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Autos parken in Stuttgart jetzt automatisiert und ohne Fahrer ein

Im Parkhaus des Mercedes-Benz-Museums startet Pilotprojekt
Autos parken in Stuttgart jetzt automatisiert und ohne Fahrer ein

Mercedes Bosch Automatisiertes Parken
Im Parkhaus des Mercedes-Benz-Museums parken Autos ab sofort selbständig ein. Bild: Daimler
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Bosch und Daimler sprechen von einem Meilenstein auf dem Weg zum automatisierten Fahren: Die beiden Unternehmen haben für das automatisierte Parksystem im Mercedes-Benz-Museum Stuttgart eine Freigabe des Landes Baden-Württemberg erhalten. Der automatisierte Vorfahr- und Einparkservice wird per Smartphone-App abgerufen und kommt ohne Sicherheitsfahrer aus, schreibt Daimler in einer Pressemitteilung. Es ist damit das weltweit erste behördlich für den Alltagsbetrieb zugelassene vollautomatisierte und fahrerlose Parksystem nach SAE Level 4 (fahrerloses Fahren in einem geografisch abgegrenzten Gebiet; fällt unter die Definition des Normvorschlags J 3016 des Ingenieursvereins Society of Automotive Engineers (SAE)).

„Die Entscheidung der Behörden zeigt, dass Innovationen wie das automatisierte Valet Parken zuerst in Deutschland möglich sind“, sagt der Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, Dr. Markus Heyn. „ Fahrerloses Fahren und Parken sind wichtige Bausteine künftiger Mobilität. Mit dem automatisierten Parksystem wird deutlich, wie weit wir auf diesem Entwicklungspfad bereits gekommen sind.“

Auch Dr. Michael Hafner, Leiter Fahrtechnologien und Automatisiertes Fahren der Daimler AG, freut sich über die Entscheidung des Landes: „Die Freigabe der Behörden in Baden-Württemberg hat Vorbildcharakter, um den Parkservice künftig auch weltweit in Parkhäusern zuzulassen.“ Im nächsten Schritt wollen die beiden Unternehmen das „Automated Valet Parking“ in Serie bringen.

Noch kein Zulassungsverfahren etabliert

Für Daimler und Bosch stand beim Parkservice die Sicherheit der Insassen an erster Stelle, schreiben die Unternehmen in ihrer Mitteilung. Für automatisierte Fahrfunktionen, die komplett ohne Fahrer auskommen, ist aktuell noch kein Zulassungsverfahren etabliert. Aus diesem Grund wurde das Projekt von Anfang an vom Regierungspräsidium Stuttgart, dem Landesverkehrsministerium Baden-Württemberg sowie von Gutachtern des TÜV Rheinland begleitet.

Automatisiertes Parken Bosch Daimler Übersicht
Grafik: Daimler

Das erarbeitete Sicherheitskonzept wollen die Unternehmen auch über das Pilotprojekt hinaus anwenden. Darin wurde definiert, wie das fahrerlose Fahrzeug Fußgänger und andere Autos im Fahrweg erkennt und bei einem Hindernis zuverlässig stoppt. Alle Systeme sollen außerdem zuverlässig miteinander kommunizieren, damit ein reibungsloser Parkprozess garantiert werden kann.

Per Knopfdruck das Auto ein- und ausparken lassen

Nachdem der Fahrer per Smartphone den Parkprozess eingeleitet hat, kann er bereits das Parkhaus verlassen. Das Auto fährt dann automatisch und selbständig auf einen ihm zugewiesenen Parkplatz und stellt sich dort ab. Genauso kommt das Auto auf Wunsch auch wieder vorgefahren. Bosch-Sensoren im Parkhaus überwachen den Fahrkorridor sowie dessen Umfeld und liefern die Informationen für die Steuerung des Fahrzeugs. Die Technik im Auto setzt die Befehle dann um.

Die beiden Unternehmen haben angkündigt, dass Interessierte in Kürze den Vorfahr- und Einparkservice im Alltagsbetrieb und ohne weitere Überwachung durch einen Sicherheitsfahrer live erleben können. (wag)

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