Unternehmensstrategie: Drei Viertel der Manager zweifeln Erfolg an

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Drei Viertel der deutschen Manager zweifeln den Erfolg an

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Eine schlechte wirtschaftliche Performance lässt sich nicht allein volatilen Märkten und der technischen Disruption zuschreiben. Wenn Unternehmen unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielen, fehlt meist eine erfolgreiche Strategie. Bild: VfL Sindelfingen
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Eine auf den eigenen Stärken basierende, kohärente Unternehmensstrategie verbessert die Erfolgsaussichten maßgeblich und bietet wichtige Entscheidungsrichtlinien in einem unsicheren Marktumfeld. Von deutschen Unternehmen verfügt jedoch nur knapp ein Drittel (32 Prozent) über eine klar definierte Strategie, 19 Prozent haben nach eigenen Angaben keine Strategie, welche dem Unternehmen eine Richtung gibt (global: 13 Prozent).

Das ergibt eine aktuelle Studie von Strategy&, der Strategieberatung von PwC, für die weltweit mehr als 6.000 Manager befragt wurden, darunter 123 Führungskräfte aus Deutschland. In die eigene Unternehmensstrategie ihres Unternehmens haben knapp drei Viertel (73 Prozent) der Führungskräfte hierzulande kein Vertrauen und sind nicht von deren Erfolg überzeugt. Zweifel bestehen auch mit Blick auf das Wertversprechen: Nur 29 Prozent der deutschen Befragten glauben, dass ihr Unternehmen den Kunden einen einzigartigen Mehrwert bietet (global: 37 Prozent). 15 Prozent sind sogar der Ansicht, dass das eigene Produkt im Vergleich zum Wettbewerb schlechter abschneidet.

„Eine schlechte wirtschaftliche Performance lässt sich nicht allein volatilen Märkten und der technischen Disruption zuschreiben. Wenn Unternehmen unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielen, fehlt meist eine erfolgreiche Strategie“, kommentiert Dr. Joachim Rotering, Global Leader bei Strategy& und Partner bei Strategy& Deutschland. „Auf der Suche nach potenziellen Wachstumsfeldern und Innovationen starten viele Unternehmen zahlreiche unkoordinierte Initiativen. Andere schrecken vor mutigen strategischen Entscheidungen zurück, die ihnen eine stärkere Differenzierung vom Wettbewerb ermöglichen würden. Die Umfrageergebnisse aus Deutschland geben mit Blick auf den internationalen Wettbewerb Grund zur Sorge. Wer den digitalen Umbruch für sich entscheiden will, muss wichtige strategische Weichen stellen: Welchen einzigartigen Mehrwert können wir Kunden bieten und welche erfolgskritischen Fähigkeiten bauen wir auf, um dieses Wertversprechen zu erfüllen? Ohne die nötige strategische Klarheit sind deutsche Unternehmen langfristig nicht mehr wettbewerbsfähig.“

Nicht über Kernkompetenzen bewusst

Doch die Kernkompetenzen ihres Unternehmens, die für eine erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie von zentraler Bedeutung sind, sind bei Weitem nicht allen deutschen Befragten klar. Bei 56 Prozent herrscht selbst auf Managementebene keine Einigkeit bzw. Klarheit bezüglich der wichtigsten Fähigkeiten (global: 49 Prozent). 24 Prozent sind der Ansicht, dass sich zwar die Führungsriege, nicht aber der Rest des Personals über die Kernkompetenzen bewusst ist. Im internationalen Vergleich richten deutsche Unternehmen zudem wenig Augenmerk auf ihre eigenen Kompetenzen, die einen Wettbewerbsvorteil bedeuten könnten. Nur 20 Prozent versuchen, ihre differenzierenden Fähigkeiten voranzutreiben und auf neue Geschäftsideen auszuweiten (global: 26 Prozent).

„Um der Disruption zu begegnen, müssen Unternehmen eine Strategie aufbauen, die es ihnen erlaubt, ihre Zukunft selbst zu gestalten. Neben Innovationsprojekten gehört dazu die kontinuierliche Arbeit an den differenzierenden Fähigkeiten, um bereits jetzt am Markt stark aufgestellt zu sein.  Nur so ist die nötige Basis für mutige Zukunftsentscheidungen gelegt“, schließt Dr. Peter Gassmann, Europachef von Strategy&. (ig)

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