Betriebliche Gesundheitsförderung

Betriebliche Gesundheitsförderung – und Spaß dabei?

Privatwirtschaftliche Anbieter zeigen neue Wege der Betrieblichen Gesundheitsförderung auf. Foto: Dada Lin / Fotolia
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Das altbackene Thema bekommt durch innovative Ansätze neuen Schwung: Kampagnen wie „Doc Walk“ setzen auf das digitale Medium und versuchen auf unkonventionelle Weise, Arbeit, Spaß und Gesundheit unter einen Hut zu bringen.

Wer Betriebliche Gesundheitsförderung bisher für ein eher langweiliges und trockenes Thema gehalten hat, soll damit eines Besseren belehrt werden: Die Kampagne „Doc Walk“ setzt auf Mitmach-Videos, Social Media und Charity. Firmen sind dazu aufgerufen, Videos von gemeinschaftlichem Betriebssport zu erstellen und via Facebook & Co. zu teilen. Neben der Chance, ein Coaching vom Initiator Johannes „Doc“ Weingart persönlich zu erhalten, tun Teilnehmer auch etwas fürs eigene Gewissen: Für jedes eingesandte Video werden fünf Euro für den guten Zweck gespendet. Die kommerzielle Ausrichtung der Initiative tritt dabei weitgehend in den Hintergrund.

„BG“ als Markt

Krankheitsbedingte Fehlzeiten der Mitarbeiter stellen ein Problem dar, das nahezu alle Unternehmen betrifft. An die Seite unternehmensinterner (und oft wenig beliebter) Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsvorsorge treten mittlerweile auch lizenzierbare Konzepte, die sich näher am Zeitgeist bewegen – wie eben „Doc Walk“. Denn, so der Initiator Dr. Johannes Weingart: „Es gibt kaum betriebliche Investitionen, die sich so schnell rechnen wie Investitionen in die Betriebliche Gesundheitsförderung. Und wer heute ein Unternehmen auf die Zukunft ausrichten will, muss neue Wege gehen.“
Das Neue an seinem Konzept ist ein individualisiertes Wochenprogramm für jeden Mitarbeiter, zugeschnitten auf die persönlichen. Mit PC, Smartphone oder Tablet können die Arbeitnehmer ihre persönlichen gesundheitsfördernden Lösungen in Videoform abrufen, wann und wo sie wollen – deutlich flexibler als die wöchentliche Firmen-Yoga-Stunde und aufgrund der Personalisierung wohl auch effektiver. Um dem Ganzen auch einen „offiziellen“ Touch zu verleihen, können die Online-Bedienoberflächen ans Corporate Design der eigenen Firma angepasst oder auch Begrüßungstexte der Firmenleitung eingebaut werden. Individualisierbarkeit wird hier offenbar groß geschrieben.

Von Zuschüssen profitieren

Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung werden sowohl vom Staat wie auch von den Krankenkassen bezuschusst. Bis zu 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr kann ein Unternehmen lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei zuwenden, ohne Anrechnung eines geldwerten Vorteils beim Arbeitnehmer. „Doc Walk“ wirbt sogar damit, dass auf Wunsch die Prüfung von Fördermöglichkeiten für interessierte Unternehmen übernommen werden kann. Gerade für kleine und mittlere Betriebe, die nicht über die zeitlichen Ressourcen verfügen, sich mit der entsprechenden Bürokratie auseinanderzusetzen, kann dies von Vorteil sein. Die Kombination aus Fördermöglichkeiten und Einsparungen durch weniger Krankheitstage soll insgesamt dafür sorgen, dass sich die Lizenzgebühren für die Nutzung des Konzepts letztendlich amortisieren. (om)
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