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Umsetzung der „Forschungsfertigung Batteriezelle“ beginnt

Fraunhofer-Gesellschaft
Umsetzung der „Forschungsfertigung Batteriezelle“ beginnt

Forschungsfertigung Batteriezelle
Bild: JEGAS RA / stock.adobe.com
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Die „Forschungsfertigung Batteriezelle“ soll für ganz Deutschland zum Entwicklungszentrum einer Batteriezellproduktion werden. So soll die Lücke in der Wertschöpfungskette von Batterien und Akkus geschlossen und die Abhängigkeit von anderen Märkten vermeiden werden. Ein Projektteam der Fraunhofer-Gesellschaft und Forschungspartner in Nordrhein-Westfalen beginnen nun mit der Umsetzung des Projekts am geplanten Standort Münster.

Die deutsche Industrie verhielt sich bezüglich eines Einstiegs in die Großserienfertigung von Batteriezellen bislang überwiegend zurückhaltend. Um technologische Hürden und Investitionsrisiken für Unternehmen zu reduzieren, soll die „Forschungsfertigung Batteriezelle“ Wissenslücken schließen und zu einer vollständigen Kompetenz entlang der Wertschöpfungskette führen – von der Herstellung bis hin zum Recycling von Batteriezellen. Sie stützt sich dabei auf die Expertise der Standortpartner der Universität Münster, des Helmholtz-Instituts Münster, der RWTH Aachen sowie verschiedener Fraunhofer-Institute. Produziert werden soll nicht nur für die Elektromobilität, sondern auch für Anwendungen in Haushalt, Industrie, Logistik, Energiewirtschaft, Chemie, Maschinen- und Anlagenbau oder Robotik.

Batterietechnologie von zentraler Bedeutung

Der erste Teilprojektantrag der Fraunhofer-Gesellschaft zum Aufbau und zur Inbetriebnahme einer ersten Produktionslinie mit einem Fördervolumen von rund 150 Millionen Euro wurde jetzt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligt. „Die Batterietechnologie hat als Schlüsseltechnologie eine zentrale Bedeutung für den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Deutschland“, sagt Prof. Wolf-Dieter Lukas, Staatssekretär im BMBF. Ziel der Bundesregierung sei es, die Batterietechnologie entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken. „Mit Münster ist ein hervorragender Standort gefunden, der wissenschaftliche Expertise und ein überzeugendes Konzept vereint“, ist sich Lukas sicher. Aus dem süddeutschen Raum gab es zuletzt Kritik an der Standortvergabe des neuen Forschungszentrums.

„Die Forschungsfertigung Batteriezelle ist ein Projekt von nationaler und europäischer Bedeutung“, sagt Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. „Stromspeicher haben als Schlüsselbausteine für die Energie- und Mobilitätswende integrale Bedeutung für zentrale Wirtschaftszweige am Standort Deutschland.“ Im Hinblick auf den internationalen Wettbewerb sei es essenziell, die deutsche Unabhängigkeit von anderen Märkten zu stärken.

Batterieforschungsfabrik für ganz Deutschland

Bis 2022 soll im Hansa-BusinessPark im Süden von Münster auf einem Grundstück mit rund 40.000 Quadratmetern eine Batterieforschungsfabrik für ganz Deutschland entstehen. Das BMBF stellt für das Projekt etwa 500 Millionen Euro zur Verfügung, das Land Nordrhein-Westfalen mehr als 200 Millionen Euro. Die Landesregierung wird das Grundstück erwerben und der Fraunhofer-Gesellschaft unentgeltlich zur Nutzung überlassen, teilt Fraunhofer mit. (wag)


Kontakt zum Fraunhofer-Institut

Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
Hansastraße 27 c
80686 München
Tel.: +49 89 12050
Fax: +49 89 1205 7531
E-Mail: info@zv.fraunhofer.de
Website: www.fraunhofer.de

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