Startseite » Management »

Umlagebegrenzung bei Kraft-Wärme-Kopplung entfällt 2017

Energieeffizienz
Umlagebegrenzung bei Kraft-Wärme-Kopplung entfällt 2017

Blockheizkraftwerke gehen verstärkt vom Netz – weshalb der Bund bei den Förderzulagen nun nachjustieren musste. Foto: Gerd – Fotolia
Anzeige
Der Bund fördert die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) als sehr effiziente Form der Energieerzeugung; wie auch beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist die Förderung umlagefinanziert. Bislang konnten Firmen von der Umlage teilbefreit werden – in Zukunft ist dies nur noch Unternehmen möglich, die EEG-begrenzt sind.

Die EEG-Begrenzung gewinnt zukünftig an Bedeutung, zumal die Umlage im neuen Jahr auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde (kWh) ansteigt – gegenüber 6,354 Cent/kWh in 2016. So schützt die EEG-Begrenzung vor einem Teil des Kostenanstiegs bei der KWK-Umlage. Ein Trostpflaster für alle anderen Unternehmen: Unter bestimmten Bedingungen ist eine rückwirkende Begrenzung der KWK-Umlage für die letzten drei Jahre möglich.

Verschärfte Bedingungen für Begrenzung der Umlage

Anlass für die neue Richtlinie ist die rapide Abnahme von KWK-Anlagen in den vergangenen Jahren. Wurden seit Anfang 2015 KWK-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 800 Megawatt, größtenteils kohlebefeuert, stillgelegt, werden bis 2019 voraussichtlich weitere 19 KWK-Blöcke mit einer Leistung von insgesamt 1 700 Megawatt vom Netz gehen. Das erklärte die Bundesregierung im November auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag.
Um eine Begrenzung der EEG-Umlage zu beantragen, müssen Unternehmen nachweisen, dass sie im abgeschlossenen Geschäftsjahr mehr als eine Gigawattstunde Strom verbraucht haben. Eine weitere Bedingung stellt die Stromintensität von 17 % bzw. 20 % dar. Zudem müssen die Firmen ein alternatives System zur Verbesserung der Energieeffizienz betrieben oder ein zertifiziertes Energiemanagementsystem eingeführt haben und betreiben. Alternativ haben sie einen gültigen Eintragungs- oder Verlängerungsbescheid der EMAS-Registrierungsstelle.
Das produzierende Gewerbe sollte jetzt reagieren, um auch in 2018 von der Umlagebegrenzung Gebrauch machen zu können – d. h. prüfen, ob eine Antragsberechtigung vorliegt, ob die Übergangsregelung greift und ob eine rückwirkende Umlagebefreiung möglich ist. Einige produzierende Unternehmen, vor allem stromintensive, können die Begrenzung weiterhin in Anspruch nehmen. Dazu zählen textilverarbeitende Unternehmen, die Hersteller von Papier, Holz und pharmazeutischen Produkten.
Thomas Löwer ist European Marketing Manager der Expense Reduction Analysts GmbH mit Sitz in Köln.
Anzeige
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Aktuelle Whitepaper aus der Industrie

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de