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Tread Wear Tester von ZF vermeidet Feinstaub beim Reifen-Verschleißtest

Automobilindustrie
Tread Wear Tester vermeidet Feinstaub beim Reifen-Verschleißtest

Der Tread Wear Tester von ZF Friedrichshafen
Mit dem Tread Wear Tester von ZF kann unter Realbedingungen der Reifenabrieb getestet werden. Bild: ZF Friedrichshafen AG
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Ihr Abrieb gilt nachweislich als Mitverursacher von Feinstaubbelastungen in Städten: Autoreifen. Sie setzen Kleinstpartikel in Form von Feinstaub und Mikroplastik frei. Die ZF Friedrichshafen AG will helfen, den Abrieb in Zukunft reduzieren. Dafür hat das Unternehmen den Tread Wear Tester entwickelt.

Mit dem Tread Wear Tester können Reifenhersteller reale Fahrprofile am Prüfstand nachbilden und in regelmäßigen Abständen das Verschleißverhalten eines Reifens klassifizieren. Im Idealfall kann so ein Reifenhersteller den Abrieb reduzieren und die Umweltbelastung durch Feinstaub und Mikroplastik reduzieren.

Verschiedene Faktoren lassen sich simulieren

Für den Tread Wear Tester spielen weder Tageszeit noch Wetter eine Rolle. Beim Indoor Testing können darüber hinaus auch Faktoren wie Temperatur, Fahrgeschwindigkeit, Untergrund und Fahrereinflüsse kontrollierter simuliert werden. Zusätzlich lassen sich vorher definierte Streckenprofile simulieren. Während des Prüfvorgangs werden die Reifen in regelmäßigen Abständen vermessen, um den Reifenabrieb zu ermitteln.

Tread Wear Mapping System für mehr Flexibilität

Mit dem neuen In-Line Tread Wear Mapping System lassen sich auch Lasermessungen im Hochfrequenzbereich bewerkstelligen. Hier wird der Reifenabrieb auf der Lauffläche gemessen. Das Konzept des neuen Systems basiert auf einer triangulären Lasermessung, die hinter dem Reifen montiert ist und den Reifenabrieb nach einer bestimmten Kilometer-Anzahl misst. Das Besondere: Für die Messung muss der Reifen nicht mehr von der Maschine abmontiert werden.

Weniger Emissionen durch Indoor-Testing

In der Regel absolvieren mehrere Fahrer mit mehreren Fahrzeugen übere mehrere Tage oder Wochen Fahrten auf der Straße, um den Reifenverschleiß zu testen. Indem man die Testfahrten nach innen verlegt, kann eine Menge Feinstaub und CO2 eingespart werden. Der Abrieb, der auf dem Prüfstand entsteht, wird direkt durch eine spezielle Anlage abgesaugt, gemessen und gereinigt.

Testgeschwindigkeiten bis 180 km/h möglich

Mit dem Tread Wear Tester können verschiedene Fahrmodi simuliert werden, die an kundenspezifische Fahrzyklen angepasst werden können. Die Maximal-Testgeschwindigkeit für Pkw-Reifen beläuft sich auf 180 km/h, die für Bus- und Lkw-Reifen auf 160 km/h.

Die Lasteinregelung – der Druck, den der Prüfstand auf den Reifen ausüben kann – beträgt bis zu 25 kN (Pkw-Reifen) bzw. bis zu 60 kN (Bus- und Lkw-Reifen). Der Sturzwinkel beträgt ± 8 Grad, der Schräglaufwinkel ± 10 Grad. So wird eine reale Simulation von Kurvenfahrten ermöglicht. Grundlage hierfür ist eine verbaute Sechs-Komponenten-Plattform.

Die Trommelbeläge der drei Meter großen Trommel können jederzeit ausgetauscht werden, schreibt ZF in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen entwickelt die Beläge nach Kundenwunsch, es kann aber auch aus dem bestehenden Portfolio ausgewählt werden. Sie sollen dazu dienen, verschiedenste Straßenbeläge realitätsnah nachzubilden. (wag)


Kontakt zu ZF

ZF Friedrichshafen AG
Löwentaler Straße 20
88046 Friedrichshafen
Tel.: +49 7541 770
E-Mail: postoffice@zf.com
Website: www.zf.com

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