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Forschungsprojekt KoMoDnext – Automatisiertes Fahren im digitalen Testfeld Düsseldorf erfolgreich abgeschlossen

ZF schließt Projekt KoMoDnext ab
Düsseldorf wird zum Testfeld automatisierten Fahrens

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ZF schließt das Projekt KoMoDnext, in das es seine Expertise im automatisierten Fahren und das Versuchsfahrzeug einbrachte, erfolgreich ab. Bild: ZF Friedrichshafen AG

Das Unternehmen ZF schließt das Forschungsprojekt KoMoDnext nach zwei Jahren erfolgreich ab. Im Projekt „Automatisiertes Fahren im digitalen Testfeld Düsseldorf“ erforschte die Stadt, wie sich die großflächige Vernetzung der Verkehrsinfrastruktur realisieren lässt, die für vollautomatisierte Fahrfunktionen nach Level 4 wichtig ist. ZF stellte die Expertise im Bereich automatisierten Fahrens und das Versuchsfahrzeug bereit.

KoMoDnext sollte erforschen, wie die digitale Vernetzung von Fahrzeugen mit der Infrastruktur Car2X oder V2X für den Straßenverkehr konkret aussehen kann. Im Testfeld wurden Streckenabschnitte für den Einsatz von vollautomatisierten Fahrzeugen (Level 4) vorbereitet.

Pkw-Ausrüstung für Automatisiertes Fahren

Diese Fahrzeuge benötigen Car2X-Vernetzung, denn sie müssen komplett automatisiert und ohne Eingriff des Fahrers zu schnellen Reaktionen fähig sein, etwa wenn es gilt, einem Rettungsfahrzeug Platz zu machen, die Geschwindigkeit zu reduzieren oder starken Seitenwind auszugleichen.

Als Versuchsträger nutzte ZF ein grundlegend umgebautes Serienfahrzeug, das mit einem Sensorset aus Kameras und Radaren intelligente Teilautomatisierung nach Level 2+ bietet.

Mit einer zusätzlichen Onboard-Unit sowie einem Mobilfunk-Receiver konnte der Pkw die V2X-Daten empfangen, die von „Roadsite units“ entlang der vorbereiteten Strecke oder von geparkten Streifenwagen der Polizei ausgesendet wurden.

Ein neues Display am Armaturenbrett bildete die Fahrzeugumgebung sowie Informationen für den Fahrer ab.

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Mit automatisierten Fahrfunktionen nach Level 2+ ausgestattet, warnte das ZF-Versuchsfahrzeug den Fahrer im Feldversuch vor potenziellen Gefahrenquellen – etwa mit der Aufforderung, bei starkem Seitenwind auf der Rheinbrücke die Hände ans Lenkrad zu nehmen. Bild: ZF Friedrichshafen AG

Simulation von fünf realitätsnahen Szenarien

Auf einer Testroute, die sich von der A57 über die Rheinkniebrücke bis in Straßenbereiche des Stadtteils Friedrichstadt erstreckte, wurden fünf realitätsnahe Szenarien simuliert:

  • Automatisierte Geschwindigkeitsreduzierung vor einer Baustelle
  • Automatisierter Spurwechsel aufgrund einer gesperrten Fahrspur
  • Automatisierte Geschwindigkeitsreduzierung aufgrund eines langsam fahrenden Fahrzeugs im Tunnel
  • Automatisierter Spurwechsel nach einer Warnung über eine gesperrte Fahrbahn durch ein Polizeifahrzeug
  • Warnung vor starkem Seitenwind bei einer Brückenüberquerung

Der ZF-Prototyp reagierte auf die empfangenen Daten, indem er automatisiert Fahrmanöver ausführte, also ohne Eingriff des Fahrers die Geschwindigkeit drosselte oder einen Spurwechsel vornahm. Zudem warnte das System den Fahrer – wie etwa nach der Windwarnung auf der Brücke.

Über das Projekt KoMoDnext

Das Projekt „KoMoDnext – Automatisiertes Fahren im digitalen Testfeld Düsseldorf“ startete im Januar 2020 und endet nun zum 31 März 2022.

Als Schirmherr fungierte die Stadt Düsseldorf, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und Digitales sowie Partnern aus der Verkehrs-, Technologie- und Automobilbranche. ZF unterstützte den Feldversuch der Landeshauptstadt als Projektpartner.

ZF hatte bereits von 2017 bis 2019 erfolgreich am Vorgängerprojekt KoMoD teilgenommen. Düsseldorf beheimatet einen ZF-Entwicklungsstandort für automatisierte Fahrfunktionen. (eve)

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