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Der Neujahrsbrief – ein starker Markenbote

Marketing
Der Neujahrsbrief – ein starker Markenbote

Es muss nicht immer an Weihnachten sein: Der Neujahrsbrief ist ungewöhnlich – und erregt positive Aufmerksamkeit. Foto: magdal3na / fotolia.
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Manches Unternehmen verzichtet auf Weihnachtsgrüße an Kunden oder Geschäftspartner – denn es bedarf einiger Mühe, damit die Beziehung zum Empfänger wirklich zu stärken. Eine unverbrauchte Alternative kann dagegen der Neujahrsbrief sein: Das neue Jahr zwingt den Verfasser, nach vorn zu blicken und eine unverzagte Haltung einzunehmen.

Jeder Neujahrsbrief garantiert Aufmerksamkeit, da er seinen großen Auftritt erst bekommt, nachdem die Flut der Weihnachtspost verebbt ist. Der Schwung des Jahreswechsels ist noch spürbar. Die guten Vorsätze sind noch präsent. Neujahrsgrüße zu versenden ist gerade für innovative Unternehmen zu empfehlen, die sich gerne auch mal neu erfinden oder ihre Märkte „beleben“ zu wollen. In solchen Unternehmenskulturen ist der Wandel Teil des Markenkerns, und ein Neujahrsbrief kann diese Botschaft noch verstärken.

Aufhänger finden – Spannung erzeugen

Es ist vorteilhaft, einen thematischen Aufhänger für den Brief zu finden. Das kann ein bevorstehender Meilenstein sein, zum Beispiel ein Jubiläum, die Einweihung eines neuen Gebäudes oder ein Wechsel in der Geschäftsführung. In diesen Fällen bietet der Neujahrsbrief eine Steilvorlage, um die Empfänger auf das Kommende einzustimmen. Aber auch ohne bedeutsames Ereignis lässt sich ein Spannungsbogen aufbauen. Hilfreich kann beispielsweise ein geistreiches Zitat sein, aus dem sich der Text entwickelt; allerdings soll der Brief die Marke auch tatsächlich stärken und sie nicht verwässern. Große Wirkung hat ein Neujahrsbrief insbesondere dann, wenn der Absender etwas Unerwartetes ankündigt. Belebend wirkt er auf jede Beziehung, wenn er eine konkrete Erwartung äußert. Nach einer durchlebten Krise kann der Neujahrsbrief auch ein Signal für einen neuen Aufbruch sein.

Kraftvolle Worte benutzen – Stereotype vermeiden

Der Briefeschreiber stärkt seine Marke nur, wenn er einen Bezug zu seinem Unternehmen herstellt. Nicht immer müssen es Produkte sein – eine Option ist es auch, einen Wert der Unternehmensphilosophie aufzugreifen. Dieser kann philosophisch erörtert werden oder die eigene Haltung ausdrücken. So genannte Alphawörter wirken dabei als Verstärker: So kann der Verfasser beispielsweise seine „Bodenständigkeit“ betonen, ohne das Wort selbst zu benutzen. Stattdessen gebraucht er Wörter, die die gleiche Stimmung erzeugen (beispielsweise „Heimat“, „verwurzelt“ etc.). Doch Vorsicht: Wer seinen Neujahrsgruß mit einer Vertriebsabsicht verbindet, braucht ein glückliches Händchen beim Formulieren; andernfalls könnte die Botschaft als billige Werbung wahrgenommen werden.
Sylke Schröder ist Betreiberin des „Briefstudios“ in Weimar.

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