Gesundheit

Der rückenfreundliche Büroarbeitsplatz

Rückenschmerzen durch zuviel Arbeit im Sitzen lassen sich durch regelmäßige Pausen „in Bewegung“ vermeiden. Foto: thodonal / fotolia.
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Ein Großteil der Deutschen arbeitet sitzend – über 17 Mio. Büroarbeitsplätze gibt es derzeit hierzulande; das sind 16 % mehr als noch vor zehn Jahren. Das Problem: Die sitzende Arbeitshaltung belastet den Rücken und gilt als einer der Hauptauslöser für Verspannungen und Rückenschmerzen. Umso wichtiger ist es deswegen, Bewegung in den Arbeitsalltag zu bringen.

Der menschliche Körper ist auf ein Leben in Bewegung ausgerichtet. Mehrere Kilometer zu Fuß gehen, Tag für Tag, das ist für Wirbelsäule, Muskulatur und Gelenke im Normalfall kein Problem. Tatsächlich sieht der Alltag heutzutage jedoch oft anders aus: Viele Menschen legen nur kurze Strecken zu Fuß zurück und verbringen den Großteil des Tages im Sitzen. In dieser unnatürlichen Haltung ist es oft nur eine Frage der Zeit, bis erste Beschwerden wie Rücken-, Kopf-, Nacken- oder Schulterschmerzen auftreten. Zusätzlich kann Stress bei der Arbeit zu Verspannungen führen, man fühlt sich im wahrsten Sinne des Wortes angespannt, was das Problem zusätzlich verstärken kann.

Sitzen ohne Rückenschmerzen

Die gute Nachricht: Industrie und viele Arbeitgeber haben die folgenschweren Auswirkungen der dauerhaft sitzenden Arbeitshaltung bereits erkannt. Um Rückenbeschwerden vorzubeugen, ist aktives und dynamisches Sitzen, also wechselnde Haltungen, eine gute Lösung.
Während man früher noch davon ausging, dass es „die eine“ richtige Sitzhaltung gibt, weiß man heute, dass der Mensch für Bewegung geboren ist und am besten nie Dauerhaltungen einnehmen sollte. Grundsätzlich gilt: Je mehr (kontrollierte) Bewegungen Sitzmöbel zulassen, desto besser ist dies für Wirbelsäule, Bandscheiben und die umliegende Rückenmuskulatur, die durch die Bewegungsimpulse stetig trainiert wird. Positiver Nebeneffekt: Auch die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit profitieren vom dynamischen Sitzen im Büro.

Bewegte Mittagspause

Um den Sitzmarathon im Büro zu unterbrechen, ist Abwechslung gefragt – zum Beispiel durch einen Mittagsspaziergang. Wer in der Pause 20 bis 30 Minuten an der frischen Luft verbringt, tut nicht nur dem Bewegungsapparat etwas Gutes, sondern sorgt auch für frische Lebensgeister. Das Büro in der Mittagspause einmal zu verlassen, um für eine kurze Zeit auf andere Gedanken zukommen und tief durchzuatmen, ist die beste Voraussetzung für einen produktiven Nachmittag. Doch nicht nur in der Pause – auch zwischendurch sollten Büroarbeiter jede Gelegenheit nutzen, um die Sitzroutine zu durchbrechen. Das Motto lautet: Jeder Schritt tut dem Rücken gut – und wenn es nur der Weg zum Drucker, zum Kollegen oder zum Fenster ist.

Aufstehen – dem Rücken zuliebe

Sitzen, stehen und bewegen – dieser Dreiklang beschreibt die ideale Büroarbeit. Neben dynamischem Sitzen und Maßnahmen wie der bewegten Mittagspause sollte es also auch die Möglichkeit geben, während der Arbeit öfter einmal aufzustehen. Ideale Voraussetzung dafür ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch, der sowohl im Sitzen als auch als Steharbeitsplatz genutzt werden kann. Alternativ kann auch ein Stehpult für bestimmte Arbeitsprozesse zum Einsatz kommen. Eine sehr dynamische Ergänzung sind bewegte Untergründe. Damit werden die Stehphasen bewegt und somit gesünder.

Das richtige Zubehör im rückengerechten Büro

Nicht nur in der dunklen Jahreszeit spielt sie in jedem Büro eine wichtige Rolle: Die richtige Schreibtischleuchte. Viele Leuchten blenden und tragen so dazu bei, dass die Augen schneller ermüden. Dazu kommt: Eine unregelmäßige Beleuchtung begünstigt Fehlhaltungen bei Sitzen. Am wichtigsten sind bei der Schreibtischbeleuchtung deswegen, genau wie bei den Sitzmöbeln auch, vielfältige Verstellmöglichkeiten. Sowohl die Lichtintensität als auch Farbtemperaturen und Helligkeit müssen individuell einstellbar sein. Wichtig ist zudem eine gleichmäßige, blend- und schattenarme Ausleuchtung.

Das richtige Büromobiliar erkennen

Verbraucher erkennen rückengerechte Bürositzmöbel am Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. Dieses Siegel wird an ausgewählte Sitzkonzepte vergeben, die dem strengen und unabhängigen medizinisch-therapeutischen Prüfungsgremium sowie einem Kriterienkatalog gerecht werden. Zertifizierte Hersteller sind etwa die bekannten Sitzmöbelproduzenten Sedus, Haider, Dauphin und Aeris.
Tanja Cordes für die Aktion Gesunder Rücken e. V. im Bereich Presse & Projekte tätig.
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