Elektromobilität

BMW investiert 400 Millionen Euro in iNext-Produktion

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Der Werkleiter des BMW Group Werks Dingolfing, Christoph Schröder, das Mitglied des Vorstands der BMW AG, Produktion, Dr. Milan Nedeljkovic und der Betriebsratsvorsitzende des BMW Group Werks Dingolfing, Stefan Schmid (v.l.n.r.),Bild: BMW Group
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Die BMW Group investiert für die Produktion des vollelektrischen BMW iNext rund 400 Millionen Euro in das Dingolfinger Fahrzeugwerk. Damit bereiten sich die Münchner, nach eigenen Angaben, ihren größten europäischen Produktionsstandort auf die Fertigung batteriebetriebener und hochautomatisiert fahrende Autos vor. 

Mit dem Anlauf des BMW iNext im Jahr 2021 wird das Werk Dingolfing in der Lage sein, vollelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride und Modelle mit Verbrennungsmotor im jeweils nachgefragten Mix auf einem Band zu produzieren, wie es in einer Pressemitteilung von BMW heißt.

„Mit den flexiblen Fertigungsstrukturen sind wir in unseren Werken bestmöglich für die unterschiedlichsten Marktanforderungen gerüstet“, so Milan Nedeljkovic, Vorstand der BMW AG für Produktion.
„Wir sind überzeugt, dass es in den nächsten Jahren weltweit nicht die eine Lösung für alle Mobilitätsanforderungen unserer Kunden geben wird. Vielmehr erwarten wir einen Mix aus unterschiedlichen Antriebsformen.“ Schon heute beträgt der Anteil von Plug-in-Hybriden, also elektrifizierten Fahrzeugen, an der Dingolfinger Produktion knapp 10 Prozent. Mit dem BMW iNext kommt ab 2021 das erste rein batterieelektrische Fahrzeug dazu.

Vorbereitung auf Serienfertigung hochautomatisiert fahrender Pkw

Mit den aktuellen Investitionen und Baumaßnahmen rüstet sich das Werk Dingolfing nicht nur für den Wandel hin zur E-Mobilität. Es bereitet sich nach BMW-Angaben auch auf die Serienfertigung hochautomatisiert fahrender Fahrzeuge vor. „Bei der immer komplexeren Technik in unseren Automobilen wird die Fähigkeit zur Systemintegration zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Mit dem BMW iNext beweisen wir am Standort Dingolfing, dass wir in der Lage sind, steigende Produktanforderungen in einer effizienten industriellen Großserienproduktion umzusetzen“, erläutert Milan Nedeljkovic.

Dazu der neue Dingolfinger Werkleiter Christoph Schröder: „Der BMW iNext ist mehr als nur ein neues Modell. Er ist Pionier bei vielen automobilen Schlüsselinnovationen, insbesondere auch beim autonomen Fahren. Und er ist Wegbereiter für den weiteren Rollout dieser Technologien in den kommenden Jahren. Die aktuellen Strukturmaßnahmen für den iNext werden daher auch künftigen, in Dingolfing gebauten Modellen zu Gute kommen.“

Praktisch in allen Bereichen laufen die Vorbereitungen hierzu auf Hochtouren. So wurde zuletzt im August auch die Produktion im Werk für vier Wochen unterbrochen, um verschiedene Neu- und Umbauten im Fahrzeugwerk voranzutreiben und den Standort für neue Modelle wie den BMW iNext vorzubereiten.

Neue Fertigungslinien für Karosseriebau und Bodengruppen

Der Karosseriebau für den BMW iNext wird schon seit einigen Monaten im Herzen des Werks neu aufgebaut. Auch für die komplexe Bodengruppe der Karosserie entstehen derzeit neue Fertigungslinien. Dabei profitiert das Werk in hohem Maße von seiner langjährigen Misch- und Leichtbaukompetenz und Strukturen, die bereits für die aktuelle Generation des BMW 7ers geschaffen wurden. Bereits für diese wurde die Fertigung im Werk – etwa durch einen der längsten Lackiererei-Trockenöfen der Industrie – auf einen innovativen Materialmix aus Stahl, Alu und CFK (carbonfaserverstärkter Kunststoff) ausgelegt.

In der Montage kann der BMW iNext ebenfalls auf vielen etablierten Prozessen aufsetzen. So wird das neue Modell effizient und flexibel auf einem Band im Mix mit Modellen der BMW 5er, 7er und 8er Reihe in einer der beiden Dingolfinger Montagehallen gefertigt werden. Jedoch verteilen sich bei elektrifizierten und hochautomatisierten Fahrzeugen wie dem BMW iNext einige Arbeitsinhalte anders über den Fertigungsprozess als bei konventionellen Fahrzeugen.

Montageaufwand ist bei Elektroautos nicht geringer

Im Antriebs- bzw. Aggregateeinbau entfallen bei E-Fahrzeugen bestimmte Umfänge. In anderen Bereichen kommt es dafür zu mehr Montagetätigkeit – etwa durch den Einbau der Batterie und entsprechender Hochvoltkabel. Auch zusätzliche Sensorik, Reinigungssysteme und Hochleistungsrechner müssen in hochautomatisiert fahrenden Fahrzeugen verbaut werden. Dazu gilt es, spezielle Prüfplätze zur Absicherung der Funktionalitäten vorzuhalten. Diese Neuverortung von Arbeitsinhalten entlang des Fertigungsbands hat letztlich auch eine Erweiterung der Montagehalle und teilweise Neustrukturierung nötig gemacht. Baubeginn für den dreigeschossigen Montageanbau war bereits im Sommer 2018.

In diesen Monaten werden die Fertigungsanlagen sukzessive aufgebaut und in Betrieb genommen – Ende August 2019 etwa die neue „Hochzeit“, also der Bandbereich, an dem Karosserie und Antriebsstrang miteinander verbunden werden.(ag)


Kontakt zu BMW

Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft
Petuelring 130
80788 München
Tel.: +49 89 1250 1600 0
E-Mail: kontakt@bmw.de
Website: www.bmw.de

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