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Deloitte-Studie: Künstliche Intelligenz (KI) für Mehrheit wesentlicher Faktor für nachhaltigen Geschäftserfolg

Künstliche Intelligenz
KI für Mehrheit wesentlicher Faktor für nachhaltigen Geschäftserfolg

Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben. Sergey Nivens Adobe Stock
Deloitte-Studie: Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben.
Bild: Sergey Nivens/stock. adobe.com
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Künstliche Intelligenz (KI) ist vor allem für deutsche Unternehmen zum Gegenwartsthema geworden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Deloitte unter rund 2700 KI-Experten aus neun Ländern, von denen 200 aus Deutschland kommen. 79 Prozent der deutschen Experten gaben an, KI sei heute ein wesentlicher Faktor für einen nachhaltigen Geschäftserfolg.

Wenn sich große Unternehmen mit Künstlicher Intelligenz befassen, werden meist auch alle vier Kernbereiche von KI-Technologie – Machine Learning, Deep Learning, Natural Language Processing und Computer Vision – genutzt.

Mehr als 90 Prozent der Befragten gaben an, dass in ihren Unternehmen diese Bereiche entweder bereits zur Anwendung kommen oder eine Nutzung in den kommenden Monaten geplant sei.

Für Deloitte ein eindeutiges Zeichen dafür, dass KI im Mainstream angekommen ist. Gleichzeitig bedeute dies jedoch, dass sich Unternehmen mit KI gegenüber großen Wettbewerbern kaum noch einen Vorteil verschaffen können.

KI wird in Deutschland vor allem im Finanzbereich eingesetzt

Wo KI eingesetzt wird, unterscheidet sich von Land zu Land.

So sind in Deutschland KI-Projekte mit Finanz-Schwerpunkt deutlich verbreiteter als im Rest der Welt. 15 Prozent der deutschen KI-Experten gaben an, dass ihre Unternehmen hier aktiv sind. Im Ausland sind es nur sieben Prozent.

Dagegen besteht hierzulande Rückstand bei Cyber Security und in Operations. Auch der klassische IT-Bereich wird in Deutschland seltener als Top-Anwendungsfeld genannt.

Nur 8 Prozent der deutschen Unternehmen entwickeln KI selbst

Ein Trend setzt sich weiter fort: KI-Kompetenzen und -Technologien werden meist extern hinzugekauft.

In Deutschland ist dieser Trend besonders ausgeprägt. 55 Prozent der Befragten kaufen KI überwiegend oder gar vollständig extern.

Nur acht Prozent der Unternehmen entwickeln KI-Lösungen vollständig selbst. Die Zahlen bestätigen auch den globalen Trend hin zu „KI as a Service“ und die wichtige Rolle externer Anbieter bei KI-Anwendungen.

Data Scientists, KI-Researcher und Projektmanager dringend gesucht

KI-Fachkräfte werden von den Unternehmen händeringend gesucht. So ist es für 27 Prozent der deutschen Experten eine wesentliche Herausforderung beim Thema Künstliche Intelligenz, ausreichend qualifizierte Fachkräfte zu finden.

Im Ausland fehlt es laut Studie auch an KI-Spezialisten. Allerdings stehen für Unternehmen dort andere Problemthemen –  etwa Kosten– stärker im Vordergrund.

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„Schauen wir uns die gesuchten Jobprofile genauer an, zeigt sich, dass Data Scientists, AI Researcher und erfahrene Projektmanager noch genauso dringend gesucht werden wie im Vorjahr“, beobachtet Milan Sallaba, Partner und Leiter des Technology-Sektors bei Deloitte.

Lediglich im Bereich Change-Management ist der Bedarf um deutliche sieben Prozentpunkte zurückgegangen.

Kurze Amortisations-Zeiträume: KI-Investitionen lohnen sich

Das Engagement im Bereich KI lohnt sich laut Studie für die Unternehmen. Laut Einschätzung der befragten Experten amortisiert sich der überwiegende Teil der KI-Projekte in weniger als zwei Jahren. Im globalen Vergleich gehen deutsche Unternehmen sogar von einer kürzeren Amortisations-Dauer aus.

Die Zeitspanne, innerhalb der sich KI-Projekte bezahlt machen, hängt auch vom digitalen Reifegrad ab:

Unternehmen, die gerade erste Erfahrungen mit KI sammeln, verfahren oft nach dem „Trial-and-Error“-Prinzip. 42 Prozent der deutschen Unternehmen, die bereits umfassende Kompetenzen im Bereich KI haben, sprechen von Amortisations-Zeiträumen von weniger als einem Jahr.

„Zu dieser Gruppe gehören nicht nur die großen Unternehmen, sondern auch der zukunftsorientierte Mittelstand“, sagt Milan Sallaba. Hierbei sei der deutsche Mittelstand besonders gut aufgestellt und wissen meist genau, wie KI gezielt Mehrwert bringen kann.

Sorge um Arbeitsplatzverluste durch KI in Deutschland besonders hoch

Künstliche Intelligenz birgt aber auch Risiken, die in ihren unterschiedlichen Ausprägungen immer wieder Gegenstand der öffentlichen Diskussion sind.

In den acht Vergleichsmärkten werden Sicherheits-Bedenken beim Einsatz von KI als größtes Risiko wahrgenommen (24 Prozent)

Deutsche Experten sorgen sich zusätzlich vergleichsweise stark um mangelnde Transparenz (23 Prozent), den Verlust von Arbeitsplätzen (22 Prozent) und den „algorithmic bias“, also eine systematische, unfaire Verzerrung durch die Anwendung von Algorithmen (16 Prozent).

Bei der Risikobewertung spielen aber auch kulturelle Faktoren eine Rolle. Die Angst vor Arbeitsplatzverlusten ist in Deutschland traditionell besonders ausgeprägt.

Nachholbedarf beim Umgang mit den Risiken von KI

„Beim Thema Risiken ist wichtig, dass wir nicht nur als Gesellschaft darüber diskutieren, wo und wie KI angewendet werden soll, sondern auch, dass sich Unternehmen ihrer Verantwortung hier bewusst werden und diese aktiv wahrnehmen“, macht Milan Sallaba deutlich.

Besonders in Deutschland bestehe hier Nachholbedarf.

Die Studie von Deloitte zeige, dass „es in vielen Unternehmen offenkundig noch an entsprechendem Inhouse-Wissen, auch und besonders bei der Bewertung von Algorithmen, fehlt“, so Sallaba.

Bei der Frage nach konkreten Trainingsmaßnahmen zu Ethik oder dem Auditieren und Testieren von KI-Systemen liegen deutsche Unternehmen in sechs von sieben Kategorien zum Teil erheblich hinter dem internationalen Durchschnitt.

Deutschland bei KI nicht abgehängt – trotzdem Handlungsbedarf

Deloitte zieht aber das Fazit, dass Deutschland beim Thema KI im internationalen Vergleich gut dasteht. Das Märchen vom verlorenen Anschluss gehöre in den Bereich der Fiktion.

Obwohl KI bereits im Hier und Jetzt angekommen ist, gehen mehr 70 Prozent davon aus, dass Künstliche Intelligenz das eigene Unternehmen und sogar die zugehörige Branche verändern wird. (wag)


Kontakt zu Deloitte


Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Rosenheimer Platz 4
81669 München
Tel.: +49 89 2903 60
E-Mail: kontakt@deloitte.de
Website: www.deloitte.de

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