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Generation Y: Same same but different?

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Generation Y: Same same but different?

Die Generation Y – gesprochen: Why – hinterfragt Althergebrachtes. Was bedeutet das für die Arbeitswelt? Foto: gustavofrazao / fotolia.
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Keine Altersgruppe ist in den letzten Jahren genauer unter die Lupe genommen worden als die „Generation Y“. Selbstbewusst, gebildet, digital-affin – nur eine kleine Auswahl an Begriffen, mit denen die Unter-30-Jährigen beschrieben werden. Statt Karriere, Geld und Status setzen sie auf eine ausgewogene Work-Life-Balance. Eine neue Herausforderung für Unternehmen?

Kurz gesagt: Eher nein. Die Herausforderung ist an anderer Stelle zu suchen – nämlich im Management einer ganz neuen Arbeitswelt, die weit mehr umfasst als den Umgang mit der Generation Y. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Edenred-Ipsos-Barometers, für das in diesem Jahr mehr als 14 000 Mitarbeiter aus 15 Ländern vom Marktforschungsinstut Ipsos befragt worden sind.

Der ideale Arbeitgeber aller Generationen belohnt Leistung

In einem Punkt unterscheiden sich die jüngeren Mitarbeiter in Deutschland von ihren älteren Kollegen: Sie scheinen grundsätzlich etwas zufriedener mit ihrem Beruf zu sein. Dies lässt sich insbesondere an der Einstellung zum Job festmachen: 43 % der befragten Unter-30-Jährigen verbinden mit ihrem aktuellen Beruf Freude oder sogar Leidenschaft. Dies sehen nur 35 % der Über-30-Jährigen so. Für die meisten (36 %) dieser Altersgruppe bedeutet der Job vor allem Routine – was sicherlich auch auf die längere Berufstätigkeit zurückzuführen ist.
Doch wenn es darum geht, welche Führungsqualitäten der ideale Vorgesetzte mitbringen muss, dann denken die meisten Unter-30-Jährigen in Deutschland ähnlich wie ihre älteren Kollegen. Die Anerkennung von Leistung (60 %) steht für sie an erster Stelle – ebenso wie bei den befragten Über-30-Jährigen. Darüber hinaus sollte er in den Augen der jungen Arbeitnehmer fair und gerecht handeln (59 %) sowie ehrlich sein (57 %). Diese beiden Qualitäten zählen auch die älteren Umfrageteilnehmer zu den Top 3 des idealen Vorgesetztenverhaltens. „Dies zeigt mir, dass die Unterschiede zwischen den beiden Altersgruppen längst nicht so groß sind wie häufig angenommen. Führungskräfte sollten also nicht den Fehler begehen, junge Mitarbeiter anders zu führen als ältere – etwa, indem sie ihnen häufiger Feedback geben als ihren erfahreneren Kollegen. Die Ergebnisse bringen klar zum Ausdruck, dass auch die älteren Arbeitnehmer ihre Leistung anerkannt wissen wollen“, so Christian Aubry, Geschäftsführer der Personalberatung Edenred Deutschland.

Größte Herausforderung für Unternehmen: Fachkräfte Binden

Wirft man einen Blick auf die Herausforderungen der kommenden Jahre, denen sich die Unternehmen stellen müssen, so stehen ganz klar die Gewinnung und Bindung von Fachkräften im Vordergrund – auch hier fallen die Antworten der Unter- und Über-30-Jährigen in Deutschland nahezu einstimmig aus. Ein wichtiger Aspekt vor allem für die jüngeren Mitarbeiter ist zudem die Stärkung der Unternehmenskultur.

Junge Arbeitnehmer im Ausland sind aufgeklärter

Bei den persönlichen Arbeitsbedingungen der Umfrageteilnehmer zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen Deutschland und den Gesamtergebnissen der 15 Länder: In Deutschland sind für die Unter-30-Jährigen die beiden Aspekte, einen interessanten Job auszuüben und eine genaue Vorstellung davon zu haben, was von ihnen im Job erwartet wird, mit jeweils 37 % gleich wichtig. Länderübergreifend geben dagegen 46 % der jüngeren Kollegen an, bestens über die Erwartungshaltung seitens des Arbeitgebers informiert zu sein. Dies sind neun Prozentpunkte mehr als in Deutschland. „Das Ergebnis lässt die Vermutung zu, dass die jungen Kollegen aus dem Ausland von ihren Vorgesetzten besser aufgeklärt werden“, so Aubry weiter. Es gibt aber auch Übereinstimmungen: Der Frage, ob sie bei Problemen auf die Unterstützung ihrer Kollegen zählen können, stimmen 34 % der deutschen Befragten und 35 % der Teilnehmer aus den 15 Ländern zu.
„Interessant finde ich zudem bei den länderübergreifenden Ergebnissen, dass jungen Mitarbeitern scheinbar häufiger von ihren Vorgesetzten Wertschätzung entgegengebracht wird als ihren älteren Kollegen. Eine Erklärung könnte darin liegen, dass die Generation Y Feedback oftmals aktiv einfordert. Sie ist es durch ihr privates Umfeld gewohnt, regelmäßig Aufmerksamkeit zu erhalten – zum Beispiel über den „Like“-Button in sozialen Medien oder auf Online-Portalen“, erläutert Aubry.

Über das Edenred-Ipsos-Barometer

Die von Edenred in Auftrag gegebene, europaweite Studie wird seit 2008 jährlich durch das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos mittels einer Online-Befragung durchgeführt.
Barbara Gschwendtner-Mathe ist für die Edenred GmbH im Bereich der Corporate Communications tätig.

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