Digitalisierung

Studie: Fertigung als Vorreiter der digitalen Transformation

Aufbruchstimmung: Eine Mehrheit der Fertigungs-Manager steht der Digitalisierung offen oder gar euphorisch gegenüber. Foto: Robert Kneschke – Fotolia
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Fast zwei Drittel der Führungskräfte aus der produzierenden Industrie glauben, dass der digitale Wandel die bisher größte Herausforderung für die Industrie ist. Noch größer ist jedoch der Anteil derer, die darin den Schlüssel zum künftigen Erfolg sehen: In einer Studie, die der Tech-Konzern Fujitsu in Auftrag gegeben hatte, stimmten drei Viertel der befragten Manager dieser Aussage zu.

Das Marktforschungsinstitut Censuswide hatte im September 2016, beauftragt von Fujitsu, insgesamt 1 180 Führungskräfte mittelständischer und großer Unternehmen in Europa, den USA und Australien befragt. An der Studie „Fit für die digitale Welt: Mit Co-Creation die digitale Disruption bewältigen“ hatten Vertreter aus dem Finanzsektor, dem Einzelhandel, dem öffentlichen Sektor sowie aus dem produzierenden Gewerbe teilgenommen.
Bei letzterem setzt man sich offenbar sehr intensiv mit der digitalen Transformation auseinander: 62 % der 250 befragten Fertigungs-Manager sehen in der Digitalisierung die bisher größte Herausforderung für ihre Branche. 77 % von ihnen betrachten diesen „Mega-Trend“ jedoch auch als gewichtige Chance für künftige Markterfolge.

Die Fertigung geht voran

Die Studie von Fujitsu legt nahe, dass Unternehmen in unterschiedlichen Branchen die Auswirkungen des fortschreitenden digitalen Wandels bereits deutlich spüren. Fast alle Unternehmen (98 %) sind laut Angaben ihrer Manager von der digitalen Transformation direkt betroffen, und 92 % haben bereits Maßnahmen ergriffen, um alle Vorteile dieser Entwicklung zu nutzen.
Die Einstellung der Fertigungsindustrie zur Entwicklung ist dabei besonders bemerkenswert: Mehr als zwei Drittel (69 %) der Studienteilnehmer aus dem produzierenden Gewerbe stehen der Digitalisierung „enthusiastisch oder begeistert“ gegenüber; 80 % meinen, dass die digitale Transformation einen positiven Einfluss auf ihr Unternehmen und die gesamte Branche hat.
Insgesamt zeigt die Branche großes Selbstbewusstsein im Hinblick auf ihren digitalen Wandel: 69 % sehen die Industrie als führend bei der digitalen Transformation; zudem glauben 63 % der Manager, dass ihr eigenes Unternehmen wiederum eine maßgebliche Rolle einnimmt. Und immer noch mehr als die Hälfte (56 %) glaubt, dass ihr Heimatland eine Vorbildfunktion bei der Digitalisierung hat.
Christof Schleidt, Director Business Development and Digital Transformation bei Fujitsu, meint: „Die Hersteller stehen den Veränderungen, die die Digitalisierung in ihren Unternehmen herbeiführen wird, eindeutig positiv gegenüber. Viele sehen sich selbst als führend in ihrem Bereich. Für Manager im produzierenden Gewerbe sind Technologie und Innovation die Schlüssel zum Erfolg. Gleichzeitig sind sie sich bewusst, dass sie mehr tun müssen, um hier erfolgreich mitzuspielen, zum Beispiel strategische Partnerschaften etablieren, die ihnen bei der digitalen Transformation helfen. Dies ist eine spannende Zeit für die Branche: Die Digitalisierung verändert das Geschäft – Unternehmen, die in der digitalisierten neuen Welt florieren wollen, müssen in Zukunft noch agiler sein, um mit den Anforderungen ihrer Industrie Schritt zu halten.“

Die Chancen im Fokus

Damit greift Schleidt einige weitere Befunde der Studie auf: Die größten Chancen, so glauben die Befragten, werden sich aus den Veränderungen der Geschäftsabläufe und -prozesse ergeben. Mehr als die Hälfte (55 %) haben „Investitionen in Innovation“ als wichtigsten Faktor für ihren zukünftigen Erfolg identifiziert. Mehr als drei Viertel (77 %) glauben zudem, dass neue Technologien von zentraler Bedeutung für die Wachstumsfähigkeit ihres Unternehmens sind.
Wenn es um die Umsetzung geht, handeln Unternehmen pragmatisch: 71 % sehen die Zusammenarbeit mit IT-Experten als essenziell für ihren zukünftigen Erfolg an. Die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen wird ebenfalls als zentral erachtet, um die digitale Transformation zu meistern – 36 % der Befragten konzentrieren sich auf die Entwicklung wichtiger Partnerschaften mit „Early Adoptern“, die bereits entsprechende Schritte umsetzen. Während sie sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung auseinandersetzen, wächst die Zuversicht der Unternehmen. Mehr als die Hälfte (54 %) der Befragten hat heute mehr Vertrauen in ihre Entscheidungen zur Digitalisierung als noch vor zwei Jahren. Allerdings, so geben ebenso viele der Befragten zu, hat es die digitale Transformation schwieriger gemacht, langfristige Entscheidungen zu fällen.
Enno Hennrichs ist für die PR-Agentur FleishmanHillard Germany in München tätig.
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