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5G NetMobil: Entscheidende Meilensteine auf dem Weg zum vernetzten Fahren

5G NetMobil
„Entscheidende Meilensteine auf dem Weg zum vernetzten Fahren“

Das Projekt „5G NetMobil“ entwickelt Lösungen für mehr Sicherheit und Effizienz durch Echtzeit-Kommunikation.
Das Projekt „5G NetMobil“ entwickelt Lösungen für mehr Sicherheit und Effizienz durch Echtzeit-Kommunikation.
Bild: Bosch
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Weniger Unfälle und geringere Emissionen: Zu diesen Ergebnissen kommt man, wenn man Fahrzeuge und Verkehrs-Infrastruktur vernetzt. Doch dazu benötigt man eine stabile und zuverlässige Datenverbindung. Diese kann mit dem 5G-Mobilfunkstandard oder mit WLAN-basierten Alternativen (ITS-G5) realisiert werden. 16 Partner aus Forschung, Mittelstand und Industrie haben daran im Forschungsprojekt „5G NetMobil“ gearbeitet.

Jetzt haben die 16 Partner ihre Ergebnisse vorgestellt. Und sie sind sich sicher, entscheidende Fortschritte für die neue Ära der Mobilität erzielt zu haben

„Mit dem Projekt 5G NetMobil haben wir entscheidende Meilensteine auf dem Weg zum vollvernetzten Fahren erreicht und zeigen, wie moderne Kommunikationstechnologien unseren Straßenverkehr gleichzeitig sicherer, effizienter und wirtschaftlicher machen“, sagt der parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel.

Das Ministerium hatte das Forschungsprojekt mit 9,5 Millionen Euro gefördert. Das Projekt hat Grundlagen in den Bereichen Netzwerke, Sicherheit und Kommunikationsprotokolle geschaffen. Diese sind die Basis für die Standardisierung, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie erste Serienprojekte der Projektpartner.

5G NetMobil macht den Weg frei für innovative Verkehrskonzepte

Im Straßenverkehr ergeben sich häufig Situationen, die der Fahrer nicht vollständig überblicken kann.

Radar-, Ultraschall- und Video-Sensoren sind die Augen moderner Fahrzeuge. Diese Augen können allerdings weder um eine Straßenecke, noch hinter Hindernisse schauen.

Die Lösung: Die direkte Vehicle-to-Vehicle (V2V), Vehicle-to-Infrastructure (V2I) und Vehicle-to-Network (V2N)-Kommunikation. Fahrzeuge können so untereinander und mit ihrer Umgebung Daten in Echtzeit austauschen– auch weit über den Sichtbereich hinaus.

Die Partner des Projekts 5G NetMobil entwickeln damit etwa einen Assistenten, der Fußgänger und Radfahrer an unübersichtlichen Kreuzungen schützt. Eine in der Infrastruktur verbaute Kamera erkennt die Fußgänger und warnt Fahrzeuge, um kritische Situationen zu verhindern.

Platooning: Nutzfahrzeuge können dicht hintereinander herfahren

Ein anderes Beispiel des Forschungsprojekts ist das Platooning: Zukünftig können sich Nutzfahrzeuge in sogenannten Platoons zusammenschließen und in sehr geringem Abstand hintereinander herfahren. Gas-, Brems- und Lenkeingriffe erfolgen mittels V2V-Kommunikation synchron.

Das automatisierte Fahren im Windschatten in der Kolonne reduziert den Kraftstoffverbrauch und erhöht die Sicherheit auf den Autobahnen.

„Die Arbeit des Forschungsprojekts ist für ein breites Anwendungsspektrum relevant“, sagt Frank Hofmann von der Robert Bosch GmbH. Er koordiniert das Projekt von der Industrieseite her. Von 5G NetMobil profitierten nicht nur die Projektpartner, sondern besonders die Verkehrsteilnehmer, ist sich Hofmann sicher.

5G NetMobil: Umgang mit nachlassender Netzqualität

Das Forschungsprojekt hatte das Ziel, zentrale Herausforderungen der automobilen Echtzeit-Kommunikation zu lösen. Vernetztes Fahren funktioniert nur dann, wenn die direkte Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und der Infrastruktur gegeben ist – zuverlässig, mit hohen Datenraten und geringen Latenzzeiten.

Doch was passiert, wenn sich die Qualität der Datenverbindung ändert? Dafür haben die Projektpartner ein agiles „Quality of Service„-Konzept erarbeitet. Änderungen der bereitgestellten Netzqualität werden so erkannt und an die vernetzten Fahrfunktionen weitergegeben.

Beim Platooning können so bei abnehmender Qualität des Netzes die Abstände der einzelnen Fahrzeuge der Kolonne automatisch vergrößert werden.

Slicing: Virtuelle Netzwerke innerhalb des Hauptnetzes

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt war die Einteilung des Mobilfunknetzwerks in einzelne virtuelle Netze innerhalb des Hauptnetzes, das so genannte Slicing.

Für die Datenübertragung sicherheitskritischer Funktionen – wie die Warnung vor einem Fußgänger an einer Kreuzung – wird ein separates Teilnetz genutzt. So ist die Übertragung zu jeder Zeit gewährleistet.

Dienste wie Video-Streaming oder die Aktualisierung der Straßenkarte werden in einem davon getrennten virtuellen Netz gesteuert und unter Umständen kurzfristig zurückgestellt, wenn nur eine geringe Datenrate zur Verfügung steht.

„Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in die weltweite Standardisierung der Kommunikationsinfrastruktur ein und sind wesentliche Grundlagen weiterer Entwicklungen der Partnerunternehmen“, so Hofmann.

Eine Übersicht der 5G NetMobil-Projektpartner finden Sie auf der Website von Bosch. (wag)


Kontakt zu Bosch


Robert Bosch GmbH
Robert-Bosch-Platz 1
70839 Gerlingen-Schillerhöhe
Tel.: +49 711 4004 0990
E-Mail: kontakt@bosch.de
Website: www.bosch.de

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