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Startup your AI – Wie Startups mit Künstlicher Intelligenz die Industrie verändern

Künstliche Intelligenz
Wie Startups die Industrie verändern

Künstliche Intelligenz in der Fertigung
Startups sind Vorreiter für industrielle und schnell umsetzbare KI-Lösungen – gemeinsam mit Industrieunternehmen bringen sie industrielle KI-Anwendungen auf den Markt.
Bild: Fraunhofer IPA
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Künstliche Intelligenz eröffnet der produzierenden Industrie enorme Potenziale. Doch dem industriellen Mittelstand fehlt oft das Know-how zur Umsetzung. Startups können sich da als wichtige strategische Partner erweisen. Welche Formen diese Zusammenarbeit annehmen kann, zeigt am 26. November die Online-Konferenz „Startup your AI – Wie Startups mit Künstlicher Intelligenz die Industrie verändern“.

Der Autor Hannes Weik ist in der Presse- und Online-Kommunikation beim Fraunhofer IPA tätig

In Künstliche Intelligenz (KI) zu investieren ist teuer. Oft vergehen Jahre bis die nötige IT-Infrastruktur steht und alles sorgfältig miteinander vernetzt ist. Umso größer ist dann die Ernüchterung, wenn die mühevoll erfassten und ausgewerteten Daten nicht die gewünschten Hinweise liefern, weshalb eine Maschine ausgefallen ist oder Ausschuss produziert. „Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können ein solches Wagnis nicht eingehen“, sagt Tobias Stahl von der Abteilung Unternehmensstrategie und -entwicklung am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. „Ihr Budget zwingt sie, die gewünschten Ergebnisse möglichst schnell und mit einfachen Mitteln zu erzielen“, so Stahl.

Das weiß auch Michael Welsch. Der Mitgründer und Geschäftsführer der PANDA GmbH hat das Geschäftsmodell seines Hamburger Startups deshalb von Anfang an auf dieses Bedürfnis zugeschnitten. Sein Versprechen: „Wir bringen Ihr Projekt in maximal einem Monat zum Abschluss.“

In dieser Zeit führen Welsch und seine Mitarbeiter zunächst Gespräche mit den zuständigen Prozessingenieuren, Automatisierungs- und Fertigungstechnikern. Ziel ist es dabei, den betroffenen Prozess bis ins Detail zu verstehen und mögliche Ursachen für die verminderte Anlagenverfügbarkeit oder den erhöhen Ausschuss zu finden.

Partnerschaft statt Abhängigkeit

Es entsteht eine Liste mit möglichen Fehlerursachen, die Welsch und sein Team anschließend abarbeiten. Dafür rüsten sie die betroffenen Maschinen und Anlagen mit Kameras und verschiedenen Sensoren aus. Sie erfassen die Daten, die selbstlernende Algorithmen anschließend auswerten. Schon nach einigen Tagen liegen erste eindeutige Hinweise vor, wo genau die Ursache für die aufgetretenen Probleme zu suchen sind und wie sie sich beheben lassen.

Aber kleine und mittelständische Unternehmen legen nicht nur Wert auf kundenorientierte Lösungen und schnelle Erfolge. „Sie sind auch an langfristigen Partnerschaften interessiert, ohne sich von einem Anbieter abhängig zu machen“, sagt Wissenschaftler Stahl vom Fraunhofer IPA. Auch daran hat Welsch gedacht als er sein Geschäftsmodell entwickelte: Sein Startup bietet den Kunden den Einstieg in KI zu überschaubaren Preisen an und nach dem ersten Jahr ein Abonnement für die weitere Zusammenarbeit. Ein Locked-in-Effekt droht dabei nicht. Auf Wunsch erhält der Kunde ein Interface, über das eigene Algorithmen oder die Anwendungen anderer Anbieter eingebunden werden können.

Fraunhofer IPA als Plattform für Technologietransfer

Welche Formen die Zusammenarbeit von etablierten Industrieunternehmen mit Startups annehmen kann, welche Herausforderungen sie gemeinsam meistern und welche Erfolge sie bei der technischen Umsetzung von KI-Projekten feiern − das berichten Vertreter beider Parteien am 26. November 2020 bei der halbtägigen Online-Konferenz „Startup your AI − Wie Startups mit Künstlicher Intelligenz die Industrie verändern“, die das Fraunhofer IPA veranstaltet.

Neben der PANDA GmbH sind bei der Netzwerkveranstaltung zahlreiche weitere Startups vertreten. Die Eröffnungsrede hält Tobias Heinrich Nagel vom Zentrum für Cyber Cognitive Intelligence CCI am Fraunhofer IPA. Es fungiert als Forschungs- und Entwicklungspartner für die Umsetzung von KI-Applikationen in der produzierenden Industrie.

Anschließend können die Konferenzteilnehmer drei der sechs parallelen Sessions auswählen, in denen die Startups gemeinsam mit ihrem Industriepartner wirtschaftliche KI-Lösungen präsentieren. Am Ende der Veranstaltung stehen virtuelle Räume für persönliche Gespräche zur Verfügung.

Der Industrie-PC ist ein Auslaufmodell

Wie Startups die Industrie mit KI verändern, zeigt auch folgende Begebenheit: Der erste strategische Investor will sich an der PANDA GmbH beteiligen. Er bestreitet seinen Lebensunterhalt bisher mit Industrie-PCs, nimmt aber an, dass Welschs Ansatz klassische Rechner langfristig überflüssig macht. (ag)

Die Veranstaltung auf einen Blick
Was: Online-Konferenz „Start-up your AI − Wie Startups mit Künstlicher Intelligenz die Industrie verändern“
Wann: 26. November 2020, 9-14 Uhr
Weitere Infos und Anmeldung finden Sie hier.


Kontakt  zum Fraunhofer IPA

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Nobelstraße 12
70569 Stuttgart
Tel.: +49 711 9701 800
E-Mail: industrieanfragen@ipa.fraunhofer.de
Website: www.ipa.fraunhofer.de

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