Industrie 4.0

Industrie 4.0: Auch eine Chance für den Mittelstand

Industrie 4.0: Unter Mittelständlern noch nicht allzu bekannt. Foto: Manfred Schäfer / Fotolia
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Allenthalben ist aktuell von Industrie 4.0 die Rede. Doch während große Konzerne sich intensiv mit dem Phänomen der Industrie 4.0 auseinandersetzen und ihre Prozesse entsprechend umgestalten, herrscht im Mittelstand noch weitestgehend Ahnungslosigkeit. Dabei können längst nicht nur „die Großen“ vom Wandel profitieren.

Die propagierte „vierte industrielle Revolution“ zeichnet sich vor allem durch Individualisierung bzw. Hybridisierung der Produkte und die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in die Geschäftsprozesse aus – es geht also darum, maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können. Dazu ist es notwendig, dass vermehrt Computersysteme automatisiert einen großen Teil der Kommunikation übernehmen – von der Integration interner Prozesse (z. B. Qualität, Planung etc.) bis hin zu unternehmensübergreifenden Abläufen.

Der Mittelstand weiß (noch) wenig

Das Wissen um die Eigenheiten der Industrie 4.0 ist unter Mittelständlern derzeit noch wenig verbreitet, wie eine Studie der Unternehmensberatung Expense Reduction Analysts nahelegt. Demnach wussten 53% der befragten Fach- und Führungskräfte nichts mit dem Begriff anzufangen.
Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Sobald eine konkrete Vorstellung über die Möglichkeiten und Vorteile von Industrie 4.0 besteht, steigt auch die strategische Bedeutung. Unternehmen, die die Entwicklung der Digitalisierung jetzt erkennen und in geeignete IT-Systeme sowie die Anpassung ihrer Prozesse investieren, können eine Vorreiterrolle einnehmen und sich damit Wettbewerbsvorteile sichern.

Wichtig: Geeignete ERP-Systeme

Automatisiertes, vernetztes Enterprise Ressource Planning ist eine zentrale Voraussetzung für den Übergang zur Industrie 4.0. Zeitgemäße Software verknüpft u. A. Termine, Aufträge und Logistik miteinander, übernimmt die Rechnungsstellung und gewährt jederzeit Einblick in die selbstständig ablaufenden Prozesse. Für die automatische Kommunikation mit Kunden und Lieferanten ist die Kompatibilität zu deren EDV wichtig – es versteht sich von selbst, dass alle beteiligten Systeme dieselbe Sprache sprechen müssen.
Ein neues ERP-System sollte daher auch danach ausgewählt werden, ob es die gängigen „Sprachen“ der eigenen Branche beherrscht. Doch selbst, wenn die ein oder andere Schnittstelle speziell von einem IT-Dienstleister programmiert werden muss: Die Vorteile von standardisierten und transparenten Prozessen, geringeren Fehlerquoten im Alltagsgeschäft, höhere Termintreue und letztlich größere Kundenzufriedenheit sind die Investition in der Regel wert.

Mut kann sich auszahlen

Noch ist die Anzahl der Mittelständler, die sich der „Herausforderung Industrie 4.0“ stellen, überschaubar. Es sind jedoch bereits positive Wortmeldungen aus den Führungsetagen zu vernehmen – etwa von Dr. Andreas Ostrowicki, Geschäftsführer der BGS GmbH, einem Dienstleister für industrielle Bestrahlungsverfahren.
Sein Fazit: „Für uns hat sich die Investition in das neue ERP-System ausgezahlt. Wir können nur jedem mittelständischen Unternehmen dazu raten, sich mit einer Prozess- und Systemautomatisierung auseinanderzusetzen und anschließend eine individuelle Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen. Zum einen kann dadurch ein enormer Wettbewerbsvorteil entstehen. Zum anderen wird in Zukunft die Prozessautomatisierung immer mehr zunehmen. Für viele mittelständische Unternehmen ist dieser Schritt erforderlich, um dem internationalen Wettbewerb standzuhalten und nicht den Anschluss zu verlieren.“
Ostrowicki weist jedoch zu Recht auch darauf hin, dass Industrie 4.0 kein Allheilmittel sein kann (und soll): „Eine generelle Handlungsempfehlung bezüglich Industrie 4.0 kann man nicht geben. Die Entscheidung ist von vielen Faktoren (Branche, Maschinen, Prozessen, etc.) abhängig und immer individuell zu treffen.“ Aufgrund der Vielschichtigkeit des Themas führt vor der Implementierung aber ohnehin kein Weg an der intensiven Auseinandersetzung oder auch der externen Beratung vorbei.
Philipp Petersen ist Pressesprecher der BGS Beta-Gamma-Service GmbH mit Sitz in Wiehl.
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