Maschinenbau

Deutsche Fluidbranche rechnet mit solidem Wachstum in 2017

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Die Fluidbranche erwartet neben einem sehr guten Umsatzwachstum 2017 auch 2018 eine positive Entwicklung. Foto: Nordroden – Fotolia
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Der Fachverband Fluidtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet für 2017 ein Branchenwachstum von 9 %; die Prognosen für 2018 belaufen sich auf 4 %. Neben Zahlen ging es auf der Mitgliederversammlung am 14. und 15. September auch um Köpfe: Christian H. Kienzle, Geschäftsführer der Argo-Hytos GmbH, wurde als Verbandsvorsitzender bestätigt.

„Das entgegengebrachte Vertrauen in meine Person und in mein Engagement für die Interessen der Fluidbranche ehrt und freut mich sehr. Gemeinsam mit meinen Kollegen im Vorstand und der Geschäftsleitung des Fachverbands gilt es, die Fluidtechnik als wichtige Schlüsselindustrie für die wesentlichen Trends im Maschinen- und Anlagenbau zu positionieren“, so Kienzle nach der Wahl zum Vorsitzenden.

Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Heribert Rohrbeck von der Christian Bürkert GmbH & Co. KG für die Pneumatikbranche sowie Ingrid Hunger von der Walter Hunger GmbH & Co. KG für die Hydraulikbranche wiedergewählt.

Starke Position der deutschen Fluidtechnik

Mit Blick auf die Monate Januar bis August dieses Jahres kann die deutsche Hydraulik ein Umsatzplus von 6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen. Bei der deutschen Pneumatik sind es in diesem Zeitraum sogar 10 % Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere die starke Nachfrage aus dem Bereich der Automatisierung stärkte die Entwicklung.

In Bezug auf das Gesamtjahr 2017 gehen die Branchenvertreter aktuell von 9 % Wachstum aus – soweit keine „geopolitischen Störfeuer“ auftreten. Für 2018 rechnet man mit 4 %. „Für den Erfolg der deutschen Fluidtechnik sind Innovation und technologische Weiterentwicklung entscheidend im Wettbewerb. Damit dies auch weiterhin gut gelingt, sind Investitionen und intensive Arbeit in den Bereichen Ausbildung, Wissenschaft und industriellen Gemeinschaftsforschung wichtig“, so Christian Kienzle.

Strategische Themen bieten Chancen

Darüber hinaus stehen für die deutsche Fluidbranche zahlreiche strategische Themen auf der Agenda, etwa die Felder Energieeffizienz und Industrie 4.0: „Die Fluidtechnik liefert smarte Industrie 4.0-Lösungen. Die Hydraulik und die Pneumatik liefern heute schon die zentralen Bausteine, die Lebensdauer, Leistungsdichte, Energieeffizienz der Kundenprodukte bestimmen. Nun ist die Fluidtechnik als Industrie 4.0-Komponente zudem Datenquelle, ermöglicht neue Lösungen und Geschäftsmodelle wie z.B. Predictive Maintenance“, so Hartmut Rauen, Hauptgeschäftsführer des Fachverbands.

„Diese neue Rolle erklärt auch den Wechsel in den Jahresturnus auf der Hannover Messe mit der Fusion von MDA und IA zur IAMD – Integrated Automation, Motion & Drives. Unsere Produkte sind Baustein der innovationsstarken digitalen Transformation, da sind zwei Jahre eine kleine Ewigkeit“, so Christian Kienzle.

Der VDMA will sich vor diesem Hintergrund auf die Bearbeitung von aktuellen Forschungsthemen konzentrieren, die für die Mitgliedsfirmen der deutschen Fluidtechnik von Relevanz sind. Hierzu setzt der Fachverband Fluidtechnik auf die vorwettbewerbliche industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF), organisiert durch den Forschungsfonds Fluidtechnik. Auf diesem Wege sollen Unternehmen jeglicher Größe in einem Netzwerk der besten Köpfe aus industrieller Forschung und Wissenschaft zusammenarbeiten können, um die Ergebnisse anschließend für den eigenen Unternehmenskontext zu verwenden.

Solveig Thiede ist für die Sektion Fluidtechnik des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig.

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