Innovationen für intelligentere und sicherere Städte

CES 2019

Innovationen für intelligentere und sicherere Städte

Continental stellt seine erste umfangreiche Pilotanlage vor, mit der die Technologie der intelligenten Kreuzung (Intelligent Intersection) im Herzen von Walnut Creek (Kalifornien) getestet wird. Bild: Continental
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Aktuell lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. In den kommenden Jahrzehnten werden laut Angaben des McKinsey Global Institute weitere 2,5 Milliarden Menschen hinzukommen und damit noch mehr Autos auf den schon heute überfüllten Straßen unterwegs sein. Da die Bevölkerungszahlen in Städten zunehmend steigen, soll mithilfe der Digitalisierung der Wandel zu einem neuen Mobilitätsökosystem vollzogen werden. Auf der CES 2019 wird Continental seine Lösungen und Schlüsseltechnologien für die Städte der Zukunft rund um das Thema „Mobility at your service. Freedom to Live.“ vorstellen.

„Intelligente Mobilität ist eine tragende Säule der Smart City. Zudem übersteigt die Anzahl der verbundenen Geräte bereits heute die Weltbevölkerung. Damit wird ein Informationsaustausch in Echtzeit zwischen Fahrzeugen, Infrastruktur und Menschen möglich. Auf der CES 2019 wird Continental Lösungen präsentieren, die die Mobilitätsintelligenz fördern, Verkehrsstaus reduzieren, Unfälle und Verschmutzung verringern und den größten Herausforderungen urbaner Mobilität Rechnung tragen“, beschreibt Helmut Matschi, Mitglied des Vorstands von Continental und Leiter der Division Interior.

Intelligente Kreuzung live in Walnut Creek

Continental stellt seine erste umfangreiche Pilotanlage vor, mit der die Technologie der intelligenten Kreuzung (Intelligent Intersection) im Herzen von Walnut Creek (Kalifornien) getestet wird. Auf der CES zeigt das Unternehmen eine dreidimensionale Ansicht der Kreuzung per Augmented Reality. Die Besucher erhalten Einblick in die Live-Übertragung von Verkehrsdaten der Kreuzung und können sich direkt mit Experten über den Wert von intelligenten Kreuzungen für Smart Cities austauschen. Das Intelligent-Intersection-Konzept von Continental wurde erstmals auf der CES 2018 vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine End-to-end-Lösung, die sich nun im Alltagstest befindet. Mit einer Reihe von Sensoren, leistungsfähigen Sensor Fusion-Algorithmen erzeugt die intelligente Kreuzung ein vollständiges Abbild der Umwelt. Über sogenannte Dedicated Short-Range Communication (DSRC) werden wertvolle Informationen zwischen der Straßenkreuzung und verbundenen Fahrzeugen ausgetauscht.

Die Lösung ist so beispielsweise in der Lage, einen sich nähernden Fahrer zu warnen, wenn Fußgänger die Kreuzung außerhalb seines Sichtfeldes überqueren. Ihre Daten können darüber hinaus verwendet werden, um Signalwechsel zu kontrollieren, den Verkehrsfluss zu optimieren sowie Emissionen und Stillstandzeiten an Kreuzungen zu verringern. Das Konzept ist für den Schutz gefährdeter Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Radfahrer von wesentlicher Bedeutung und unterstützt Fahrer in komplexen Verkehrsszenarien an Kreuzungen. So werden beispielsweise Zusammenstöße von Linksabbiegern mit entgegenkommenden Fahrzeugen, die zuvor nicht sichtbar waren, vermieden und Rechtsabbieger über von links kommende Fahrzeuge informiert.

Des Weiteren ermöglicht die Intelligent-Intersection-Technologie von Continental die Erhebung von Daten und Statistiken von Kreuzungen, die häufig überlastet sind und damit Gefahrenbereiche darstellen. Diese Daten können anschließend zur Verbesserung von Verkehrsführung, Sicherheit und Umwelt herangezogen werden.

„Ebenso wie Continental räumt auch die Stadt Walnut Creek der Sicherheit, der Effizienz und der Zugänglichkeit für ihre Verkehrsteilnehmer oberste Priorität ein. Die hohe Dichte des Fahrzeug- und Fußgängerverkehrs in der Stadt sowie ihr langjähriger Fokus auf Innovation im Transportbereich schaffen ideale Rahmenbedingungen für das Pilotprogramm unserer Intelligent-Intersection-Technologie“, so Jeremy McClain, Director of Systems & Technology, Continental North America.

