Startseite » Künstliche Intelligenz »

Bosch KI-Zukunftskompass: Mehrheit der Deutschen wünscht sich vermehrten KI-Einsatz

Bosch KI-Zukunftskompass
Mehrheit der Deutschen wünscht sich vermehrten KI-Einsatz

Liu Ren, Chief Scientist für Intelligent HMI Technologies and Systems am Bosch Research and Technology Center, vor einem Display.
Bosch hat einen KI-Zukunfts-Kompass veröffentlicht. Im Bild: Liu Ren, Chief Scientist für Intelligent HMI Technologies and Systems am Bosch Research and Technology Center.
Bild: Bosch
Anzeige

60 Prozent der Deutschen wünschen sich einen vermehrten Einsatz von industrieller KI, etwa bei der Herstellung von Autos oder Flugzeugen. Zudem befürworten mehr als zwei Drittel KI-basierte Lösungen bei der Diagnose von Maschinenfehlern sowie in High-Tech-Bereichen wie der Raumfahrt. Das zeigt der „Bosch KI-Zukunftskompass“, der von der Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH (GIM) erstellt wurde.

Für den „Bosch KI-Zukunftskompass“ wurden 1.000 Deutsche ab 18 Jahren nach ihrer Haltung zur Künstlichen Intelligenz befragt. Die Umfrage ist repräsentativ.

„Deutschland und Europa haben in der industriellen KI das Zeug zur Weltspitze“, ist sich Michael Bolle, Geschäftsführer, CDO und CTO bei Bosch, sicher. Das Fachwissen sei in Deutschland und Europa gerade beim KI-Einsatz im industriellen Umfeld einzigartig. Das betreffe etwa die Qualitätskontrolle und die Energie- und Fertigungs-Effizienz.

Die relativ hohe Zustimmung innerhalb der Bevölkerung zur industriellen KI sei daher ermutigend: „Für den deutschen und europäischen Wirtschaftsstandort ist der Rückhalt in der Bevölkerung und den entscheidenden Institutionen von enormer Bedeutung“, sagt Bolle.

Bei Künstlicher Intelligenz ist ein klarer ethischer Rahmen notwendig

Geht es um den Einsatz von KI in anderen Bereichen, sind die Zustimmungraten der Bevölkerung etwas geringer. In der Krankenpflege befürworten 40 Prozent den Einsatz, in der Anlagenberatung sind es 31 Prozent. Bei juristischen Entscheidungen oder der Vergabe von Stellen genießen Menschen mehr Vertrauen als eine Maschine.

Über alle Bereiche hinweg bewerten 53 Prozent der Befragten den Einsatz von Künstlicher Intelligenz positiv, 36 Prozent sind eher negativ eingestellt. Auf europäischer Ebene brauche es daher klare, moralisch begründete Leitlinien zum Einsatz von KI.

Künstliche Intelligenz

Zwei Drittel fordern, dass Künstliche Intelligenz nur dem Allgemeinwohl dienen darf. 38 Prozent wünschen sich, dass über die rechtlichen und ethischen Maßstäbe auf internationaler Ebene entschieden wird. 27 Prozent bevorzugen eine europäische, 35 Prozent setzen auf eine nationale Strategie. Der Mensch müsse aber immer die letzte Instanz bei Entscheidungen bleiben, geben 85 Prozent der Befragten an.

Entscheidungen der KI müssen nachvollziehbar sein

Die Mehrheit der Deutschen (53 Prozent) glaubt, dass der Einsatz Künstlicher Intelligenz für Unternehmen notwendig sei, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Große Probleme – etwa Krankheiten oder der Klimawandel – könnten durch KI besser gelöst werden, geben 42 Prozent der Befragten an.

Über die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz sind sich die Befragten – unabhängig von ihrer grundsätzlichen Einstellung – weitgehend einig. Zu den am häufigsten genannten Vorteilen gehören Effizienz, Fortschritt und bessere (Arbeits-)Ergebnisse. Die Negativ-Skala führen Begriffe wie Überwachung, Gefühllosigkeit oder fehlender Datenschutz an.

„Der Bosch KI-Zukunftskompass zeigt, dass wir noch mehr über Künstliche Intelligenz sprechen müssen“, sagt Michael Bolle. Dabei es es von großer Bedeutung, dass Kunden und Anwender nachvollziehen können müssten, auf welchen Grundlagen eine KI Entscheidungen trifft. Ein Diskurs, der auf gesellschaftlicher und nicht allein auf wirtschaftlicher Ebene zu führen sei.

Erhöhte Kenntnisse im Bereich KI führen zu erhöhter Akzeptanz

Menschen, die sich im Bereich KI auskennen, akzeptieren die neue Technologie eher. So bewerten 81 Prozent aller Befragten, die nach Selbsteinschätzung über fundiertes Wissen im Bereich Künstliche Intelligenz verfügen, die Technologie als grundsätzlich positiv. In der Gruppe, die sich selbst als wenig techniknah und eher uninformiert einschätzt, liegt die Zustimmung bei 27 Prozent.

„Chancen und Risiken jeder KI müssen offen und faktenbasiert diskutiert werden“, so Bolle. Eine verbesserte Vermittlung der Funktionsweise von KI könne hier einen konstruktiven und vorurteilsfreien Austausch ermöglichen. Daher fordert Bolle: „KI muss auf den Lehrplan der Schulen, zumindest als freiwilliges Zusatzangebot.“

Bei Bosch etwa würden in den kommenden zwei Jahren 20.000 Mitarbeiter fit für KI gemacht. Ab 2025 sollen außerdem alle Bosch-Produkte über KI verfügen, damit entwickelt oder hergestellt werden. „Dabei geht es nicht um den Einsatz von KI als Selbstzweck – sondern darum, Qualität und Nutzen unserer Lösungen für Kunden und Anwender weiter zu steigern“, versichert Bolle. (wag)


Kontakt zu Bosch

Robert Bosch GmbH
Robert-Bosch-Platz 1
70839 Gerlingen-Schillerhöhe
Tel.: +49 711 4004 0990
E-Mail: kontakt@bosch.de
Website: www.bosch.de

Ebenfalls interessant:

Künstliche Intelligenz – keine Zukunftsvision, sondern ein etabliertes Werkzeug


Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de