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Dürr wächst mit Produktionstechnik für Elektroautos

Elektromobilität
Dürr wächst mit Produktionstechnik für Elektroautos

Dürr Lackierroboter
Der Lackauftrag ist eine der anspruchsvollsten Schritte während der Automobilproduktion Bild: Lackierroboter von Dürr. Bild: Dürr
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Schon seit Längerem investiert die Automobilindustrie große Beträge in die Elektromobilität. Dabei wird nicht nur in die Entwicklung von Elektroautos investiert, sondern auch in die Ausstattung der Werke mit moderner Produktionstechnik. Für Zulieferer wie den Dürr-Konzern ist das eine Chance: Allein in 2019 stieg der Auftragseingang im Bereich E-Mobility-Produktionstechnik um 44 % auf 390 Millionen Euro.

Laut Prognosen werden im Jahr 2030 rund 60 Prozent aller Neuwagen über einen alternativen Antrieb verfügen. Das sind gut 70 Millionen Autos im Vergleich zu 14 Millionen im Jahr 2020.

Der Großteil davon wird mit Strom betrieben werden. Die Elektromobilität steht vor einem kräftigen Wachstum, an dem der Dürr-Konzern als Technologiepartner partizipieren wird, heißt es in einer Pressemitteilung des Konzerns.

Elektromobilität vergrößert Kundenkreis

Im Besonderen in China und den USA formieren sich neue Autoproduzenten, die niemals konventionelle Autos gebaut haben, aber mit Elektrofahrzeugen Marktanteile erobern wollen. Über 20 solcher E-Pioniere haben im Jahr 2019 Produktionstechnik bei Dürr bestellt.

Um ihre Autos in Großserie bauen zu können, brauchen sie zunächst die entsprechenden Fabriken. „Dafür sind wir mit unserer Erfahrung der richtige Partner. Wir bieten ein breites Technologiespektrum und können neue E-Mobility-Player beim Aufbau ihrer Produktionsbasis umfassend beraten“, erläutert Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG.

China ist größter Markt

Der größte Markt für Elektroautos ist China. Im laufenden Jahr konnte Dürr dort bereits einen Großauftrag über den Bau einer Lackiererei für Elektroautos gewinnen. Aber auch in anderen Regionen hat die Nachfrage angezogen. Im zweiten Halbjahr 2019 erhielt Dürr in den USA drei Lackiertechnik-Großprojekte von E-Mobility-Herstellern.

Egal ob der Auftraggeber ein Elektro-Start-up oder ein etablierter Automobilkonzern ist – wichtig ist meist die Skalierbarkeit der Lackiererei. Das bedeutet: Oft wird im ersten Schritt Lackiertechnik für kleine Stückzahlen bestellt.

Die Anlage sollte jedoch modular erweiterbar sein, sodass der Kunde schnell zusätzliche Kapazitäten installieren kann, wenn die Absatzzahlen steigen. „Die Skalierbarkeit ist ein wichtiger Schrittmacher in unserem Innovationsmanagement. Wir entwickeln gezielt entsprechende Produkte und Systeme, damit die Produktionskapazitäten des Kunden mit dem Markterfolg seiner Produkte wachsen können“, sagt Dr. Jochen Weyrauch, im Vorstand der Dürr AG zuständig für das Lackiertechnikgeschäft.

Große Bandbreite für die Endmontage von Elektroautos

Neben der Lackiertechnik bietet der Dürr-Konzern weitere Technologien für den Bau von Elektroautos – zum Beispiel für die Endmontage. Weil Elektroautos einen weniger komplexen Antriebsstrang besitzen als ihre konventionellen Pendants, lässt sich die Montage stärker automatisieren. Dürr hat bereits automatisierte Montagesysteme für namhafte Elektroautohersteller realisiert.

Die Nachfrage dürfte steigen, wenn die Stückzahlen in der E-Autoproduktion zunehmen. Eine wichtige Station bei der Montage strombetriebener Autos ist die „Hochzeit“.

Dabei wird die Batterie mit Dürr-Technik im Unterboden fixiert – computergesteuert und mit bis zu 36 Schrauben, die vollautomatisch an den Schraubpunkt gebracht werden.

Dürr bietet Vielfalt an Technologien

Der Konzern bietet auch Systeme für die Befüllung von Akkus mit Kühlmittel. Dadurch werden die Akkus nicht zu warm und können die maximale Reichweite erzielen.

Dürr-Befülltechnik kommt zum Beispiel beim von der Deutschen Post genutzten Elektrolieferwagen Streetscooter zum Einsatz.

Auch die Prüftechnik für fertig montierte Autos wird durch die Elektromobilität vor neue Herausforderungen gestellt, besonders beim Thema Sicherheit. Mit Prüfsystemen von Dürr lässt sich sicherstellen, dass von den Hochvoltkreisen in Batteriefahrzeugen keine Risiken ausgehen.

Die Fertigung von Elektromotoren unterstützt die Dürr-Tochter Schenck RoTec, zum Beispiel mit der Auswuchtanlage eTENO, die Unwuchten in Elektroankern für E-Antriebe misst und ausgleicht.

Außerdem bietet Schenck RoTec den Schleuderstand Centrio für Materialtests an Elektromotoren. Damit können Automobilhersteller ermitteln, welchen Rotationsbelastungen ihre Aggregate maximal ausgesetzt werden dürfen, heißt es.(ag)


Kontakt zu Dürr

Dürr AG
Carl-Benz-Str. 34
74321 Bietigheim-Bissingen
Tel.: +49 7142 780
E-Mail: info@durr.com
Website: www.durr.com

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