Nachfrage nach Ingenieuren auf Rekordhoch

Arbeitsmarkt

Nachfrage nach Ingenieuren auf Rekordhoch

Unternehmen der Automobil-Industrie suchen nach Ingenieuren. Werkbild: BMW Group
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Die Herbstbelebung zeigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieure, der laut dem vom VDI veröffentlichten „Ingenieurmonitor“ im dritten Quartal des Jahres 2017 erneut angezogen hat. Mit bundesweit durchschnittlich 81.340 offenen Stellen in diesem Zeitraum wurde ein Rekordhoch seit Beginn der Aufzeichnungen 2010 erreicht. Verglichen zum vergleichbaren Vorjahresquartal legte die Nachfrage um mehr als 16 Prozent zu. Haupttreiber dieser Entwicklung ist die weiterhin rasant steigende Nachfrage nach Bauingenieuren.
Die hohe Nachfrage nach Ingenieuren kann derzeit nicht gedeckt werden, weil sich das Angebot auf einem konstant niedrigen Niveau bewegt. Zwischen Juli und September 2017 suchten durchschnittlich 24.940 Personen eine Beschäftigung in einem Ingenieurberuf – ein Rückgang von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, ermittelten die Analysten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die im Auftrag des VDI den vierteljährlich erscheinenden „Industriemonitor“ erstellen. Insbesondere im Baubereich wird es demnach immer schwieriger, die Arbeitskräftenachfrage zu decken. Dabei kommt es im Straßenbau regional zu angespannten Engpasssituationen, die zu Verzögerungen führen. Der Baubereich macht mit mehr als 30.000 offenen Stellen rund 37 Prozent des gesamten Stellenangebots in den Ingenieurberufen aus. In der Region Berlin/Brandenburg wurde sogar jede zweite Stelle im Bereich Bau, Vermessung und Gebäudetechnik, Architekten als offen gemeldet. Seit Beginn der Aufzeichnungen hat sich die Arbeitskräftenachfrage im Baubereich bundesweit nahezu verdoppelt.
Engpass bei Ingenieurberufen unterstreicht Handlungsbedarf
Deutlich bemerkbar macht sich die steigende Nachfrage nach Ingenieur-Know-how ebenfalls in den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Energie- und Elektrotechnik. In diesen Segmenten waren im dritten Quartal 2017 durchschnittlich 33.760 offene Stellen zu besetzen. Ein Anteil von 41,5 Prozent am gesamten Stellenangebot. Die sich verschärfende Engpasssituation in den Ingenieurberufen unterstreicht nach Meinung der Verantwortlichen des VDI den aktuellen Handlungsbedarf, Engpässe abzubauen und offene Stellen in den Ingenieurberufen zügig zu besetzen. Dabei gelte es, alle vorhandenen Fachkräftepotenziale zu aktivieren sowie die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses weiter zu fördern. Nur so könne es gelingen, aktuelle wie künftige Herausforderungen zu meistern – angefangen bei der Gestaltung der Digitalen Transformation über die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende bis hin zur Stärkung der Innovationsfähigkeit. Zumal die aktuell positive Geschäftsentwicklung und -erwartung vermuten ließe, dass der Bedarf an qualifizierten Fachkräften künftig weiterhin hoch bleibe.
Recruiting-Tag des VDI am 16. November 2017 in München
Kurz vor dem Jahreswechsel haben Ingenieurinnen und Ingenieure im Großraum München noch einmal eine sehr gute Gelegenheit, sich speziell über den Jobmarkt in Bayern zu informieren. 61 Unternehmen präsentieren auf dem von den VDI Nachrichten veranstalteten „Recruiting Tag“ am 16. November im Münchner MOC-Veranstaltungs-Center mehrere Tausend offene Stellen. Top-Unternehmen aus Bayern und dem Bundesgebiet stehen mit ihren Mitarbeitern von 11 Uhr bis 17 Uhr für Gespräche über Aufgaben und Karrieremöglichkeiten, Projekte und Auslandsaufenthalte zur Verfügung. Ganz besonders stark ist in diesem Jahr erneut die Automobilindustrie vertreten, nicht nur wegen der Hersteller Audi, BMW und Magna, sondern auch wegen der zahlreichen Zulieferer und Entwicklungspartner wie Knorr-Bremse, EVA Fahrzeugtechnik, Formel D, Webasto, EFS, TKI Automotive und die Karosserieentwicklung Thurner. Alle großen Branchen wie der Maschinen- und Anlagenbau, die Elektro- und Elektronikindustrie, die Luft- und Raumfahrt, die Medizintechnik und die IT-Industrie sind ebenfalls in München präsent. Dazu gehören Unternehmen wie Captron Electronik, spezialisiert auf Sensortechnologie, Electro Optical Systems aus Krailling bei München mit allein 200 freien Stellen, Dassault Systèmes, der Wehrtechnik- und Maschinenbaukonzern Krauss-Maffei-Wegmann, Rohde & Schwarz, TÜV Süd und TÜV Rheinland, Hörmann Logistik, Rofa Industrial Automation, die Brückner Group, das französische Robotikunternehmen Balyo, der Medizintechniker Ruetz und Osram in Regensburg.
Überblick des Arbeitsmarkts und kostenfreie Beratung
Der Recruiting Tag bietet neben einem optimalen Überblick des Arbeitsmarkts auch ein umfangreiches, kostenfreies Beratungsangebot und Vortragsprogramm, das sich unter anderem mit beruflichen Strategien beschäftigt und Tipps gibt, mit welchem Verhalten, Stil und welcher Körpersprache man sich im Vorstellungsgespräch präsentieren sollte. Professionelle Karriere-Coachs stehen zudem für persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung und checken Bewerbungsunterlagen oder geben Ratschläge zur Karriereplanung. Termine werden zu Beginn des Recruiting Tags vergeben. Die Karriereberaterin Madeleine Leitner wird in München ein Karriereforum anbieten und über die drei größten Fehler bei der Stellensuche sprechen, die Regeln erfolgreicher Karriereplanung vorstellen und den besten Weg zum neuen Job präsentieren. Für die Teilnahme am Recruiting Tag ist eine (http://www.ingenieurkarriere.de/recruiting-tag/rt-formular?rtid=428&stadt=Muenchen) vorab erforderlich, der Eintritt ist kostenfrei. Eine weitere Veranstaltung dieser Art wird es am 6. Februar 2018 in Dortmund geben. (ig)
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