden sollte.

Schneller Einstieg mit Sprachkursen
Ein Sprachkurs vorab hat viele Vorteile – er ermöglicht einen strukturierten und entspannten Start in den Auslandsaufenthalt. Durch gemeinsames Leben und Lernen vor Ort kommen die Reisenden schneller in Kontakt mit Gleichgesinnten und Einheimischen und können sich mit Sprache und Kultur vertraut machen. Die meisten Sprachkurse dieser Art sind alles andere als trocken oder grammatiklastig. In Australien gibt es beispielsweise Vorbereitungskurse für die Gastronomie, denn viele Teilnehmer jobben später in diesem Bereich. Auch spezielle Sprachzertifikate sind sinnvoll. Das Zertifikat in Medienenglisch etwa bietet sich für diejenigen an, die eine Zukunft in dieser Branche anstreben.
Für Hilfsbereite
Abseits der touristischen Pfade arbeiten Freiwillige in der Natur, mit Menschen oder Tieren. Die von der Bundesregierung geförderten Programme – oft Freiwilliges Soziales Jahr genannt – dauern meist 6 bis 12 Monate und setzen Flexibilität bei Einsatzort und Projekt voraus. Die Bewerbungsfrist für diese Einsätze endet in der Regel schon etwa ein Jahr im Voraus; für die Ausreise in 2017 ist es dafür also schon zu spät. Wer zwischen Schule und Uni nur zwei oder vier Monate weg möchte, um vor oder nach der Reise zu jobben, sollte sich nach Alternativen umsehen. Es bieten sich nicht-staatlich geförderte Freiwilligeneinsätze in kleineren privaten Projekten an. Ort, Startdatum und Dauer sind meist frei wählbar. Für das Projekt selbst kann man Wünsche angeben, und mögliche Reiseziele liegen in der ganzen Welt. Dazu gehören Neuseeland und Südafrika, aber auch Indien, Nepal, Sri Lanka, Thailand und Vietnam.
Für Karriereorientierte
Wer Arbeitserfahrung im Ausland sammeln möchte, wählt ein Praktikum. Beliebt und naheliegend sind das englische London und das irische Dublin. In Australien lassen sich Praktika neben Sydney und Brisbane jetzt auch in Melbourne mit einem Sprachkurs kombinieren. Zwischen 4 Wochen und 6 Monaten dauert der Arbeitseinsatz im Wunschland üblicherweise, innerhalb Europas oft noch länger. In Kanada sind Praktika trotz geänderter Visabestimmungen immer noch in Form eines Freiwilligendienstes im Non-Profit Bereich möglich – etwa in einem Kinderheim oder im Umweltschutz, im künstlerischen oder touristischen Bereich sowie im Eventmanagement.
Für Schnupper-Studenten
Ein Kurzstudium hilft bei der Entscheidung für ein späteres Studium – diese Möglichkeit besteht in Kanada in Vancouver oder Toronto. Die Studenten auf Zeit erwerben Zusatzqualifikationen in International Business Management oder im Tourismus. Voraussetzung für die Aufnahme sind mindestens fortgeschrittene Englischkenntnisse auf C1-Level. Vorteil des Kurzstudiums: In dessen Rahmen kann sogar noch ein bezahltes dreimonatiges Praktikum in einem klassischen Unternehmen absolviert werden.
Für Abenteurer
Das eigentliche Work & Travel Programm ist vor allem für sehr selbstständige und abenteuerlustige Reisende mit geringem Budget geeignet. In Kanada, Australien oder Neuseeland ist es für die Dauer eines Jahres möglich, flexibel Job und Aufenthaltsort zu wechseln und die Reisekasse zu füllen. Arbeit finden die jungen Menschen in den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie, Tourismus oder Landwirtschaft. Seit Anfang des Jahres wird das Working Holiday Visum in Kanada jedoch nur noch in begrenzter Anzahl verlost. Dadurch ist dafür keine sichere Planung möglich. Für „Down Under“-Fans lohnt sich ein Blick nach Neuseeland: Landschaftlich stehen die Inseln Australien in nichts nach, und das Visum kostet nur die Hälfte der für Australien anfallenden 300 €.
Die Planung
Wichtig ist es, frühzeitig die Möglichkeiten und die eigene Interessen auszuloten sowie Visa und sonstige Anforderungen abzuklären, die für die Zeit im Wunschland notwendig sind. Drei Monate Vorlaufzeit sind für Planung und Vorbereitung meist mindestens nötig. Die Unterkunft kann bei Gastfamilien, in Studentenwohnheimen auf dem Campus oder in Wohngemeinschaften mit eigenem Zimmer erfolgen. Mindestalter ist in der Regel 18 Jahre; ab 17 Jahren gibt es Praktika in England und Irland sowie, je nach Visum, auch Freiwilligenarbeit in Neuseeland oder Asien. Weitere Informationen rund um Auslandsaufenthalte für junge Leute finden sich etwa in der aktuellen Broschüre Study, Work & Volunteer 2017 der Carl Duisberg Centren.
Anja Thiede ist Pressesprecherin der Carl Duisberg Medien GmbH
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