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Nutzung von Machine Learning stagniert

IT Trends 2020
Nutzung von Machine Learning stagniert

Künstlche Intelligenz und machine learning
Laut Capgemini beurteilen CIOs den Erfolg von intelligenten Technologien kritischer als die Fachseite. Bild: Greenbutterfly/adobe.stock.com
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Die Nutzung intelligenter Technologien wie Machine Learning, Predictive Analytics oder Bilderkennung stagniert. Das zeigen die Ergebnisse der IT-Trends-Studie 2020, für die 120 Fach- und IT-Entscheider befragt wurden. 

Autor: Sven L. Roth, Application Services bei Capgemini

Auch der Erfolg hält sich in den Augen der Studienteilnehmer in Grenzen. Bei der Beurteilung sind CIOs skeptischer als Führungskräfte aus Fachabteilungen, was daran liegen kann, dass CIOs höhere Erwartungen haben. Sie wissen, was Vorreiter damit alles erreichen und sind letztendlich auch diejenigen, die die komplexen Systeme implementieren und betreiben, Daten aufbereiten oder neue Quellen integrieren müssen.

Business und IT sehen stärksten Nutzen von KI-Einsatz bei sich

Demgegenüber fangen Fachabteilungen gerade erst an, sich intensiver mit der Technologie auseinanderzusetzen, und in der Regel sehen sie auch nur das Frontend. Aus diesem Grund erfahren sie vielleicht erst gar nicht, welche Hürden der CIO überwinden muss, damit es funktioniert. Interessanterweise ist nämlich jede Partei – sowohl die Fach- als auch die IT-Seite – der Meinung, die jeweils andere würde sich nicht genug engagieren und die Bedeutung intelligenter Technologien deutlich geringer einschätzen als sie selbst. Jede Partei hält sich für den maßgeblichen Treiber. Die Geschäftsführung spielt in ihren Augen zwar auch eine Rolle, aber keine ausschlaggebende. Der Erfolg wird sich aber nur einstellen, wenn alle zusammenarbeiten und jede Partei das beisteuert, was sie am besten kann.

Fachkräftemangel verzögert Einsatz von Künstlicher Intelligenz

Problem Nummer eins auf dem Weg zum Erfolg ist nach wie vor der Mangel an geeigneten Mitarbeitern. Die Fachabteilungen leiden wesentlich häufiger darunter als die IT-Abteilungen. Im Gegenzug ist es leichter für sie, externe Ressourcen einzukaufen. Insgesamt hat sich die Situation gegenüber dem letzten Jahr aber leicht entschärft.

Auch die Akzeptanz der Mitarbeiter hat zugenommen. Die Implementierung und der Betrieb der Technologien ist zumindest für die IT-Seite einfacher geworden und es gibt insgesamt mehr Ideen für Use Cases. Diese Ideen in Business Cases zu verwandeln ist aber zunehmend eine Herausforderung und damit möglicherweise einer der Gründe, wenn Unternehmen der Sprung in die breitere Anwendung nicht gelingt.

Darüber hinaus hat die Datenverfügbarkeit abgenommen. Das überrascht nicht, denn in diesem Jahr werden mehr Pilotprojekte durchgeführt. Häufig stellt sich erst in deren Verlauf heraus, wie viele und welche Daten fehlen und wie viel Zeit man benötigt, um sie zu erschließen, aufzubereiten und zu testen. Solche Hürden können Unternehmen aber überwinden. Unterm Strich haben sie in diesem Jahr ohnehin weniger Probleme bei der Nutzung intelligenter Technologien als 2019.

Change-Manangement und Strategie erhöhen Erfolgschancen

Viele Unternehmen tun im Moment aber genau das Richtige: Mehr als 85 Prozent von ihnen haben eine mehr oder weniger detaillierte Strategie, verändern Prozesse und qualifizieren ihre Mitarbeiter. Rund 77 Prozent informieren ihr Personal über die neuen Technologien, während Maßnahmen für die Mobilisierung der Mitarbeiter oder Umstrukturierungen von deutlich weniger Unternehmen durchgeführt werden. Aktives Technologie-Management ist insgesamt weniger wichtig als im Vorjahr, da die Portfolios der großen Cloud-Anbieter jetzt klarer strukturiert sind und sich viele Teilnehmer offenbar besser mit verschiedenen Produkten auskennen als noch vor 12 Monaten.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Erfolg von Unternehmen mit der Intensität korreliert, mit der Mitarbeiter informiert, mobilisiert und qualifiziert werden. Darüber hinaus gibt es einen Zusammenhang mit der Definition einer Strategie, der Veränderung von Prozessen, Umstrukturierungen und aktivem Technologie-Management. Erfolgreiche Unternehmen betreiben ihre intelligenten Systeme auch häufiger als andere selbst. Im Gegenzug schneiden sie generell bei der Digitalisierung und speziell bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder in anderen Branchen deutlich besser ab als andere Unternehmen.(ag)


Kontakt zu Capgemini

Capgemini Service SAS
11 rue de Tilsitt
75017 Paris, Frankreich
Tel.: +33 1 4754 5000
Website: www.capgemini.com

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