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Mit dem „Inflation Reduction Act“ sorgt die US-Regierung für einen scharfen Wettbewerb um kritische Rohstoffe wie Lithium

Bidens Inflation Reduction Act beeinflusst den Markt der E-Autos
Der harte Wettbewerb ums Lithium

Der harte Wettbewerb ums Lithium
USA: Käufer von Elektroautos sollen laut dem „Inflation Reduction Act“ künftig bis zu 7.500 US-Dollar erhalten. Bild: NVB Stocker/stock.adobe.com

Mit dem „Inflation Reduction Act“ subventioniert die US-Regierung nicht nur grüne Technologien, sondern sorgt auch für einen scharfen Wettbewerb um kritische Rohstoffe wie Lithium. Europa könnte hier ins Hintertreffen geraten. Arcadia Minerals besitzt Lithium-Vorkommen in Ländern, die sowohl für die USA wie für Europa von Interesse sind. Profiteure dieses aufkommenden Konkurrenzkampfes sind Unternehmen wie Arcadia Minerals, die Lithiumvorkommen in Ländern besitzen, die sowohl für die USA wie für Europa von Interesse sind.

Ein Beitrag der Beratungsagentur Dr. Reuter Investor Relations, Frankfurt/Main

„America first“, gilt auch unter Präsident Joe Biden. Und so konkurrieren die USA nicht nur mit China um wichtige Rohstoffe, sondern auch mit Europa. Unter anderem geht es um Lithium, den Stoff, aus dem die Batterien von Smartphones, Laptops und Elektroautos sind.

Biden will grüne Technologien in den Vereinigten Staaten nämlich mit Milliarden subventionieren. Davon sollen aber vor allem einheimische Unternehmen profitieren. So erhalten Käufer von Elektroautos laut dem „Inflation Reduction Act“ künftig bis zu 7.500 US-Dollar. Dies gilt allerdings nur für Fahrzeuge mit einem Verkaufspreis unter 55.000 US-Dollar. Bei Trucks und SUV gilt eine Obergrenze von 80.000 US-Dollar.

Die Hälfte der 7.500 US-Dollar gibt es allerdings nur dann, wenn alle Teile des Fahrzeugs in den USA produziert wurden. Das benachteiligt all jene Unternehmen, die ihre Elektroautos in die Staaten exportieren, und löst nicht nur in Europa Bedenken aus. Es lohnt sich also, Produktion zu verlagern.

Das Gesetz sorgt aber auch für eine Verknappung des Angebots an Rohstoffen aus den USA. Denn die zweite Hälfte des vollen Subventionsbetrags gibt es nur dann, wenn auch große Teile der Batterie in den USA produziert wurden.

Vor allem dürfen keine Rohstoffe aus bestimmten Ländern darin verbaut werden. Somit wären ausländische Unternehmen gezwungen, nicht nur das Auto in den USA zusammen zu bauen, sondern auch die Rohstoffe aus den USA und befreundeten Staaten zu besorgen. Der Konkurrenzkampf wäre kaum zu gewinnen, schon gar nicht auf kurze Sicht.

Das bedeutet aber auch, dass der Wettbewerb um Lithium und Co. vor allem mit Europa angeheizt wird. Denn auch auf dieser Seite des Atlantiks besteht schon aus geopolitischen, aber auch oft aus umwelttechnischen oder sozialen Gründen, der Druck, nur aus bestimmten Ländern Rohstoffe zu beziehen. Die Folge ist klar: Unternehmen müssen sich auf einen harten Wettbewerb um Rohstoffe aus soliden und sicheren Jurisdiktionen einstellen.

Dazu kommt, dass auch China, der mit Abstand größte Elektroautomarkt der Welt, schon heute etwa zwei Drittel seines Lithiumbedarfs durch Importe deckt. Zudem haben die Chinesen mit Batterieriesen wie CATL die mit Abstand größten Kapazitäten aufgebaut. Nun stehen also Europas Autohersteller vor einer großen Herausforderung.

Lithium USA Petalit
Petalit, ein Lithium-Aluminium-Silikat, ist eine wichtige Lithiumquelle und kommt, wie das hier beschriebene Lithium-Carbonat, in Namibia vor.
Bild: RHJ/stock.adobe.com

Profiteure dieses Konkurrenzkampfs sind Unternehmen, die ihre Lithium-Vorkommen in Ländern haben, die von den USA, Europa und China als befreundet angesehen werden. Dazu zählt auch Namibia. Dort ist auch Arcadia Minerals aktiv.

Das Unternehmen aus Australien hat sich mit Bitterwasser ein attraktives Lithium-Vorkommen im Südwesten Afrikas gesichert. Im August 2022 veröffentlichte Arcadia zuletzt eine Ressourcenstudie für Bitterwasser, die ein Wachstum von 560 Prozent zeigte. Bitterwasser umfasst nun 286.909 Tonnen Lithiumkarbonat (Li2CO3).

Der Erzkörper ist aber erst in Teilen erforscht und bietet die Chance, die Ressource noch deutlich zu vergrößern. Das Ziel des Unternehmens ist es, ein Lithiumprodukt in Batteriequalität zu liefern.

Den nächsten Schritt dahin hat Arcadia Minerals dann Ende Oktober 2022 gemacht. Da zeigte das neue Explorationsprogramm, dass signifikante geophysikalische Anomalien vorliegen, die auf hochgradig leitfähige, lithiumreiche, wässrige Solebecken hinweisen. Somit scheint sich zu bewahrheiten, dass Bitterwasser das Potenzial zu einem großen Lithium-Vorkommen hat.


Über Arcadia Minerals

Arcadia Minerals ist ein Unternehmen, dass sich hauptsächlich auf Batteriemetalle konzentriert hat und hier den besonderen Fokus auf Namibia setzt. Die derzeit untersuchten Mineralien bestehen aus dem fortgeschrittenen Swanson-Tantal-Projekt und dem Battery-Metals-Portfolio, das aus dem Kumn-Kum-Nickelprojekt, dem Bitterwasser-Lithium-in-Sole- und Lithium-in-Ton-Projekt und dem Karibib-Kupferprojekt besteht. Das Karibib-Projekt enthält auch ein bedeutendes Goldexplorationspotenzial.

Die Aktie von Arcadia Minerals konsolidierte Mitte / Ende November 2022 leicht unter den Spitzenkursen aus dem August 2022. Mit Blick auf weitere Bohrergebnisse besteht hier Potenzial dafür, dass die Jahreshöchstkurse in den kommenden Monaten fallen könnten, so Dr. Reuter Investor Relations. (eve)

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