EnBW steigt bei "Vialytics" ein

KI soll Straßen besser machen und zur Kostensenkung beitragen

Patrick Glaser Vialytics EnBW Smartphone
Patrick Glaser prüft, ob das Smartphone richtig ausgerichtet ist. Bild: Vialytics
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Künstliche Intelligenz für bessere Straßen: Die EnBW New Ventures, die Wagniskapital in innovative junge Unternehmen mit neuen Geschäftsmodellen und Technologien investiert, steigt beim Start-Up „Vialytics“ ein. Durch die Unterstützung der Venture Capital Einheit hoffen die Gründer, ihr Wachstum weiter beschleunigen zu können.

Kaputter Asphalt, Schlaglöcher oder Unebenheiten sind Ärgernisse für Auto-, Roller oder Fahrradfahrer. Besonders bei kalten Temperaturen reißen Straßen immer wieder auf, das Unfallrisiko steigt, Kommunen und Länder müssen für die Instandhaltung hohe Summen investieren. Im vergangenen Jahr hat das Land Baden-Württemberg laut Landesverkehrsministerium bis zu 120 Millionen Euro in den Ausbau und Erhalt der Straßen investiert.

„Vialytics“ nennt sich das Startup, das eine Lösung für das Straßenerhaltungsmanagement der Kommunen anbietet. Die Software des Unternehmens erfasst per künstlicher Intelligenz selbstständig den Zustand der Straßeninfrastruktur und wertet diesen automatisiert aus. Die Daten dafür liefern städtische Fahrzeuge, etwa die der Müllabfuhr oder des Ordnungsamts. Um die Daten zu sammeln, wird ein Smartphone an der Windschutzscheibe angebracht. Dann ermittelt ein Bewegungssensor Erschütterungen, eine Kamera liefert Bilder, der GPS-Empfänger bestimmt den Standort. Die Software von „Vialytics“ wertet die Informationn dann aus und die Daten werden der Kommune in einem Geoinformationssystem (GIS) zur Verfügung gestellt.

Mittlerweile beschäftigt „Vialytics“ 18 Mitarbeiter

Das Unternehmen „Vialytics“, das 2018 im Rahmen des Innovationsprogramms „Activatr“ gegründet wurde, verspricht, dass sich so Schäden rechtzeitig erkennen und notwendige Instandhaltungsmaßnahmen effizient planen lassen. „Vialytics“ wurde von Achim Hoth, Patrick Glaser und Danilo Jovicic ins Leben gerufen und durch das Innovationsmanagement der EnBW und dem Company Builder Pioniergeist gefördert. Mittlerweile beschäftigt das Stuttgarter Jungunternehmen 18 Mitarbeiter und hat Kunden in ganz Deutschland.

„Wir möchten dafür sensibilisieren, dass die Instandhaltung von Straßen günstiger ist als die Erneuerung und dass vorhandene Mittel sehr effizient eingesetzt werden können, wenn man entstehende Schäden frühzeitig erkennt und behebt“, sagt „Vialytics“-Mitgründer Danilo Jovicic. Dafür müsse man allerdings erst einmal wissen, wo diese Schäden entstehen. „Diese Frage beantwortet unser System“, verspricht Jovicic.

Crispin Leick, Geschäftsführer der EnBW New Ventures, ergänzt: „Das vialytics Team hat innerhalb kürzester Zeit ein maßgeschneidertes Produkt für die Digitalisierung und damit optimale Bewirtschaftung von kommunalen Straßen entwickelt. Die Technologie ist beeindruckend, weil sie mit einfachen Mitteln – ein Smartphone an der Windschutzscheibe – Kommunen dabei unterstützt, Kosten bei der Straßeninstandsetzung zu sparen und die Sicherheit im Verkehr zu erhöhen.“ (wag)

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