Integration

Neue Plattform mit cleverem Ansatz gestartet

Die Plattform „Bunt und verbindlich“ beschreitet einen neuen, originellen Weg, um Hilfsleistungen zu vermitteln. Foto: Photocreo Bednarek / fotolia.
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Ich verspreche X, wenn jemand mit Y hilft: Die Plattform „Bunt und verbindlich“ verbindet durch Versprechen Unternehmen mit Flüchtlingsinitiativen und ehrenamtlichen Helfern, um gemeinsam die Integration in Deutschland aktiv zu gestalten.

Die Initiative D21 e. V. und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) haben mit „Bunt und verbindlich“ gemeinsam eine neue Plattform für Integration ins Leben gerufen. Unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat sich „Bunt und verbindlich“ zum Ziel gesetzt, Unternehmen, Initiativen und ehrenamtliche Helfer miteinander zu verbinden, um mit gemeinsamen Versprechen die Integration von Geflüchteten in Deutschland aktiv mitzugestalten.

Angebot und Bedarf passgenau zusammenführen

„Viele wollen helfen, aber man muss auch voneinander wissen und die Angebote müssen zusammenpassen. Über so eine Plattform geht dies natürlich am besten“, sagt Bundesministerin Schwesig. Auch Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21 e. V., ist vom Potenzial der Plattform überzeugt: „Es geht uns um das Bündeln der Kräfte und zielgenaues Helfen. Mit dem neuartigen Prinzip unserer Plattform „Bunt und verbindlich“ konnten wir schon vor dem offiziellen Start viele Unternehmen mobilisieren, Versprechen abzugeben. Zum heutigen Launch wurden bereits erste Versprechen durch Initiativen und ehrenamtliche Helfer sowie eine Willkommensklasse eingelöst.“
Schon zum Start gibt es über 60 Versprechen auf „Bunt und verbindlich“, die von 20 Unternehmen und 13 Initiativen abgegeben wurden. Besonders engagiert zeigen sich hier die Mitgliedsinstitutionen der Initiative D21, die oftmals sogar mehr als nur ein Versprechen einstellten.

Das Prinzip der Plattform

Durch ihre Versprechen auf der Plattform bieten Unternehmen, Initiativen oder Einzelpersonen aktiv an, ihren Beitrag zur Integration zu leisten; gleichzeitig motivieren sie andere, ebenfalls einen Beitrag zur Umsetzung des Versprechens zu leisten. Das Prinzip lautet: „Ich verspreche X, wenn jemand mit Y hilft.“
Es gibt Versprechensgeber und -geberinnen, die etwas anbieten, z. B. Tablets, und ihr Versprechen an eine Bedingung knüpfen, z. B. das Nutzen der Tablets zum Lernen für Willkommensklassen. Diese Versprechen sind nun auf der Webseite sichtbar und können durch ehrenamtlich Engagierte, Flüchtlingsinitiativen oder Einzelpersonen eingelöst werden. Um sicherzugehen, dass die angebotenen Versprechen auch wirklich im gewünschten Sinne eingelöst werden, erstellen die einlösenden Initiativen und ehrenamtlichen Helfer einen kurzen Bericht, der dann im Blog der Plattform erscheint.
Das Unternehmen Vichy etwa will Sprachkurse entwickeln, um geflüchteten Frauen eine berufliche Perspektive in der Apothekenbranche zu ermöglichen. Diese Sprachkurse werden kostenlos geflüchteten Frauen zur Verfügung gestellt, um sich für den beruflichen (Wieder-)Einstieg in die Apothekenbranche zu qualifizieren. Vichy verknüpfte das Versprechen mit der Aufforderung, dass jemand die Basis-Sprachkurse spendet, auf die dann die eigenen Kurse aufbauen. Papagei.com löste daraufhin das Versprechen ein und spendiert die Deutsch-Grundkurse für die geflüchteten Frauen.
Ein weiteres Versprechen kam von Cap Gemini, die 50 Laptops zur Aus- und Weiterbildung Geflüchteter zur Verfügung stellen wollten – denn eine gute Bildung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Integration. Eingelöst wurde das Versprechen von Kiron Open Higher Education: Sie werden die Technikspende nutzen, um Geflüchtete mit Online-Kursen auf ein Bachelorstudium vorzubereiten. Damit werden bestehende Barrieren auf dem Weg zur Hochschulbildung abgebaut.

Nachmachen ausdrücklich erwünscht

Die Plattform soll nicht einfach eine weitere Flüchtlingsplattform unter vielen sein; stattdessen will sie existierende Angebote vernetzen und stärken, um ein größeres Wirkungspotential zu entfalten. Dem Namen der Initiative gemäß sind die Versprechen auf „Bunt und verbindlich“ sehr vielfältig: Umfang und Größe der Versprechen sind keine Grenzen gesetzt. Um aus Erfahrungen zu lernen, stellt der plattformeigene Blog erfolgreiche Versprechen von Unternehmen und Initiativen vor, um so zur Nachahmung zu inspirieren.
Stefanie Kaste zeichnet für das Communitymanagement der Initiative D21 e. V. verantwortlich.
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