Vernetztes und autonomes Fahren

Ericsson und Valeo steuern Auto über Mobilfunk

Ericsson Valeo Auto fernsteuern
Ericsson und Valeo testeten das sogenannte „Teleoperated Driving“ auf Nebenstraßen der Bundesautobahn A9. Bild: Ericsson.
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Die Vernetzung von Fahrzeugen wird eines der Kernthemen bei der IAA in Frankfurt sein, die am 12. September in Frankfurt startet. Kurz vor Start der internationalen Leistungsschau haben der schwedische Mobilfunknetzausrüster Ericsson und der französische Automobilzulieferer Valeo nun ein Auto via Mobilfunk auf der A9 ferngesteuert.

Im Gebäude der Autobahnmeisterei Greding steuerte ein Fahrer im  klassischen Gaming-Cockpit – Fahrersitz, Gaspedal, Bremse, Bildschirm – einen echten VW Passat, der sich rund 35 Kilometer entfernt auf einer Nebenstraße der Bundesautobahn A9 befand. Neben Fahrten mit bis zu 50 km/h wurde auch das Einparken aus der Ferne getestet. Die eingesetzte Technologieanwendung nennt sich „Teleoperated Driving“, was so viel bedeutet wie das Fernsteuern eines Fahrzeugs via Mobilfunk. Das Testnetz an der A9 bietet mit Network Slicing – also dem virtuellen Unterteilen des Mobilfunknetzes in sogenannte Slices – eine besonders hohe Verfügbarkeit, um die Übertragung abzusichern. Die hohen Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Kommunikation beim Teleoperated Driving machen diese Erweiterung unumgänglich. Ein zweiter Aspekt ist die im Testfeld im Vergleich zu kommerziellen Netzen verbesserte Reaktionszeit der Mobilfunktechnologie, die das Steuern in nahezu Echtzeit überhaupt erst möglich macht.

Wichtiger Baustein für Vernetzung und autonomes Fahren

„Teleoperated Driving ist ein wichtiger Baustein, um im Kontext von Autonomie und Vernetzung neue Formen der Mobilität zu ermöglichen“, sagt Laurent Zimmermann, Vice President Connected Car bei Valeo. Zusammen mit Ericsson habe man dieses Szenario nun praktisch erlebbar gemacht. Für Jan-Peter Meyer-Kahlen, Leiter des Ericsson Eurolab in Aachen, ist es „immer ein besonderer Moment, wenn aus innovativen Ideen Realität wird“. Der ‚Teleoperated Driving‘-Anwendungsfall wurde erstmals bei den Ericsson Innovation Days 2017 präsentiert. Jetzt soll er mit Valeo gemeinsam auf die Straße gebracht werden. Die diesjährigen Ericsson Innovation Days finden am 25. und 26. September im Aachener Eurolab statt.

Über das Ericsson Forschungs- und Entwicklungszentrum Eurolab

Seit seiner Gründung im Jahr 1991 wurde im Eurolab Aachen jeder Mobilfunkstandard von 2G bis hin zu 5G mitentwickelt. Die rund 500 Mitarbeiter aus mehr als 45 Ländern zeichnen für bis zu 100 Patente pro Jahr verantwortlich. Aktuell steht der Einsatz der 5G-Technologie in Branchen abseits des klassischen Mobilfunks – etwa bei Industrie-4.0-Anwendungen – im Zentrum des Geschehens.

Über 5G-ConnectedMobility

5G-ConnectedMobility schafft auf dem „Digitalen Testfeld Autobahn“ eine dedizierte Netzinfrastruktur und eine reale Anwendungsumgebung, um insbesondere Tests in den Bereichen Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation, Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation und Digitalisierung der Eisenbahninfrastruktur mit 5G-Technologie durchzuführen. Die Teststrecke umfasst einen rund 30 Kilometer langen Bereich der Bundesautobahn A9 sowie der Bahnschnellfahrstrecke zwischen den Anschlussstellen Nürnberg-Feucht und Greding in Bayern. Das Ziel von 5G-ConnectedMobility ist die Stärkung der 5G-Forschung und 5G-Entwicklung (F&E) in Deutschland und in Europa, sowie die Einbringung der technischen Anforderungen verschiedener Industrien in Deutschland in die internationalen 5G-Standardisierungsaktivitäten.


Kontakt zu Ericsson und Valeo

Ericsson Deutschland
Prinzenallee 21
40549 Düsseldorf
Tel.: +49 211 534 1001
Fax: +49 211 534 1000
Website: www.ericsson.com

Valeo Deutschland
Valeostraße 1
74321 Bietigheim-Bissingen
Tel.: +49 7142 730
Website: www.valeo.de

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