Automatisierung

DFG startet Schwerpunktprogramm zu Soft Robotics

Soft Robotics: Die Verwendung elastischer Materialien soll Robotern im Kontakt mit Menschen ihre Fremdartigkeit nehmen. Foto: Sergey – Fotolia
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Das Programm „Soft Material Robotic Systems“ der Leibniz Universität Hannover wird eines der neuen Schwerpunktprogramme der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Bei der Initiative geht es um neue Impulse in der Robotik – mit Fokus auf bisher eher wenig beachteten Eigenschaften wie Nachgiebigkeit und Anpassungsfähigkeit.

Im Mittelpunkt der Soft Robotics stehen weiche, elastische Strukturen anstelle von steifen Materialien, wie sie bisher meist in der Robotik Verwendung finden. Die neuartigen Roboter lassen sich überall dort einsetzen, wo Menschen eng mit ihnen interagieren – etwa in der Medizintechnik, der industriellen Montage und irgendwann einmal sogar im Alltag.

„Weiche“ Roboter als Zukunftstechnologie

Das Forschungsgebiet der Soft Robotics wird vom Zusammenspiel verschiedener Disziplinen getragen. Prof. Dr.-Ing Annika Raatz vom Institut für Montagetechnik am Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover übernimmt dabei die wichtige Rolle der Projektkoordination: „Forscher aus den Ingenieurwissenschaften, der Informatik, den Material- und Naturwissenschaften bis hin zur Biomechanik arbeiten eng vernetzt zusammen.“
Als vergleichsweise junge Disziplin werden die Soft Robotics derzeit weltweit als zukunftsträchtiges Forschungsgebiet wahrgenommen – aus den entwickelten Technologien entstehen bereits erste Produkte.
„Wir freuen uns sehr, dass unser Programm den Zuschlag bekommen hat und sind nun hochmotiviert, in die interdisziplinäre Arbeit zum Thema einzusteigen“, ergänzt Prof. Raatz weiter.

Ein Teil umfangreicher Forschungsförderung

Das Programm „Soft Robotics“ ist eines von 17 neu eingerichteten Schwerpunktprogrammen, die aus insgesamt 66 bei der DGF eingereichten Initiativen ausgewählt wurden. In den Programmen sollen wissenschaftliche Grundlagen besonders aktueller oder sich gerade bildender Forschungsgebiete untersucht werden. Die neuen Initiativen nehmen 2018 ihre Arbeit auf und werden mit insgesamt rund 100 Mio. Euro für zunächst drei Jahre gefördert; in der Regel beträgt die Laufzeit der Schwerpunktprogramme sechs Jahre. Antragsteller werden in den kommenden Monaten von der DFG aufgefordert, detaillierte Förderanträge einzureichen, die in einem strengen Begutachtungsverfahren auf ihre wissenschaftliche Qualität geprüft werden.
Mechtild von Münchhausen ist Leiterin Kommunikation und Marketing sowie Pressesprecherin der Leibniz Universität Hannover.
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