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VR und AR in der Wirtschaft auf dem Vormarsch

PwC-Studie
VR und AR in der Wirtschaft auf dem Vormarsch

VR und AR bringen ein großes Potenzial für die Wirtschaft mit sich
Technologien wie VR und AR haben bringen ein großes Potenzial mit sich, hat PwC in einer Studie festgestellt. Bild: Monopoly919 / stock.adobe.com
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Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) werden in der Wirtschaft immer wichtiger. Das ist das Ergebnis einer Analyse von PricewaterhouseCoopers (PwC), die den Technologien ein wirtschaftliches Potenzial im Billionen-Dollar-Bereich attestiert. Auch Deutschland soll von VR und AR profitieren.

Laut PwC könnten Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Virtual und Augmented Reality bis 2030 1,5 Billionen US-Dollar (1,35 Billionen Euro) zur globalen Wirtschaft beisteuern. Die Autoren der Analyse rechnen alleine für Deutschland mit 103,6 Milliarden US-Dollar (etwa 93 Milliarden Euro). Dies entspräche einer Steigerung des BIPs um 2,5 Prozent, rechnet PwC vor. In der Studie untersuchte das Wirtschaftsprüfungsunternehmen mögliche Auswirkungen von VR und AR auf die Wirtschaft und die Beschäftigten.

Ballhaus: VR und AR verbessern menschliche Zusammenarbeit

Alle Branchen sollen laut Werner Ballhaus, dem Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC Deutschland, von Virtual und Augmented Reality profitieren. VR und AR würden Prozesse und Ablaufe effizienter gestalten und auch die menschliche Zusammenarbeit verbessern.

Prognose: 2030 sollen 23 Millionen Jobs von VR und AR beeinflusst sein

Die Analyse kommt zum Ergebnis, dass die Technologien einen starken Einfluss auf die Beschäftigung haben werden. Zum Zeitpunkt sind laut PwC etwa 824.000 Jobs weltweit von VR und AR beeinflusst. Diese Anzahl könnte sich bis 2030 auf 23,4 Millionen erhöhen. Für Deutschland würde das bedeuten, dass 400.000 Menschen am Arbeitsplatz mit diesen Technologien zu tun hätten. Aktuell sind es 15.000.

„Unternehmen, Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich an einem entscheidenden Punkt beim Einsatz von virtueller und erweiterter Realität“, sagt Ballhaus. Technologie und Hardware seien ausgereift und könnten nun ihr Potenzial entfalten. Ballhaus geht davon aus, dass so die Arbeit in Unternehmen revolutioniert werde: „Prozesse laufen effizienter ab, Mitarbeiter können sich effektiver weiterbilden.“

Welche Potenziale bringen VR und AR mit sich?

PwC ist sich sicher, dass VR- und AR-Technologien dazu beitragen werden, die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen zu erleichtern. Dadurch steige das globale BIP um 359 Milliarden US-Dollar (etwa 324 Milliarden Euro). Durch VR und AR könnten Unternehmen Zeit und Geld sparen, da die Technologien eine Zusammenarbeit in virtuellen Umgebungen ermöglichen.

Und PwC sieht noch weitaus größeres Potenzial in virtueller und verbesserter Realität:

  • Im Gesundheitssektor sollen AR und VR für einen BIP-Zuwachs von 351 Milliarden US-Dollar (etwa 316 Milliarden Euro) sorgen. Ärzte werden bereits heute mit VR ausgebildet, etwa bei Operationen.
  • Im Bereich Weiterbildung und Entwicklung sieht PwC einen Zuwachs beim BIP von rund 294 Milliarden US-Dollar (etwa 265 Milliarden Euro). Hier ließen sich realistische Trainingsszenarien ohne Risiken nachstellen.
  • Effizienz, Produktivität und Genauigkeit von Mitarbeitern und Prozessen ließen sich mit VR und AR verbessern. Über eine AR-Schnittstelle könnten Ingenieure etwa Informationen in Echtzeit erhalten und so Probleme schnell lösen. Geschätztes Potenzial bis 2030: rund 275 Milliarden US-Dollar (etwa 248 Milliarden Euro).
  • Für die Handel- und Konsumgüterbranche rechnet PwC mit einem Potenzial von 204 Milliarden US-Dollar (etwa 184 Milliarden Euro).

Sicherheit verbessern, Kosten reduzieren, Produkte schnell entwickeln

Ballhaus empfiehlt Unternehmen, VR- und AR-Technologien auf der Prioritätenliste weit oben zu platzieren, denn „wer diese Entwicklung versäumt, riskiert einen Wettbewerbsnachteil“. Aus Ballhaus‘ Sicht sei es sinnvoll, geschäftskritische Probleme in den Fokus zu rücken. Dazu zählt er die Verbesserung der Sicherheit, die Reduktion der Kosten oder die Beschleunigung der Produktentwicklung. Im Zentrum sollte immer eine positive Nutzererfahrung stehen.

„Nur wer mit eigenen Augen gesehen hat, wie virtuelle und erweiterte Realität in der Praxis funktionieren, lässt sich von den Stärken dieser innovativen Technologie überzeugen. Deshalb sollten Unternehmen möglichst schnell mit einem Pilotprojekt starten und das Potenzial dann Schritt für Schritt weiter erforschen“, sagt Ballhaus. (wag)


Kontakt zu PwC

PricewaterhouseCoopers GmbH
Friedrich-Ebert-Anlage 35-37
60327 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 9585 0
E-Mail: de_kontakt@pwc.com
Website: www.pwc.de

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