Digitalisierungsstrategie

Die digitale Transformation erfolgreich gestalten

Digitalisierungsstrategie
Die Notwendigkeit wurde erkannt – doch wie soll die Digitalisierung des Unternehmens auf den Weg gebracht werden? Foto: Momius – Fotolia
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Wer jetzt nicht handelt, verpasst möglicherweise den Anschluss: Die Digitalisierung trägt dazu bei, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Doch selbst wenn die Notwendigkeit erkannt wurde – viele Unternehmen wissen nicht, wie sie die Digitalisierung angehen sollen. GBO Datacomp, Anbieter von Fertigungsmanagementsystemen (MES), zeigt Ansätze auf.

„Wir erleben sehr häufig, dass zum Beispiel das Controlling bereits digital arbeitet, aber dem Unternehmen das Know-how fehlt, um nun auch die Fertigung oder das Materialmanagement zu digitalisieren und die dadurch gewonnen Daten dem Controlling zur Verfügung zu stellen“, so Michael Möller, Geschäftsführer von GBO Datacomp.

Aufgrund dieses immer wiederkehrenden Problems aus der eigenen Beratungspraxis plädiert er für einen ganzheitlichen Ansatz beim Thema Digitalisierung, der auf fünf grundlegenden Schritten basiert.

Schritt 1: Digitalisierung bedeutet Kulturwandel

Es ändern sich nicht nur Produktions- und Arbeitsprozesse, sondern auch die Art und Weise der (Zusammen-)Arbeit. Auch wenn zuerst nur in einzelnen Bereichen Prozesse digitalisiert werden, betrifft dieser Kulturwandel letztendlich das gesamte Unternehmen: Eine ernst gemeinte Digitalisierungsstrategie zieht sich vom Shopfloor bis zu Chefetage wie ein roter Faden durchs Unternehmen und sollte daher auch an seiner Spitze angesiedelt sein.

Schritt 2: Team und Strategie

Allein mit dem Einsetzen eines Chief Digital Officers (CDO) ist es nicht getan: Da die Digitalisierung alle betrifft, sollte das Digitalteam einen personellen Querschnitt des Unternehmens repräsentieren – vom „Digital Native“ bis zum alteingesessenen Mitarbeiter. Um eine Digitalisierungsstrategie zu entwickeln, sollte dieses Team dann zunächst die Fragen beantworten, wie weit die Digitalisierung in welchen Bereichen schon vorangeschritten ist und wo es sinnvoll wäre, sie als nächstes anzugehen.

Schritt 3: Den Fokus auf Mitarbeiter und Kunden legen

Im Mittelpunkt der Digitalisierungsstrategie stehen vor allem die Kundenbedürfnisse: Das Ziel sollte es sein, diese Bedürfnisse besser als bisher bedienen zu können. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Akzeptanz der Mitarbeiter für den digitalen Wandel. Daher müssen sie so früh wie möglich in den Prozess mit eingebunden, um ihnen die Vorteile, aber auch die Herausforderungen zu verdeutlichen.

Schritt 4: Effektive Datennutzung

Die Digitalisierung von Prozessen sorgt für ein erhöhtes Datenaufkommen – doch nicht die Datengenerierung, sondern ihre effektive Nutzung entscheidet letztlich über den Erfolg. Hierfür bieten sich für produzierende Unternehmen so genannte Manufacturing-Execution-Systeme (MES) an, welche die Datenmenge analysieren und jeder Abteilung genau die Informationen zur Verfügung stellen, die sie benötigt.

Schritt 5: Partner suchen

Es ist nicht nötig, das Rad neu zu erfinden – schon viele Unternehmen haben (oft mit Beratern an ihrer Seite) die Digitalisierung gemeistert, und von diesen Erfahrungen lässt sich profitieren. Um den Aspekt der MES noch einmal aufzugreifen: Dieses sollte sich flexibel an die Erfordernisse des jeweiligen Unternehmens anpassen, indem es die unterschiedlichen Digitalisierungsfortschritte in den einzelnen Abteilungen abbildet. Bei der Suche nach einer passenden Lösung helfen erfahrene Partner: Sie wissen in der Regel, worauf es bei der digitalen Transformation ankommt – insbesondere, wenn sie zunächst nur partiell in ausgewählten Unternehmensbereichen vorgenommen wird.

Salira Rötger-Lancé ist für die Agentur SC Lötters in Bonn tätig.

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