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Level 2+ und Level 4: ZF zeigt auf der CES neue Wege zum automatisierten Fahren

Automotive
ZF stellt günstiges Level 2+ System für automatisiertes Fahren vor

ZF coAssist Autonomes Fahren
ZF stattet demnächst asiatische Großserien mit günstiger Level-2-Technik aus. Bild: ZF Friedrichshafen
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Automatisiertes und autonomes Fahren machen den Verkehr der Zukunft sicherer, effizienter und komfortabler. Automotive-Zulieferer und Getriebe-Spezialist ZF Friedrichshafen hat auf der CES in Las Vegas neue Level 2+ und Level 4 Systeme vorgestellt. 

Je nach Anwendung fordert der Markt für autonomes Fahren unterschiedliche Lösungen: Beim Pkw haben vorerst intelligente Assistenzfunktionen, so genannte Level 2+ Systeme, das größte Potenzial. Dagegen werden sich bei Nutzfahrzeugen und im städtischen Personentransport voraussichtlich vollautomatisierte Systeme nach Level 4 und höher durchsetzen. Das belegen aktuelle Aufträge, die ZF von Pkw- und Lkw-Herstellern erhalten hat.

„ZF bietet komplette Systeme mit unterschiedlichen Leistungsstufen an und ist mit Lösungen für Pkw, Nutzfahrzeuge und Industrietechnik in allen relevanten Anwendungsfeldern aktiv. Es zahlt sich jetzt aus, dass wir uns rechtzeitig strategisch auf diesen Bedarf eingestellt haben“, erläutert ZF-Vorstandsvorsitzende Wolf-Henning Scheider.

ZF coAssist: Erster Größauftrag für günstigere Fahrzeugsegmente

Das Unternehmen kann deshalb heute sein breites Technologieangebot auf jede Anforderung hin skalieren. „Mit ZF coASSIST machen wir erstmals ein Level 2+ System mit aus der Oberklasse bekannten Sicherheits- und Komfortfunktionen für günstigere Fahrzeugsegmente erreichbar“, erklärt Scheider. Die Friedrichshafener haben  von einem namhaften asiatischen Automobilhersteller einen Großauftrag für die Lieferung des Level 2+ Einstiegssystems coASSIST für Pkw ab Ende 2020 erhalten. Zum Lieferumfang zählen System- und Software-Entwicklung, Umfeldsensorik und zentrale elektronische Steuereinheit.

Auf der Grundlage von Kamera- und Radardaten ermöglicht das Level 2+ System Funktionen wie etwa Abstandsregel-Tempomat, Verkehrszeichenerkennung, Spurwechsel-, Spurhalte- und Stauassistent.„Für Pkw sehen wir bei Level 2+ Konzepten das größte Potenzial, automatisierte Fahrfunktionen umzusetzen und für alle Autofahrer erreichbar zu machen“, erläutert Scheider. Assistenzfunktionen werden hier durch ein zusätzliches Steuergerät zu einem ganzheitlich agierenden, leistungsfähigen und intelligenten Fahrerassistenzsystem zusammengeführt.

Aus dem erhöhten Funktionsumfang ergeben sich für die Fahrer mehr Sicherheit und mehr Komfort als bei isolierten Fahrerassistenzsystemen. Gegen höhere Automatisierungslevel bei Pkw sprechen aktuell die hohen Systemkosten sowie die noch nicht geklärten rechtlichen Rahmenbedingungen. Laut ZF soll der coASSIST dabei als komplettes System für deutlich unter 1.000 US-Dollar erhältlich sein. Das Unternehmen bietet neben coASSIST mit ZF coDRIVE und ZF coPILOT weitere Level 2+ Systeme an.

Entwicklungsauftrag aus dem Nutzfahrzeugsegment für ZF ProAI

„Bei Nutzfahrzeugen sehen wir dagegen schon jetzt eine Nachfrage nach Systemen, die vollautomatisiertes Fahren nach Level 4 und höher in wenigen Jahren möglich machen“, verdeutlicht Scheider. Nutzfahrzeuge können schon heute auf geschlossenen Arealen oder abgegrenzten Fahrspuren vollautomatisiert fahren. Zudem ergeben sich durch fahrerlosen Transport auf Betriebshöfen oder im städtischen Personentransport Einsparpotenziale, die zu einer raschen Amortisierung der Systemkosten führen. Ein internationaler Nutzfahrzeughersteller hat ZF den Auftrag für die Entwicklung der ZF ProAI RoboThink erteilt: Ab 2024/25 soll diese als Zentralrechner eines vollautomatisierten Level 4 Systems im Lkw zum Einsatz kommen.

ZF kooperiert mit Microsoft und bietet Software-Produkte an

Außerdem stellt ZF die Weichen für eine schnellere und umfassendere Software-Entwicklung: Gemeinsam mit Microsoft wird ZF die Geschwindigkeit und Qualität seiner Prozesse, Methoden und Lösungen im Software-Engineering an das Vorbild von IT-Unternehmen anpassen. Durch diesen Wandel möchte ZF seine globalen Ressourcen effizienter einsetzen und besser auf Kundenbedürfnisse reagieren, heißt es. In der Zusammenarbeit mit Microsoft nutzt ZF die Azure Cloud-Services und Entwicklertools sowie Microsofts Erfahrungen in der agilen Softwareentwicklung. In Zukunft wird ZF auch als Anbieter von reinen Software-Produkten im Automotive-Markt auftreten. „Die Mobilitätsbranche ist weiterhin einem starken Wandel ausgesetzt. Das ist der Grund, weshalb sich auch ZF weiter wandelt. Es gilt, unsere Kunden mit Innovationen zu überzeugen, die ihnen – und damit schlussendlich den Endverbrauchern – einen Mehrwert bieten. Und das sind künftig zum Beispiel verstärkt auch Softwareprodukte“, erläutert Wolf-Henning Scheider.(ag)


Kontakt zu ZF

ZF Friedrichshafen AG
Löwentaler Straße 20
88046 Friedrichshafen
Tel.: +49 7541 770
E-Mail: postoffice@zf.com
Website: www.zf.com

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