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Energie- und Verkehrswende: Audi und EnBW arbeiten bei Second-Life-Batterien zusammen

Energiewende
Audi und EnBW arbeiten bei Second-Life-Batterien zusammen

Mit 2nd-Life-Batterien von Audi will EnBW Strom aus PV- und Windparks speichern. Bild: EnBW/ARTIS-Daniel Maurer
Mit 2nd-Life-Batterien von Audi will EnBW Strom aus PV- und Windparks speichern.
Bild: EnBW/ARTIS-Daniel Maurer
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Energie- und Verkehrswende müssen gemeinsam gedacht werden. Eine sektorübergreifende Vernetzung wird wesentlich dazu beitragen, ihnen zum Durchbruch zu verhelfen. Leistungsfähige Batterien sind ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Energiewirtschaft – als Großspeicher innerhalb der Stromnetze oder als Stromspeicher in Elektrofahrzeugen. Der Autohersteller Audi und der Energieversorger EnBW kooperieren jetzt in diesem Bereich und stellen gebrauchte Elektorauto-Batterien in den Mittelpunkt.

Derzeit arbeitet die EnBW an der Entwicklung stationärer Speicher, die Strom der eigenen Wind- und Photovoltaik-Parks zwischenlagern und das Netz stützen.

Wenn dieser Strom zwischengespeichert werden kann, müssen Windräder und Photovoltaik-Anlagen bei temporär zu hoher Stromproduktion nicht mehr vom Netz genommen werden – ein Baustein auf dem Weg zur bestmöglichen Nutzung erneuerbarer Energiequellen.

Das Energieunternehmen plant, die Speicher künftig auch Stadtwerken, Industriebetrieben oder Betreibern von dezentralen Erzeugungsanlagen anzubieten.

EnBW und Audi planen erstes Projekt noch 2020

Das Herzstück der Speicher sind ausgemusterte Batterien aus Elektroautos von Audi. Die „Second-Life-Batterien“ verfügen nach Ende des Fahrzeug-Lebens noch über eine hohe Kapazität und eignen sich daher für den Einsatz in stationären Speichern.

EnBW bietet Audi so eine nachhaltige Zweitnutzung dieser wertvollen Ressource.

Im ersten Schritt wollen die beiden Partner auf dem Betriebsgelände des EnBW-Heizkraftwerks in Heilbronn einen Referenzspeicher errichten. Hier sollen dann verschiedene Anwendungsszenarien getestet werden.

Der Aufbau soll noch in diesem Jahr beginnen. Der Referenzspeicher dient als technisches und prozessuales Vorbild für weitere Anlagen im kommerziellen Betrieb.

Ist dieses erste gemeinsame Projekt erfolgreich, beabsichtigen Audi und EnBW eine langfristige Zusammenarbeit im Bereich Second-Life-Speicher.

Nachhaltige Mobilität plus Versorgungssicherheit

„Das gemeinsame Vorhaben trägt dem Grundgedanken Rechnung, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen“, sagt Arnim Wauschkuhn, Geschäftsführer der Kraftwerksbatterie Heilbronn GmbH und bei EnBW für das Thema stationäre Batteriesystemlösungen verantwortlich.

Die Kooperation sei eine sinnvolle Verbindung der Bereiche Automobil- und Energiewirtschaft. Das jeweilige Know-how, das die Partner einbringen, könne für vielversprechende Synergieeffekte genutzt werden.

„Audi hat sich die emissionsfreie Mobilität zum Ziel gesetzt. Unsere Elektro-Offensive ist dabei ein wichtiger erster Schritt“, sagt Rainer Mangold, Leiter nachhaltige Produktentwicklung bei Audi.

„Unser Anspruch geht aber über das Fahrzeug hinaus, weshalb wir die Entwicklung nachhaltiger Mobilität durch Forschung und Kooperationen vorantreiben. Die Zusammenarbeit mit der EnBW soll aufzeigen, wie eine ressourcenschonende Nutzung von Batterien nach dem Einsatz im Auto aussehen kann“, so Mangold. (wag)


Kontakt zu Audi und EnBW


Audi AG
Auto-Union-Straße 1
85057 Ingolstadt
Tel.: +49 841 890
E-Mail: kundenbetreuung@audi.de
Website: www.audi.de

EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Durlacher Allee 93
76131 Karlsruhe
Tel.: +49 721 6300
E-Mail: kontakt@enbw.com
Website: www.enbw.de

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