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Porsche SE nimmt Prognose für Konzernergebnis für Geschäftsjahr 2020 zurück

Automotive
Update: Porsche SE nimmt Prognose für Konzernergebnis zurück

Porsche-Werk Zuffenhausen
Porsche SE hat seine Prognose des Konzernergebnis um rund 26 Prozent aufgrund der Coronakrise zurückgenommen.
Bild: Porsche
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Die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart („Porsche SE“), nimmt ihre Prognose zum Konzernergebnis nach Steuern für das Geschäftsjahr 2020 zurück. Das Ergebnis des Porsche SE Konzerns wird maßgeblich von dem der Porsche SE zuzurechnenden at Equity-Ergebnis und damit von der Ergebnissituation des Volkswagen Konzerns beeinflusst.

Die Volkswagen AG hat mitgeteilt, dass der Ausblick für das Geschäftsjahr 2020 aufgrund der Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf das Geschäft des Volkswagen Konzerns zurückgenommen wird. Somit wirkt sich das auch auf die bereits getroffene Prognose bei Konzerntochter Porsche aus.

In der Pressemitteilung heißt es, dass der Vorstand der Volkswagen AG derzeit davon ausgeht, dass die bisherigen Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020, die mit dem Geschäftsbericht 2019 veröffentlicht wurden, vor dem Hintergrund der andauernden Covid-19 Pandemie und deren erheblichen Einflusses auf das Geschäft des Volkswagen Konzerns nicht mehr erreicht werden können.

Derzeit ist für die Volkswagen AG nicht absehbar, wann eine neue Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr möglich ist. Insofern ist es auch dem Vorstand der Porsche SE bis auf Weiteres nicht möglich, eine neue Prognose abzugeben.

Die bisherige Prognose zur Nettoliquidität des Porsche SE Konzerns bleibt nach derzeitiger Einschätzung von dieser Entwicklung unberührt. Sie liegt – ohne Berücksichtigung weiterer Investitionen – in einem Korridor von 0,4 bis 0,9 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2020. (ag)


Originalmeldung vom 25.3.2020

Deutschlands Automobilhersteller durchleben aktuell keine einfachen Zeiten. Der Stuttgarter Sportwagen Porsche hat gestern, 24. März 2020, verkündet, dass das Konzernergebnis nach Steuern der Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE), im Geschäftsjahr 2019 auf 4,4 Milliarden Euro gestiegen ist. Das entspricht einem Plus von 26,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (3,5 Milliarden Euro).

Diese Entwicklung sei maßgeblich durch das at Equity-Ergebnis aus der Beteiligung an der Volkswagen AG, Wolfsburg, von 4,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,6 Milliarden Euro) beeinflusst worden, heißt es von Porsche.

Zum Stichtag 31. Dezember 2019 betrug die Konzern-Nettoliquidität 553 Millionen Euro (Vorjahr: 864 Millionen Euro). Der Rückgang ist insbesondere auf den Erwerb von Volkswagen Stammaktien im 1. Quartal 2019 zurückzuführen.

„Die Finanzkennzahlen der Porsche SE werden ebenso wie ihre Dividendenpolitik maßgeblich von der Entwicklung des Volkswagen Konzerns beeinflusst. Daher liegen die erfolgreiche Entwicklung und die Steigerung des Unternehmenswerts von Volkswagen im ureigenen Interesse der Porsche SE“, erläutert Hans Dieter Pötsch, Vorstandsvorsitzender der Porsche SE.

Positive Entwicklungen bei Beteiligungsgesellschaften

Auch die weiteren Beteiligungen des Porsche SE Konzerns haben sich im vergangenen Geschäftsjahr positiv entwickelt. So hat die PTV Group (PTV), Karlsruhe, dank eines starken vierten Quartals ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2019 auf 116 Millionen Euro gesteigert. Unter dem Strich steht ein zweistelliges Umsatzwachstum und ein auf Ebene der PTV positives operatives Ergebnis (vor PPA-Effekten) von 5 Millionen Euro.

„Als langfristig orientierter Investor unterstützen wir die PTV bei dieser Transformation. Wir sind überzeugt, dass die neue Strategie dem Unternehmen eine vielversprechende Wachstumsperspektive eröffnet“, sagt Hans Dieter Pötsch.

Darüber hinaus ist die Porsche SE an vier US-Technologieunternehmen beteiligt. AEVA, Palo Alto/Kalifornien, ist spezialisiert auf den Bereich der laserbasierten Objekterkennung, kurz LIDAR (Light Detection and Ranging) und hat hier eine hochintegrierte Lösung entwickelt.

„Aufgrund der technischen Vorteile ist LIDAR eine Schlüsseltechnologie für fortgeschrittene Fahrerassistenzsysteme und wird zentral für automatisiertes und autonomes Fahren sein. Mit unserer Beteiligung an AEVA können wir langfristig von der zu erwartenden exponentiellen Marktentwicklung im LIDAR-Bereich profitieren“, erläutert Pötsch.

INRIX, Kirkland/Washington, ist ein führender Anbieter von Echtzeitverkehrsinformationen. Auch die beiden 3D-Druck-Spezialisten Markforged, Watertown/Massachusetts, und Seurat, Mountain View/Kalifornien, haben 2019 Fortschritte beim Absatz bzw. bei der Entwicklung ihrer Produkte gemacht.

Prognose für 2020 steht durch Coronavirus vor Unsicherheiten

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2019 ging der Vorstand der Porsche SE basierend auf der derzeitigen Konzernstruktur des Porsche SE Konzerns und des Volkswagen Konzerns von einem positiven Konzernergebnis nach Steuern zwischen 3,5 Milliarden Euro und 4,5 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2020 aus.

Die Nettoliquidität des Porsche SE Konzerns sollte sich nach dieser Einschätzung zum 31. Dezember 2020 ohne Berücksichtigung künftiger Investitionen voraussichtlich zwischen 0,4 Milliarden Euro und 0,9 Milliarden Euro bewegen.

Das Konzernergebnis nach Steuern der Porsche SE wird im Wesentlichen durch die Ergebnisentwicklung des Volkswagen Konzerns beeinflusst, die im Jahr 2020 insbesondere von Unsicherheiten aufgrund der in den letzten Tagen weltweit rasant voranschreitenden Ausbreitung der COVID-19-Pandemie und den damit einhergehenden Verwerfungen an den Kapitalmärkten und in der Realwirtschaft geprägt sein wird. Daher unterliegen auch die Prognosen der Porsche SE für das Geschäftsjahr 2020 entsprechend hohen Unsicherheiten.(ag)


Kontakt zu Porsche

Porsche Automobil Holding SE
Porscheplatz 1
70435 Stuttgart
Telefon: +49 (0)711-911-11021
E-Mail: contact@porsche.de
Website: www.porsche.de

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