Maschinenbau

Auftragseingang August 2017: Auslandsgeschäft als Stütze

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Besonders das Auslandsgeschäft bereitet den deutschen Maschinenbauern aktuell viel Freude. Foto: Nikkytok – Fotolia
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Der Auftragseingang im gesamtdeutschen Maschinen- und Anlagenbau bleibt insgesamt gut in Fahrt: Treiber war im August 2017 vor allem das Auslandsgeschäft, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vermeldet. Die Binnennachfrage schwächelt dagegen etwas, wie auch die Zahlen aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen zeigen.

Wie schon im Juli legten die Bestellungen bei den deutschen Maschinenbauern auch im August real um 10 % gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Erfreulich für die stark exportorientierten Unternehmen dabei war, dass die Nachfrage sowohl aus den Euro-Partnerländern (plus 23 %) als auch aus den Nicht-Euroländern (plus 13 %) kräftig zulegte. Insgesamt wurde damit ein Plus von 15 % bei den Auslandsorders verbucht.

„Einzig die Inlandsnachfrage hat enttäuscht“, kommentiert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers die Zahlen. „Ein kleines Plus von einem Prozent zeigt, dass die Inlandsbestellungen immer noch nicht auf Touren gekommen sind. Umso dringlicher ist es, dass die neue Bundesregierung rasch Maßnahmen ergreift, um insbesondere den Ausbau der digitalen Infrastruktur voranzubringen“, so Wiechers.

Im Dreimonats-Vergleich Juni bis August legten die Auftragseingänge real um 7 % gegenüber dem Vorjahr zu. Auch hier zeigte sich das Ausland mit einem Plus von 9 % deutlich stärker als das Inland (plus 3 %). Die Bestellungen aus den Euro-Ländern erhöhten sich um 4 %, aus den Nicht-Euroländern kam ein Zuwachs von 11 %.

Baden-Württembergischer Maschinenbau ungebremst

Ein starker August bestätigt den Aufwärtstrend des baden-württembergischen Maschinenbaus in den letzten Monaten: Der Zuwachs bei den Auftragseingängen beträgt insgesamt 16 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Den Löwenanteil zu dieser Entwicklung trägt wiederum das Ausland bei, die Order wachsen hier um 25 % (Euro-Partnerländer: plus 30 %, Nicht-Euro-Länder: plus 23 %). Der Inlandsmarkt ist im Vergleich dazu schwächer unterwegs, hier legen die Bestelleingänge lediglich um drei Prozent gegenüber Vorjahresmonat zu.

„Bei den Auftragseingängen aus dem Inland sehen wir weiter Nachholbedarf. Ganz anders die Signale aus dem Ausland, hier hat uns das laufende Jahr ein eindrucksvolles Ergebnis nach dem nächsten beschert“, sagt Dr. Dietrich Birk, Geschäftsführer VDMA Baden-Württemberg.

Maschinenbau NRW nur leicht im Plus

Der Auftragseingang der nordrhein-westfälischen Maschinenbauer verzeichnete im August 2017 ein Gesamtplus von einem Prozent. Bei der Inlandsnachfrage gab es eine Veränderung von minus 9 %; das Auslandsgeschäft lag dafür bei plus 7 % im Vergleich zum Vorjahresniveau.

Der Dreimonatsvergleich Juni bis August 2017 zeigt ein Plus von 8 % zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum: Bei den Inlandsaufträgen gab es eine Veränderung um minus 3 % nach unten, dem steht jedoch ein Plus von 13 % bei den Auslandsaufträgen gegenüber. Hier wiederum stagnierte zwar die Nachfrage aus den Euroländern (+/- 0 %), die Aufträge aus den Nicht-Euro-Ländern wuchsen jedoch um 20 %.

„Der positive Trend setzt sich fort, auch wenn er sich abgeschwächt hat und in diesem Monat vorrangig durch die Nachfrage aus dem europäischen Ausland gespeist wird. Sorgenkind bleiben nach wie vor die Auftragseingänge aus dem Inland“, erklärt Hans-Jürgen Alt, Clustermanager ProduktionNRW. „Insgesamt sind wir mit der Entwicklung zufrieden.“

Holger Paul ist Leiter Kommunikation und Pressesprecher beim Verein Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

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