Bitkom-Studie

3D-Druck-Technologien in Deutschland auf dem Vormarsch

3D-Druck in der Industrie
Laut einer Studie des Bitkom hat bereits jedes dritte Unternehmen die 3D-Druck-Technologie im Einsatz. Bild: Robert Kneschke / fotolia.com
Anzeige

Jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) nutzt laut einer aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom bereits 3D-Druck-Technologien. Das bedeutet eine Anstieg von vier Prozent im Vergleich zu 2018. Im Jahr 2016 gaben nur 20 Prozent der Unternehmen an, 3D-Drucker einzusetzen.

Für die Studie wurden insgesamt 555 Industrieunternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt. „Die deutsche Industrie hat das große Potenzial der 3D-Drucktechnologie erkannt“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Seiner Einschätzung nach werden die Unternehmen dadurch flexibler in der Produktion, könnten Kosten einsparen, den Materialeinsatz reduzieren und Ressourcen schonen. „Durch die Fertigung etwa von Ersatzteilen direkt vor Ort kann auf lange Lieferwege verzichtet werden. So wird auch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet“, so Berg.

Für den Großteil der Unternehmen ist der 3D-Druck eine Schlüsseltechnologie: So halten es 78 Prozent der befragten Unternehmen für wahrscheinlich, dass der 3D-Druck Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten tiefgreifend verändern wird (2018: 70 Prozent). Lediglich sieben Prozent der Befragten sehen im 3D-Druck keinerlei disruptives Potenzial. „Traditionelle Fertigungsverfahren werden bislang zwar noch nicht vollständig vom 3D-Druck verdrängt“, sagt Berg. „Dennoch hat er großes Potenzial, sich in vielen Bereichen zum bevorzugten Produktionsverfahren zu entwickeln.“

Bitkom-Grafik zum Thema 3D-Druck
Auf die Frage: „Nutzen Sie in Ihrem Unternehmen 3D-Druck?“ antwortete jedes dritte der befragten Unternehmen mit „Ja“. Bild: Bitkom.

Technologie hat mehrere Vorteile

Die Unternehmen setzen den 3D-Druck unterschiedlich ein. So geben 42 Prozent der Industrieunternehmen an, per 3D-Druck Muster, Gießformen oder Werkzeuge herzustellen. Ersatzteile für Produkte werden von 35 Prozent produziert. 30 Prozent erstellen damit Modelle. Am 3D-Druck schätzen die Unternehmen vor allem, dass sich mit ihm individualisierte Produkte herstellen lassen. Von den Befragten heben dies 61 Prozent hervor, acht Prozent mehr als im Vorjahr. Einen weiteren Vorteil sehen 55 Prozent der befragten Unternehmen in der erhöhten Flexibilität in der Herstellung (2018: 50 Prozent). Ein kleinerer, aber stetig wachsender Teil verweist auf gesunkene Kosten: 16 Prozent sind der Ansicht, dass sich durch den 3D-Druck eine Ersparnis erzielen lässt. Im Vorjahr waren es noch 12 Prozent.

„Es kommt jetzt darauf an, Deutschland bei der additiven Fertigung international wettbewerbsfähig zu halten“, sagt Bitkom-Präsident Berg. „Wir müssen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Einführung des 3D-Drucks fördern und unterstützen. Vor allem aber ist von Bedeutung, dass in allen Bildungsstufen digitales Know-how gelehrt und der 3D-Druck schnell in relevante Ausbildungsberufe integriert wird.“ (wag)

Anzeige

Smarte Maschinen im Einsatz

Konferenz „Smarte Maschinen im Einsatz – Künstliche Intelligenz in Unternehmen“ am 15. Oktober 2019

Konradin Industrie

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Aktuelle Whitepaper aus der Industrie

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de