Konjunktur

Maschinenbau: Auftragsvolumen im November gestiegen

Insgesamt war das Jahr 2016 von einem geringen Wachstum im Maschinenbau geprägt – für 2017 ist der Ausblick besser. Foto: Erwin Wodicka - Fotolia
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Die Zahl der Auftragseingänge im Maschinenbau hat sich im November 2016 positiv entwickelt: Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnten insbesondere die Unternehmen in Baden-Württemberg Zuwächse verzeichnen. Deutschlandweit ist der Trend jedoch uneinheitlich; in Nordrhein-Westfalen etwa stagnierten die Orders. Über das Jahr gesehen blieben die Zuwächse insgesamt marginal.

Im November übertraf der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau sein Vorjahresniveau um real 5 %. Sowohl die Inlandsnachfrage (plus 3 %) als auch die Bestellungen aus dem Ausland (plus 5 %) trugen zu diesem Wachstum bei. Besonders erfreulich war der Zuwachs der Auftragseingänge aus den Euro-Partnerländern um 7 %, denn hier hatte in den Monaten zuvor Flaute geherrscht.
„Dieser Anstieg kommt keineswegs überraschend, denn seit August 2016 zieht der Einkaufsmanagerindex der Eurozone wieder an“, erläuterte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Das Plus im Bestelleingang sei „ein erster Reflex auf die kräftige Erholung dieses Geschäftsklimaindikators“, so Wortmann.

Baden-Württemberg stark

Mit einem Plus von 8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat setzte der baden-württembergische Auftragseingang im November den eingeschlagenen Aufwärtstrend weiter fort. Der Euro-Raum steuerte mit einem Plus von 15 % erstmalig in diesem Jahr den Löwenanteil zu dieser positiven Entwicklung bei (Ausland insgesamt: plus 10 %). Doch auch die Inlandsnachfrage konnte im November weiter wachsen, die Orders legten um 4 % zu.
„Die Berg- und Talfahrt bei den Auftragseingängen hat sich zum Jahresende hin beruhigt“, so Dr. Dietrich Birk, Geschäftsführer des VDMA Baden-Württemberg. „Der Südwesten profitiert von einem günstigen Branchenmix mit starkem Gewicht auf den automatisierungsnahen Sparten wie den Werkzeugmaschinen und den Präzisionswerkzeugen.“ Doch auch die von Konjunkturforschern erwartete leichte Beschleunigung des Weltwirtschaftswachstums trage zu diesem Positivtrend bei.

Keine Veränderung in Nordrhein-Westfalen

Der Auftragseingang in NRW verzeichnete im November 2016 dagegen keine Veränderung im Vergleich zum November des Vorjahres. Bei der Inlandsnachfrage gab es zwar ein Plus von 10 %; das volumenstärkere Auslandsgeschäft verzeichnete jedoch einen Rückgang um –5 % im Vergleich zum Vorjahresniveau.
Im Dreimonatsvergleich (September bis November 2016) gab es ein Minus von 17 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen – der Rückgang der Inlandsaufträgen lag bei –4 %, bei Aufträgen aus dem Ausland waren es –23 %. Der Rückgang der Nachfrage aus dem Euro-Raum betrug hierbei –48 %, während die Auslandsaufträge aus den Nicht-Euro-Ländern um –6 % zurückgingen.
Im Dreimonatsvergleich sorgte vor allem ein Basiseffekt für das deutliche Minus: Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte es im Euroraum Großanlagegeschäfte gegeben, die für einen hohen Auftragseingang gesorgt hatten. Daraus folgte, dass das Auftragsvolumen deutlich über dem sonst üblichen Durchschnitt lag, was zu einer entsprechenden „Verzerrung“ im Vergleich zum Vorjahr führt.
„Auch, wenn die Auftragseingänge in den letzten drei Monaten aufgrund des Basiseffektes für ein kräftiges Minus sorgten, sind wir am aktuellen Ende nicht unzufrieden“, erklärt Hans-Jürgen Alt, Clustermanager ProduktionNRW. „Wir hoffen, dass sich die positiven Signale in den nächsten Monaten zu einem entsprechenden Trend verfestigen.“

Deutschlandweit stagnierten die Auftragseingänge

Im bundesweiten Drei-Monats-Vergleich (September bis November) zeigte sich ein Minus der Maschinenbau-Bestellungen von real 2 % gegenüber dem Vorjahr. Während die Aufträge aus dem Inland um 2 % zulegen konnten, sanken die Bestellungen aus dem Ausland in dieser Periode um –4 %.
In den ersten elf Monaten des Jahres erreichte die Produktion im Maschinenbau mit plus 0,1 % einen minimalen Zuwachs gegenüber dem Vorjahreswert. „Die bereits im Hebst 2015 aufgestellte Prognose einer Stagnation in 2016 bleibt daher auch weiterhin realistisch“, so VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. (om)
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