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„AIRPoRT“: Japan und Deutschland kooperieren bei Digitalisierung

Forschung am DFKI
„AIRPoRT“: Japan und Deutschland kooperieren bei Digitalisierung

"AIRPoRT" Smart Factory Digitalisierung Japan Deutschland DFKI
Japan und Deutschland wollen bei der Digitalisierung enger kooperieren. Bild: arrow / stock.adobe.com
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Japan und Deutschland kämpfen vor der Hintergrund des demografischen Wandels mit einem Fachkräftemangel bei gleichzeitig hohem Lohnniveau. Beide Länder wollen ihr jeweiliges wirtschaftliches Potenzial bei der Digitalisierung nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit des Industriesektors maximieren. Dabei sollen Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) und das Internet der Dinge (IoT) helfen. 

Ministerien aus Deutschland und Japan hatten ein Projekt zur „Künstlichen Intelligenz für die mobile industrielle Kommunikation“ ausgeschrieben, für den das Projekt „AIRPoRT – Artificial Intelligence für Robotik und vernetzte Produktion“ den deutschen Zuschlag erhielt. An „AIRPoRT“ sind das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI), das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) sowie das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO beteiligt.

Neue Technologien treiben die Weiterentwicklung von Produktionsumgebungen an. Der neue Mobilfunkstandard 5G etwa ermöglicht schnelle drahtlose Datenverbindungen, KI und maschinelles Lernen erlauben die effiziente Nutzung großer Datenmengen. Mit Hilfe dieser Technologien können bestehende Produktionsprozesse optimiert werden. Außerdem sind technische und organisatorische Innovationen entlang der Prozesskette denkbar.

„AIRPoRT“: Neue Technologien entwickeln, erproben, optimieren

Das Vorhaben „AIRPoRT“ dient der Entwicklung, Optimierung und Erprobung der genannten Technologien. Das DFKI soll mittels KI neue Analyseverfahren von Sensordaten erarbeiten. Der Bereich „Intelligente Netze“ übernimmt die Einbettung moderner Netzwerktechnologien in eine intelligente Konnektivitätsplattform. Das Fraunhofer IPA entwickelt die Prozessarchitektur und Koordinationsverfahren für Roboterteams, eine umfassende Risiko-Governance-Strategie wird vom Fraunhofer IAO bereitgestellt.

Zusammenarbeit auf gemeinsamer Datenbasis denkbar

Im ersten Schritt sollen gemeinsame Szenarien und Use Cases definiert werden. In Zukunft sei mit den japanischen Partnern laut DFKI auch eine Zusammenarbeit auf einer gemeinsamen Datenbasis denkbar oder die kollektive Entwicklung von Verfahren.

„Japan und Deutschland teilen die Auffassung, dass die Zusammenarbeit zwischen Plattformen, der Aufbau von Ökosystemen und die Gestaltung von Allianzen wichtige Wege sind, um das Potenzial von Künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge zu nutzen“, sagt Dr. Alexander Tettenborn, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Die Zusammenarbeit könne Erkenntnisse bringen, wie man global erfolgreich sein kann. Das „AIRPoRT“-Projekt könne die Grundlage für weitere Kooperationen sein.

Schotten: „Entwicklung nicht nur im lokalen Kontext betrachten“

„Produktionsprozesse mit Künstlicher Intelligenz werden durch Kommunikationstechnologien wie 5G und vergleichbare Methoden einen immensen Schub erleben“, sagt Prof. Hans Dieter Schotten, Leiter des Forschungsbereichs intelligente Netze beim DFKI. „Gleichzeitig darf man nicht den Fehler begehen, die Entwicklungen nur in einem lokalen Kontext zu betrachten. Innovationen werden dem globalen Wettbewerb nur standhalten, wenn sie weiter gefasst und weltweit anwendbar sind.“

Und Prof. Andreas Dengel, Leiter des Forschungsbereich Smarte Daten und Wissensdienste, ergänzt: „Deutschland und Japan sind gerade im Bereich der forschungsintensiven Hochtechnologie sehr erfolgreich, gleichzeitig ist die japanische Vision menschzentrierter KI der deutschen sehr ähnlich.“

Das DFKI kooperiert schon längere Zeit mit den japanischen Spitzeninstituten für Informatik AIST, NII und NICT, mit deren Hilfe gemeinsam die KI-Forschung vorangebracht wird. Im industriellen Umfeld werden in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Wacom und Hitachi neue KI-Technologien erforscht und entwickelt.


Kontakt zum DFKI

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
Trippstadter Str. 122
67663 Kaiserslautern
Tel.: +49 631 2057 50
E-Mail: info@dfki.de
Website: www.dfki.de

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