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PKW-Inlandsproduktion leidet unter Versorgungsengpässen

Erhebliche Produktionsrückgänge
Der VDA meldet sinkende Zahlen im Pkw-Markt

pkw-Neuzulassungen,_VDA,_Dezember_2021
An den Standorten der Automobilhersteller in Deutschland liefen, laut VDA, im Dezember 256.200 Pkw vom Band (-11 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Bild: Artinun/stock.adobe.com

Im Dezember 2021 wurden in Deutschland 227.600 Pkw neu zugelassen. Nach schon erheblichen Einbrüchen in den Vormonaten, so der Verband der Automobilindustrie (VDA), schrumpfte auch im Dezember die Anzahl der Pkw-Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat (minus 27 Prozent).

Nach dem höchsten jemals erreichten Dezemberwert im Vorjahr führten im Dezember 2021 erhebliche Produktionsrückgänge aufgrund von mangelnder Verfügbarkeit von Vor- und Zwischenprodukten, insbesondere von Halbleitern, zum Einbruch der Absatzzahlen auf dem deutschen Pkw-Markt. Konnten in der ersten Jahreshälfte aufgrund des Lockdowns im Vorjahr noch signifikant positive Wachstumsraten erzielt werden, war die komplette zweite Jahreshälfte 2021 von Rückgängen in zweistelliger Höhe geprägt. Im Gesamtjahr 2021 kam der Pkw-Inlandsmarkt auf ein Volumen von 2,6 Mio. Pkw und lag somit 10 Prozent unterhalb des ersten „Coronajahres“ 2020.

Jede vierte Neuzulassung ein Elektrofahrzeug

Die Elektro-Neuzulassungen (BEV, PHEV und FC) sanken im Dezember 2021, nachdem im Vorjahresmonat der höchste Monatswert überhaupt erreicht worden war, leicht um zwei Prozent auf ein Niveau von 81.200 Einheiten. Die Neuzulassungen von Plug-In Hybriden (PHEV) gingen um 16 Prozent zurück, rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) entwickelten sich mit einem Zuwachs von 11 Prozent weiterhin dynamisch.

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Der Anteil von E-Pkw an den gesamten Neuzulassungen betrug im Dezember 35,7 Prozent. Damit wurde der bisherige Höchstwert aus dem Vormonat nochmals übertroffen. Im Jahresverlauf wurden 681.900 Elektro-Pkw neu zugelassen (plus 73 Prozent). Dies entspricht einem Elektroanteil von 26 Prozent für das Gesamtjahr 2021. In Deutschland war also mehr als jeder vierte neu zugelassene Pkw mit einem Elektroantrieb ausgestattet. Deutsche Konzernmarken erreichten im Elektrosegment einen Marktanteil von 65 Prozent auf dem heimischen Markt.

Im Dezember gingen bei den deutschen Herstellern 32 Prozent mehr Bestellungen aus dem Inland ein als im Vorjahresmonat. Im Gesamtjahr 2021 liegt der inländische Auftragseingang sechs Prozent im Plus. Weniger positiv lief es im Auslandsgeschäft: Hier verbuchten die deutschen Hersteller im Dezember einen deutlichen Rückgang des Ordervolumens (minus 20 Prozent), im Gesamtjahr 2021 wurden allerdings insgesamt zwei Prozent mehr Pkw von Kunden aus dem Ausland bestellt als noch im Jahr 2020.

Niedrigstes Produktionsvolumen seit 1975

An den Standorten der Automobilhersteller in Deutschland liefen im Dezember 256.200 Pkw vom Band (minus 11 Prozent). Damit reduzierte sich das Produktionsniveau den siebten Monat in Folge in zweistelliger Höhe. Dementsprechend blieb die Pkw-Inlandsproduktion im Gesamtjahr 2021 mit 3,1 Mio. Einheiten deutlich unter dem coronabedingten Vorjahreswert (minus 12 Prozent) und erreichte das niedrigste Produktionsvolumen seit 1975.

Ähnlich wie die Produktion entwickelte sich auch der Export: Im Dezember wurden 206.800 Pkw an Kunden aus aller Welt ausgeliefert (minus 11 Prozent). Im Gesamtjahr liegen die deutschen Pkw-Ausfuhren mit 2,4 Mio. Fahrzeugen ebenfalls klar im Minus (minus 10 Prozent). (eve)


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