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Conti-Tochter Vitesco erhält Großauftrag für elektrische Heizelemente

Automobilzulieferer
Conti-Tochter Vitesco erhält Großauftrag für elektrische Heizelemente

Der innovative E-Kat als Teil von Vitesco Technologies‘ Elektrifizierungsstrategie.
Der E-Kat ist Teil der Elektrifizierungs-Strategie der Continental-Tochter Vitesco Technologies. Bild: Continental.
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Die Antrieb-Sparte von Continental, Vitesco Technologies, hat von einem europäischen Fahrzeughersteller einen Großauftrag zur Lieferung elektrischer Heizelemente für Diesel-Katalysatoren erhalten. Emicat, so heißt die E-Kat-Technologie, wird in zwei 48-Volt hybridisierten Transporter-Modellen des Herstellers zum Einsatz kommen. Der Serienstart des Millionenauftrags ist für Ende 2022 vorgesehen, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Continental ermöglicht mit Emicat das schnelle Aufheizen von Katalysatoren. Mit dem E-Kat soll so eine effektive Abgasnachbehandlung auch dann sichergestellt werden, wenn das Abgas dafür eigentlich zu kalt ist. Dies ist beispielsweise im langsamen Stadtverkehr oft der Fall, wenn der Dieselmotor kaum noch Wärme produziert. Ein Problem, wenn man die Abgasnorm Euro 7 einhalten will. Den 48-V-Strom gewinnt der E-Kat Energierückgewinnung (Rekuperation) im Mild-Hybrid-System der Fahrzeuge, schreibt Conti.

Elektrifizierung ermöglicht emissionsreduzierte Innovationen

Klaus Lau, Leiter der Business Unit Sensing & Actuation bei Vitesco, ist sich sicher, dass die höhere elektrische Leistung durch die Elektrifizierung der Fahrzeuge emissionsreduzierende Innovationen hervorbringen. Dazu gehört auch der Emicat, mit dem eine saubere Abgasnachbehandlung unter allen Fahrbedingungen ermöglicht werde.

„Der E-Kat beseitigt eine entscheidende Schwachstelle bei den Real Driving Emissions, nämlich zu kalte Abgase. Der weltweit erste Serienanlauf des E-Kat bestätigt, welchen Stellenwert Emissionssicherheit in allen Fahrsituationen hat“, sagt Lau.

Hoher Wirkungsgrad von Dieselmotoren wird zum Problem

Moderne Dieselmotoren werden in manchen Betriebssituationen dank ihres hohen Wirkungsgrads kaum noch warm. Eigentlich ist das eine gute Nachricht, denn Abwärme bedeutet weniger Effizienz. Das Problem: Abgas-Schadstoffe lassen sich in einem Katalysator nur dann in harmlose Stoffe umwandeln, wenn das Abgas und damit die Katalysatoren ausreichend heiß sind.

Im Innenstadtverkehr herrschen jedoch Bedingungen, die man früher nur vom Kaltstart kannte. „Für die Einhaltung von strengen Abgasnormen ist das kritisch, da die weitaus meisten Schadstoffe eines Prüfzyklus in der Kaltstartphase freigesetzt werden“, erläutert Rolf Brück, Leiter Katalysatoren und Filter bei Vitesco. Der Strom aus der Rekuperation soll jetzt das Katalysator-System aufheizen und so eine zuverlässige Abgasnachbehandlung ermöglichen

Vitesco hat das Gesamtsystem erfolgreich getestet

In einem eigenen Mild-Hybrid-Demonstrationsfahrzeug mit Dieselmotor habe man demonstriert, welche Wirkung der Emicat mit seinen vier kW Heizleistung haben kann: Im Super Clean Electrified Diesel Fahrzeug mit 48-V-System sanken die NOx-Emissionen im WLTP-Testverfahren um 40 Prozent. Der CO2-Ausstoß ging um drei Prozent zurück.

Im extrem langsamen „Traffic for London“ Zyklus sank der NOx-Ausstoß sogar um 62 Prozent, berichtet Vitesco. Im Super Clean Electrified Diesel erreiche die Abgasnachbehandlung 97 Prozent Effizienz. (wag)


Kontakt zu Continental

Continental AG
Vahrenwalder Straße 9
30165 Hannover
Tel.: +49 511 9380 1
E-Mail: mail_service@conti.de
Website: www.continental.de

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