Fertigung

Antriebselemente für Montagelinien im Automobilbau

In der PKW-Fertigung hat es rund um die Uhr rund zu laufen – und entsprechend robust müssen die Fertigungssysteme sein. Foto: Herrndorff / fotolia.
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Stillstand ist keine Option: In der Automobilmontage werden rund um die Uhr Komponenten zusammengefügt – Ausfallzeiten durch Maschinenstillstand können die komplette Produktion zum Erliegen bringen und immense Kosten verursachen. Damit diese Situation auch im Dauerbetrieb nie eintritt, müssen die eingesetzten Maschinenteile langfristig zuverlässig arbeiten.

In einer Montagelinie zur Fahrzeugmontage sind viele verschiedene Vorgänge zu koordinieren. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Modellspezifikation jedes Fahrzeugs in Bezug auf das jeweilige Zubehör korrekt ist, und natürlich darf dabei kein Teil zerstört oder beschädigt werden. All dies ist zudem in einem sekundengenauen Zeitplan unterzubringen, dessen Ablauf sich ständig wiederholt. Raum für Fehler, Verzögerungen oder Stillstand ist dabei nicht vorgesehen.

Die Karosserien werden entlang der Fertigungslinie von Montagestation zu Montagestation auf Plattenförderern transportiert. Armaturen und Komponenten werden über spezielle Aufhängungen in Hängebahnen oder auf Rollenförderern laufenden Waggons den Monteuren an der Fertigungslinie bereitgestellt. Zeitlich synchronisiert kommen dort – über separate Zulaufförderer transportiert – weiteres Zubehör, Einzelkomponenten und Baugruppen an.

Das japanische Unternehmen Tsubaki gilt als einer der führenden Hersteller solcher antriebstechnischer Produkte für die Automobil-Montagelinie, die etwa in Förderbändern, Kränen oder Hebezeugen eingesetzt werden. Die Bandbreite an Systemen sowie deren Einsatzbereich sind dabei sehr groß, wie die nachfolgenden Beispiele zeigen:

Nadellagerrollen vermeiden Ruckeln

Das Merkmal der Nadellagerrollen-Förderkette sind die in den Rollen eingebetteten Zylinderlager. Vor allem bei langen Förderstrecken bietet diese Kette einen minimierten Rollwiderstand bei reduziertem Energieverbrauch. Die speziellen zylindrischen Lager verhindern den Stick-Slip-Effekt in Form von Ruckeln, der bei niedrigen Geschwindigkeiten auftreten kann. Das ermöglicht eine gleichmäßige Bewegung und präzise Positionierung der Fahrzeugkarosserien entlang der Montagelinie.

Hubgeräte

Mit Liftmastern lassen sich schwere Bauteile wie Motoren, Getriebe, Aufhängungen und Fahrzeugaufbauten heben. Die kombinierte Hubeinrichtung aus Stahlträger und Spindelhubsystem wird einfach an der benötigten Montagestelle aufgestellt, ohne spezielle bauliche Maßnahmen vornehmen zu müssen.

Für die schnelle und präzise Positionierung von Automobilkomponenten kommen wartungsfreundliche Zip-Kettenantriebe zum Einsatz. Diese Hochgeschwindigkeitssysteme erhöhen die Arbeitseffizienz und Produktivität bei wiederkehrenden Routinebewegungen, so dass sich das Personal auf andere Tätigkeiten konzentrieren kann.

Die elektromechanischen Hubzylinder öffnen und schließen die Zangenaufhängung der Fahrzeugkarosserien auf den Hängebahnen. Die elektrisch betriebenen Powerzylinder bieten gegenüber Hydraulikausführungen eine saubere Arbeitsweise und einfache Installation von Anschluss und Verkabelung.

Doppelt fördert besser

Die spezielle Konstruktion der Double-Plus-Kette basiert auf zwei Rollen mit unterschiedlichen Durchmessern, die sich um einen gemeinsamen Bolzen drehen. Beim Transport von Kleinteilen beispielsweise befördert eine große Mittelrolle die Kisten, während eine kleinere, nach außen überstehende Rolle die Kette in der Führungsschiene hält. Während sich die Rollen drehen, führen die verschiedenen Durchmesser zu unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Die größere Rolle dreht sich dabei 2,5 Mal schneller als die kleinere. Dadurch erfahren auch die Kisten eine höhere Fördergeschwindigkeit als die Kette, was das Fördersystem weniger belastet und den Verschleiß reduziert.

Angela Struck ist freie Journalistin und Geschäftsführerin des Presse Service Büros in Langenpreising.

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