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PwC-Studie: Europa hat das weltweit stärkste Wachstum an E-Mobilität

Elektromobilität
Europa hatte 2019 das weltweit stärkste Wachstum bei E-Mobilität

PwC Elektromobilität Wellnhofer Designs Adobe Stock
Im Bereich Elektromobilität verzeichnete Europa 2019 mit 78 Prozent das weltweit größte Wachstum. Bild: Wellnhofer Designs / stock.adobe.com
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In diesen Tagen hört man recht häufig, dass die E-Mobilität nur sehr schwer in die Gänge kommt. Eine Analyse von PwC hat nun ergeben, das die globalen die Neuzulassungen von E-Fahrzeugen auf den wichtigsten Märkten im vierten Quartal 2019 zum selben Zeitraum im Vorjahr deutlich zurück gegangen sind. Europa hat allerdings um rund 78 Prozent zugelegt.

Der Rückgang bei den batterieelektrischen Fahrzeugen betrug 20,4 Prozent, bei Plug-In-Hybriden sogar 23,9 Prozent. Bei den Hybriden ging das Wachstum allerdings ungebrochen weiter. Sie legten um 30,5 Prozent zu. Im Gesamtjahr 2019 hingegen stieg die Zahl neuzugelassener reiner Elektroautos  um 13,8 Prozent (knapp 1,4 Millionen Fahrzeuge auf allen analysierten Märkten), während die Plug-In-Hybride um fast ebenso viel zurückgingen (13,2 Prozent, 449.660 Neuzulassungen).

Bei Hybridfahrzeugen stand am Ende ein Wachstum von 23,2 Prozent (gut 1,4 Millionen Neuzulassungen). Durch den Anreizmechanismus des Flottenverbrauchziels auf den europäischen Märkten erwarten die Experten von PwC für 2020 insgesamt eine Erholung des globalen E-Automobilmarktes.

E-Mobilität in Europa mit anhaltendem Wachstum

Für die Top-5-Länder auf dem europäischen Markt – Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien – zeigt der langfristige Trend bei den neuzugelassenen E-Fahrzeugen weiterhin annähernd eine jährliche Verdopplung.Das gilt im Wesentlichen auch für 2019. So legten die batteriebetriebenen Autos in Europa etwa um 78 Prozent zu. „Bezieht man die Verzögerungen einiger Fahrzeuge ein, bestätigt 2019 in der Langzeitbetrachtung den erwarteten Trend“, erläutert PwC-Experte Christoph Stürmer mit Blick auf die erkennbaren Verfügbarkeitsprobleme bei europäischen Herstellern. Außerdem gebe es für das vierte Quartal 2019 einen gewissen Verzögerungseffekt, indem Händler die „Stromer“ mit Blick auf die CO2-Flottenziele für 2020 zum Teil zurückhielten.

Verfügbarkeitsprobleme in Deutschland

In Deutschland, dem weltweit drittgrößten Markt für E-Fahrzeuge, legten die batterieelektrischen Fahrzeuge im vierten Quartal 2019 um 39,2 Prozent zu (Gesamtjahr: +76 Prozent, rund 60.000 Neuzulassungen), die Plug-In-Hybride um 227,5 Prozent (Gesamtjahr: +43,7 Prozent, ca. 45.000 Neuzulassungen) und die Hybride um 110,8 Prozent (Gesamtjahr: 96,2 Prozent, gut 190.000 Neuzulassungen). Nach wie vor gebe es Produktionsprobleme bei den E-Fahrzeugen, und manche Hersteller hätten bereits Kurzarbeit angekündigt, erklärt Christoph Stürmer.

