Personalwesen

Herausforderung für HR: Mitarbeiter gewinnen und binden

Leistungsstarke Mitarbeiter binden und neue hinzugewinnen – für die Mehrheit der Befragten die größte Herausforderung. Foto: Gerhard Seybert – Fotolia
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Die besten Mitarbeiter ans Unternehmen binden, neue Leistungsträger gewinnen – das sind laut einer Studie des Personalberaters Galileo die wichtigsten HR-Herausforderungen 2017. Hilfreich beim Rekrutieren von „Millenials“: Fast die Hälfte der befragten Personaler hält ihr Unternehmen für offen gegenüber neuen Führungsmodellen – vor zwei Jahren war es nur knapp ein Drittel.

Wie bereits in der Vergleichsumfrage des Vorjahres glaube die Mehrheit der Personalverantwortlichen (60 %), dass es die wichtigste HR-Herausforderung 2017 sein wird, die besten Mitarbeiter zu halten (2016: 77 %). Das Gewinnen neuer Leistungsträger halten 46 % für die derzeit dringlichste HR-Herausforderung.
Für 43 % steht das Management von Veränderungen dieses Jahr im Mittelpunkt; dabei wurden die Themen „Moderne Führungsmodelle etablieren“ und „Umgang mit veränderten Rahmenbedingungen“ von jeweils 40 % der Befragten genannt.
„Talente im Unternehmen zu halten und neue zu gewinnen bleibt also der wichtigste Fokus der Personalarbeit“, so Gudrun Happich, Geschäftsführerin von Galileo in Köln. Zudem wurde bei der Frage nach den HR-Herausforderungen immer wieder die gezielte Unterstützung der Führungskräfte bei der digitalen Transformation und modernen Führungsmethoden genannt.

Geteilte Offenheit für moderne Führung

„Agilität, Netzwerkstrukturen, flache Hierarchien – ist Ihr Unternehmen offen für neue Führungsmodelle?“ – diese Frage beantworten immerhin gut 49 % der befragten Personaler mit „Ja“. Hier ist wie schon im vergangenen Jahr ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen – 2015 beantworteten noch 71 % diese Frage mit „Nein.“
Die Frage, ob sich die HR-Herausforderungen künftig wesentlich ändern werden, bescheiden rund 63 % der Umfrageteilnehmer positiv. 2016 glaubten noch 62 %, dass die HR-Themen im Wesentlichen gleich bleiben.
„Das finde ich sehr spannend: In den Kommentaren zur Frage wird immer wieder der nötige Rollenwechsel der HR von der Verwaltung hin zur Beratung, Laufbahn-Begleitung genannt, zum Dienstleister für Veränderung und Entwicklung genannt“, so Gudrun Happich.

Unterstützung am Bedarf vorbei

Bei der Frage, wie ihr Unternehmen speziell Führungskräfte in Umbruchsphasen unterstützt, gaben rund 74 % der Befragten firmeninterne Trainings an. Daneben wurden Einzelcoachings mit dem Schwerpunkt „Hilfe zur Selbsthilfe“ (52 %) und Gruppencoachings (26 %) am häufigsten genannt. „Hier zeigt sich ein deutlicher Gegensatz zu den Bedürfnissen der Führungskräfte: Gemäß einer Galileo-Umfrage Ende des Jahres favorisieren diese nämlich Einzelcoachings mit Impulsen durch einen Sparrings-Partner. Diese Methode landet im Ranking der Personaler mit rund 25 % nur auf Rang 4. Bei den Führungskräften sind interne Trainings dagegen wenig beliebt und landeten nur auf Platz 7. Gar nicht genannt wurde von den HR-Verantwortlichen zudem die Möglichkeit eines virtuellen Coachings als ergänzende oder unterstützende Maßnahme. Sehr viele Führungskräfte sind virtuellen Coachings gegenüber dagegen sehr offen“, so Happich abschließend.
Gudrun Happich ist Gründerin und Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens „Galileo Institut für Human Excellence“ in Köln.
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