Umfrage unter CEOs

Umweltrisiken und Klimawandel als Wachstumshemmer

Wachstumshemmer Klimawandel
Die Wirtschaftswelt ist im Wandel. KPMG hat 1300 CEOs zum Thema Wirtschaftswachstum befragt. Foto: denisismagilov / fotolia.com
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Was sind die größten Wachstumshemmer von Unternehmen? Eine Studie des Wirtschaftsberatungsunternehmens KPMG legt die Antworten Nachhaltigkeitsanforderungen und Klimawandel nahe. Für die Studie hat KPMG 1.300 Vorstandschefs von Unternehmen als elf Ländern befragt hat.

Die befragten Unternehmen kommen auf einen Jahresumsatz von mindestens 500 Millionen US-Dollar, ein Drittel davon erwirtschaftet sogar mehr als zehn Milliarden US-Dollar. 125 der befragten CEOs kamen aus Deutschland.

„Die Gefahren aus Umweltrisiken und Klimawandel werden inzwischen höher eingeschätzt als die Risiken disruptiver Technologien, des wachsende Protektionismus und Cyber-Gefahren“, sagt Angelika Huber-Straßer, Bereichsvorstand Corporates bei KPMG. Früher hätte es genügt, auf kurzfristige Überraschungen gefasst zu sein, heute wäre es nach Ansicht der befragten CEOs wichtiger, „alert“ und „agil“ zu sein. Ein Geschäftsführer müsse jederzeit bereit sein, seine Entscheidung anzupassen: „an sich ändernde Kundenbedürfnisse, an technologische Innovationen und natürlich auch an die Geschwindigkeit, mit der sich die Wettbewerber wandeln. Wer nicht agil genug ist, wird scheitern, sagen bereits zwei von drei CEOs. Das ist ein deutliches Zeichen“, so Huber-Straßer.

Wirtschaftswachstum in Deutschland erwartet

Laut Studie wird von den Befragten besonders das weltweite Wirtschaftswachstum kritisch gesehen. So sank der Anteil derjenigen, die die Wachstumsaussichten für die kommenden drei Jahre optimistisch beurteilen, auf 62 Prozent. Im Jahr 2016 waren es noch 89 Prozent. Deutsche CEOs sind dabei noch pessimistischer: 50 Prozent erwarten in den nächsten drei Jahren kein globales Wirtschaftswachstum. Optimismus gilt aber dem Heimatmarkt: 94 Prozent rechnen mit Wirtschaftswachstum in Deutschland.

84 Prozent der Befragten wollen durch den Zukauf innovativer Unternehmen in den nächsten drei Jahren schnell Digitalkapazitäten aufbauen. Dies sei nötig, um das Geschäftsmodell deutlich schneller als auf organischem Weg zu transformieren. „Während Fusionen und Übernahmen üblicherweise wegen Skalierung und Synergieeffekten initiiert werden, geht es bei digitalgetriebenen Mergers & Acquisitions darum, die Transformation des eigenen Geschäftsmodells durch den Zukauf neuer Technologien oder Dienstleistungen voranzutreiben“, sagt Huber-Straßer.

Veraltete IT-Infrastruktur stellt ein Hindernis dar

Die Kombination aus einer fragmentierten IT-Infrastruktur, mangelnder Abstimmung und Silodenken führt dazu, dass sich 79 Prozent der CEOs zunehmend in der Verantwortung sehen, die bereichsübergreifende Zusammenarbeit voranzutreiben.

79 Prozent der CEOs wollen nach eigenen Angaben die Cloud-Nutzung im Unternehmen erweitern. Sogar 84 Prozent der CEOs wollen sich persönlich um die IT-Strategie kümmern. Dazu gehört auch, sich Gedanken um die Cyber-Sicherheit zu machen. IT-Security wird von 71 Prozent der Befragten als Wettbewerbsvorteil gesehen.

Neue Arbeitsplätze durch KI und Robotik

65 Prozent weltweit und 73 Prozent in Deutschland gehen davon aus, dass in den kommenden drei Jahren mehr Arbeitsplätze durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Robotik geschaffen als abgebaut werden. „Wer bisher dachte, Automatisierung und Künstliche Intelligenz seien klassische Hype-Themen, die wieder verschwinden, sollte schnell umdenken. KI-Technologie wird unser Leben grundlegend verändern“, sagt Huber-Straßer. (wag)

Die kompletten Ergebnisse der Studie können bei KPMG heruntergeladen werden.

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