In Frankreich legten die batterieelektrischen Fahrzeuge im vierten Quartal 2019 um 14,3 Prozent zu (Gesamtjahr: +37,7 Prozent), die Plug-In-Hybride um 83,2 Prozent (Gesamtjahr: +28 Prozent), die Hybride um 21,3 Prozent (Gesamtjahr: +16,3 Prozent). „In Frankreich sind E-Fahrzeuge bereits in der Fläche gut verfügbar, wobei die Leitregion Paris sichtbare Signale setzt“, erläutert Felix Kuhnert von PwC. Dort gebe es zum Beispiel inzwischen zahlreiche Anbieter von elektrischem Carsharing, inzwischen passiere auch im Rallye- und Rennsport viel. „In Frankreich hat die Elektromobilität bereits etwas Spielerisches, einen gewissen Spaßfaktor gewonnen, und ist damit im Markt gut angekommen“, sagt Felix Kuhnert, Partner und Global Automotive Leader bei PwC Deutschland.

„Die Planung von Tesla, ihre Gigafactory nach Deutschland zu bringen, wird der Gesamtentwicklung hin zur Elektromobilität guttun.“
— Felix Kuhnert, Partner und Global Automotive Leader bei PwC Deutschland

China stabilisiert sich, E-Mobilität wird in USA zu stabiler Nische

Bei der Betrachtung der einzelnen Regionen fällt im vierten Quartal 2019 bei China, dem weltweit stärksten Markt für E-Mobilität, ein Rückgang der batterieelektrischen Fahrzeuge um fast ein Drittel (32,6 Prozent) auf; bei den Plug-In-Hybriden waren es sogar -49,4 Prozent. Dennoch kam China im Gesamtjahr auf ein Wachstum von immer noch 4,2 Prozent – mit insgesamt mehr als 825000 verkauften Einheiten weiterhin der weltweit größte Markt für Elektrofahrzeuge.

„In China sehen wir eher eine Konsolidierung des Marktes“, erläutert Felix Kuhnert. „Der deutliche Rückgang hat globale Konzerne zudem weniger stark getroffen als chinesische Hersteller.“ Letztgenannte arbeiteten technisch massiv an Neuerungen, zudem sei mit NIO ein erster neuer, sehr dynamischer Hersteller auf dem Markt. „Wir erwarten daher ein gesundes Jahr 2020 in China – trotz des Rückgangs im vergangenen Quartal.“, so Kuhnert.

In Großbritannien legten die „Stromer“ im vierten Quartal 2019 mit 203,4 Prozent um über das Doppelte zu (Gesamtjahr: 144,4 Prozent), die Plug-In-Hybride kamen demgegenüber lediglich auf 10,2 Prozent Wachstum (Gesamtjahr: -21,3 Prozent), die Hybride auf 31,1 Prozent (Gesamtjahr: 15,4 Prozent). „Das Umschwenken vom Diesel auf Elektroautos ist in Großbritannien in vollem Gange“, erläutert PwC-Experte Stürmer und ergänzt: „Interessant ist vor allem, dass man dort die E-Autos inzwischen als fahrenden Stromspeicher, also als Teil einer Gesamtstrategie betrachtet, von der Windkraftanlage bis zum Privathaushalt.“

Durchgehende Strategie für E-Mobilität fehlt in vielen Ländern

„Mehr und mehr Fahrzeuge werden verfügbar, aber noch auf sehr niedrigem Niveau“, so PwC-Experte Stürmer. Insgesamt wurden 2019 in Italien lediglich knapp 11.000, in Spanien gut 12.000 reine „Stromer“ neuzugelassen. Gesetzliche Verbrauchsziele beeinflussen 2020 den europäischen Automobilmarkt. „Die verschärften Flottenverbrauchsziele der Europäischen Union stellen Hersteller vor Eine solche durchgehende Strategie fehle den meisten anderen Ländern noch, darunter Italien und Spanien. Die steile Zunahme der batterieelektrischen Fahrzeuge von 113,1 Prozent in Italien bzw. 95 Prozent in Spanien zeige deren spätes Aufwachen in puncto Elektromobilität. die Herausforderung, entscheidend mehr Elektroautos zu verkaufen.“(ag)


Kontakt zu PwC

PricewaterhouseCoopers GmbH
Friedrich-Ebert-Anlage 35-37
60327 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 9585 0
E-Mail: de_kontakt@pwc.com
Website: www.pwc.de

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