Experten für die Mensch-Roboter-Kooperation

Fraunhofer IWU bildet aus

Experten für die Mensch-Roboter-Kooperation

Ab November 2018 vermittelt das Fraunhofer IWU in Kooperation mit den Weiterbildungsexperten der Fraunhofer Academy sämtliche Kenntnisse an Anlagenbauer und -betreiber, um MRK-Anlagen sicher und effizient zu planen und umzusetzen. Bild: Fraunhofer
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Optimale Flächenausnutzung in der Fabrik, maximale Flexibilität für die Fertigung kleiner Losgrößen und die Entlastung der Mitarbeitenden, das sind die Vorteile der Zusammenarbeit von Menschen und Robotern. Um sie voll auszukosten ist die Planung von sicheren und effizienten Anlagen notwendig. Wie man sie realisiert, erlernen die Teilnehmer des Seminars »Mensch-Roboter-Kollaboration von A bis Z« am Fraunhofer IWU.

Den Platz in Fabriken perfekt ausnutzen, Mitarbeitende von schweren körperlichen Arbeiten befreien und Montageanlagen maximal flexibel betreiben – das sind die großen Vorteile der Mensch-Roboter-Kollaboration, kurz MRK. Viele ambitionierte MRK-Projekte landen jedoch in der Schublade“, beschreibt Dr. Bdiwi. Die Gründe: Ein Dschungel an Vorschriften, ein unübersichtlicher Markt für Roboter, Sicherheitssysteme und Betriebssoftware sowie Unsicherheiten in der Auslegung von Sicherheitsnormen. All das lass Anlagenbauer und -betreiber häufig aufgeben oder nur wenig effiziente Minimallösungen umsetzen, bei denen die Roboter nur sehr langsam fahren oder nur eingeschränkt mit dem Menschen interagieren. „Dabei ist die technische Entwicklung inzwischen so weit, dass sich MRK-Anlagen mit all ihren Vorteilen voll umsetzen lassen. Es kommt nur darauf an zu wissen, wie man es richtig macht“.

MRK-Anlagen sicher und effizient planen

Ab November 2018 vermittelt das Fraunhofer IWU in Kooperation mit den Weiterbildungsexperten der Fraunhofer Academy sämtliche Kenntnisse an Anlagenbauer und -betreiber, um MRK-Anlagen sicher und effizient zu planen und umzusetzen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Praxis: Die Teilnehmer erlernen in einem zweitägigen Seminar anhand typischer Szenarien direkt an unterschiedlichen Robotern und Sensoren alle wichtigen Programmier- und Einrichtungsprozesse. Zudem wird gemeinsam in Gruppenarbeit eine Anlage von der ersten Idee bis in die kleinsten Details durchgeplant. Der vorausgehende Theorieteil vermittelt kompakt und fundiert, wo Vorteile und Grenzen der Mensch-Roboter-Kollaboration liegen, welche Anwendungsformen es gibt, welche Vorschriften die MRK-relevante Norm ISO/TS 15066 enthält und wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung diese konkretisiert.

Ganzheitlicher Ansatz und umfassende Expertise

„Dabei ist unser didaktischer Ansatz ein ganzheitlicher“, erläutert Dr. Mohamad Bdiwi. Die Seminarteilnehmer erschlössen sich das Thema nicht nur gemeinsam mit Spezialisten für Maschinen- und Anlagenbau, sondern auch mit Dozenten aus anderen Fachgebieten, beispielsweise Arbeitswissenschaftlern und Ergonomiespezialisten. „Auch die arbeitspsychologische Akzeptanz der Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern ist essentiell für die Realisierung einer MRK-Anlage“, gibt Dr. Bdiwi zu bedenken. „Wer all das mitberücksichtigt, vermeidet typische Fallstricke, kann seine Anlage sicher und effizient planen und damit die Vorzüge der Mensch-Roboter-Kollaboration voll auskosten“.

Experte für Mensch-Roboter-Kollaboration werden

Die Seminarreihe mit dem Titel „Mensch-Roboter-Kollaboration von A bis Z“ startet am 13. November in der E³-Forschungsfabrik des Fraunhofer IWU in Chemnitz. Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular zur Veranstaltung sind zu finden auf der Internetseite der Fraunhofer Academy.

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