Energiewende

In Lüdenscheid steht der erste CO2-neutrale Fertigungsstandort Deutschlands

ABB baut CO2-neutralen Fertigungsstandort
In Lüdenscheid hat ABB den ersten CO2-neutralen Fertigungs-Standort Deutschlands eingeweiht (Quelle: ABB).
Anzeige

Der Energie- und Automatisierungstechnikkonzern ABB hat in Lüdenscheid den ersten CO2-neutralen Fertigungsstandort in Deutschland realisiert. Mit der „Mission to Zero“ soll der Ausstieg aus fossilen Energiequellen vorangetrieben werden.

Zwei Jahre lang wurde geplant und gebaut, jetzt stellte der Zürcher Konzern ABB seinen ersten CO2-neutralen Fertigungsstandort in Deutschland vor. Der Standort in Lüdenscheid ist laut ABB ein wesentlicher Baustein der „Mission to Zero“, der sich das Unternehmen verschrieben hat.

Künftig soll die Photovoltaikanlage an Sonnentagen 100 Prozent des Strombedarfs abdecken. Alle Aspekte der Energieerzeugung und -verteilung sollen hier abgedeckt werden. „Mit diesem Vorzeigeprojekt zeigen wir, welche Vorteile entstehen, wenn man ein System schafft, in dem alle Komponenten digital miteinander vernetzt und im Sinne von Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung steuerbar sind“, sagt Hans-Georg Krabbe, der Vorstandsvorsitzende von ABB Deutschland.

Die Photovoltaikanlage ist insgesamt 3500 Quadratmeter große und wurde über den Parkplätzen des Firmengebäudes installiert. Pro Jahr erzeugt sie laut ABB rund 1100 MWh an klimaneutralem Sonnenstrom, was etwa dem Bedarf von 3360 Privathaushalten entspricht. Kombiniert wird die Anlage mit einem Blockheizkraftwerk, mit dem ca. 14 Prozent mehr Energie erzeugt werden könne, als am Standort benötigt werde. Die überschüssige Energie wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Um Bedarfsspitzen abzudecken, wird grüne Energie von er MVV Energie AG bezogen – so könne eine hundertprozentige CO2-neutrale Produktion gewährleistet werden.

 

Kooperation mit dem Ziel nachhaltiger Energie-Effizienz

Im April hatten MVV und ABB eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet, deren Ziel es ist, die Energie-Effizienz von Industrie, Mittelstand und Kommunen zu verbessern. Das Ziel: Die Smart City.  Mit der Kooperation wollen beide Unternehmen CO2-Emissionen vermeiden und zukunftsfähige Technologien bei der Gestaltung der Städte einsetzen, etwa bei der Ladeinfrastuktur für Elektrofahrzeuge.

Das Energiemanagement-System OPTIMAX®  soll die laufende Überwachung und Steuerung der Energieerzeugung, des Verbrauchs und der Speicherung sicherstellen und weitestgehend autonom arbeiten.  Auf Basis von Vorhersagedaten soll so der optimale Energiefluss berechnet und Abweichungen in Echtzeit ausgeglichen werden. Ein Batteriespeicher BESS (Battery Engine Storage System, Leistung 200 kW, Kapazität 275 kWh), Ladestationen zum Aufladen geparkter Elektrofahrzeuge und intelligente Schaltanlagen für die Energieverteilung sind miteinander vernetzt und sollen so die regionale Ökobilanz verbessern. Laut ABB werden am Standort in Lüdenscheid etwa 630 Tonnen CO2 eingespart. (wag)

Busch-Jaeger
ABB

Anzeige

Smarte Maschinen im Einsatz


Konferenz „Smarte Maschinen im Einsatz – Künstliche Intelligenz in Unternehmen“ am 15. Oktober 2019

Konradin Industrie

Webinare & Webcasts


Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper


Aktuelle Whitepaper aus der Industrie

Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de