Werkzeugindustrie

Fachverband FWI bezieht Stellung gegen EU-Nickelverbot

Nickel: Allergieauslösend – aber auch durch die Benutzung von Werkzeugen? Der FWI bezweifelt das. Foto: Viking75 – Fotolia
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In einer Stellungnahme hat sich der Fachverband Werkzeugindustrie (FWI) gegen drohende Einschränkung der Verwendung von Nickel für Handwerkzeuge ausgesprochen. Damit reagiert der Verband auf einen Plan der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), die bislang nur für Schmuck geltenden Einschränkungen der Nickelabgabe u. A. auch auf Handwerkzeuge auszuweiten.

Ziel der ECHA ist die Eindämmung von Nickelallergien. Dem FWI sind jedoch nach eigenen Angaben keine Fälle bekannt, in denen der Kontakt mit Handwerkzeugen eine solche Allergie ausgelöst hätte; dies werde auch von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall bestätigt. Die drohende Einschränkung der Verwendung von Nickel bei Handwerkzeugen ist daher aus Sicht des FWI unverhältnismäßig.

Massiv negative Auswirkungen befürchtet

Der FWI und andere betroffene Verbände kritisieren auch das Vorgehen der ECHA: Diese versuche, die Einschränkung auf dem Wege einer Leitlinie durchzusetzen, die aus rein formaler Sicht keinen Gesetzescharakter habe. Daher würde seitens der ECHA keine umfangreiche Untersuchung der ökonomischen Auswirkungen einer solchen Einschränkung vorgenommen, die bei einer gesetzlichen Regelung innerhalb der europäischen REACH-Verordnung vorgeschrieben sei. In der Praxis hätte eine Leitlinie, die als Handlungsanleitung für die Vollzugsbehörden dienen solle, jedoch dieselben Auswirkungen wie eine gesetzliche Regelung – so könnten auf dieser Grundlage u. a. Marktverbote für Produkte ausgesprochen werden.
Der FWI möchte – im Schulterschluss mit weiteren betroffenen Verbänden – auch im weiteren Verlauf des Verfahrens die Interessen der Werkzeughersteller vertreten. Aufgrund der befürchteten ökonomischen und technologischen Auswirkungen des geplanten Verbots auf die Unternehmen der Werkzeugindustrie behält sich der FWI nach eigenen Angaben explizit eine Klage gegen die ECHA vor.
Rainer Langelüddecke ist Geschäftsführer des Fachverband Werkzeugindustrie (FWI).
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