„City Fleet Management“ für gemeinsame Mobilität

Global Market Insights zufolge dürfte Car-Sharing in absehbarer Zukunft stetig wachsen. In Smart Cities ist E-Car-Sharing eine besonders attraktive Möglichkeit zur Verringerung von Lärmbelastung und Umweltverschmutzung. Darüber hinaus stellt es eine Alternative zum Besitz eines eigenen Autos dar, wodurch sich die Autoanzahl, die Verkehrsstaus und der Bedarf an Parkmöglichkeiten in Städten verringern. Die City-Fleet-Management-Lösung ermöglicht den Nutzern einen einfachen Zugang zu E-Car-Sharing-Fahrzeugen, optimiert das Flottenmanagement für den Betreiber und bietet den Endkunden hohen Bedienkomfort. Zudem wird der Verwaltungsaufwand des Flottenbetreibers verringert, physische Schlüsselübergaben fallen weg und auch die Fahrzeugwartung wird vereinfacht.

Der gesamte Prozess kann über eine mobile App abgewickelt werden – sowohl Buchung, Zugriff und Rückgabe des Fahrzeugs als auch Abrechnung, Zahlung und Schadensfallmeldung. Das System ermöglicht dem Betreiber eine optimierte Flottennutzung. Wenn ein Kunde beispielsweise nur eine kurze Strecke zurücklegen möchte, muss er nicht unnötig auf ein vollständig aufgeladenes Fahrzeug warten. Auch die Ungewissheit, ob die Reichweite des Fahrzeugs ausreicht, um an das Ziel zu gelangen – wie es heute manchmal der Fall ist – entfällt. Zur Optimierung der Flottennutzung kann der Betreiber dieselbe Fahrzeugflotte zwei verschiedenen Kunden mit unterschiedlichen Nutzungszeiten zuteilen. Dieselbe Fahrzeugflotte kann zum Beispiel tagsüber von Büroangestellten und nachts von einer Sicherheitsfirma genutzt werden. City Fleet Management ermöglicht eine ordnungsgemäße Erfassung der Flottennutzung und sowie ggf. Rechnungsstellung und Zahlung.

Wenn ein Kunde unterwegs das Fahrzeug auflädt, erhält er hierfür eine Prämie. Dadurch entsteht ein deutlicher Mehrwert für den Flottenbetreiber. Während der Fahrt ist ein Tracking des Fahrzeugs möglich, und bei Problemen kann der Fahrer unmittelbar Kontakt mit dem Betreiber aufnehmen. Continental hat bereits erfolgreiche Pilotversuche gestartet, die verschiedene Aspekte von City Fleet Management in Asien, den USA und Europa testen.

„Intelligent Street Lamp“ schafft Vernetzung über Fahrzeuge hinaus

Intelligente Straßenlampen sind ein Schlüsselelement in der Entwicklung einer sicheren, sauberen und intelligenten Stadt. Durch die Einbringung der Automobilkompetenzen in die Infrastruktur der Städte von morgen vereinfacht das Intelligent-Street-Lamp-Konzept die Steuerung der Beleuchtung sowie die gleichzeitige Überwachung und Analyse der Umgebung, des Verkehrs und der Parkmöglichkeiten in Smart Cities. Dank sicherer Konnektivität und Sensorik bietet die Intelligent-Street-Lamp von Continental die Möglichkeit, die Straßenbeleuchtung per Fernzugriff zu steuern und je nach Verkehrsaufkommen anzupassen. Darüber hinaus ermöglicht das neue Portfolio eine Fernwartung wie beispielsweise Over-the-Air-Updates (OTA) und Leistungsüberwachung. Diese Funktionen tragen dazu bei, dass Städte und Betreiber dank eines effizienteren Betriebs Energie einsparen und Kosten senken können. Die Intelligent Street Lamp dient jedoch nicht nur der intelligenten Beleuchtung, sondern ist zudem eine wertvolle Datenquelle für künftige Smart Cities.

Durch die Nutzung der Synergien aus Intelligent Intersection und Intelligent Street Lamp kann Continental die Sicherheit nicht nur an Kreuzungen, sondern auch entlang der Straßen verbessern, indem kritische Situationen ermittelt und die entsprechende Information über eine Fahrzeug-zu-X-Kommunikation (V2X) an verbundene Fahrzeuge übermittelt werden. Daneben kann die Lösung durch die Ermittlung freier Parklücken Verkehrsstaus verringern und den gesamten Verkehrsfluss verbessern. So trägt das neue Straßenlampenportfolio von Continental dazu bei, die Lebensqualität in den Städten von morgen zu verbessern.

Intelligent Wearables verbessern Sicherheit und Komfort des Nutzers

Neben Infrastruktur und Mobilität in der Smart City entwickelt Continental Lösungen, die den Bedürfnissen von Stadtarbeitern gerecht werden: intelligente, in Textilien eingearbeitete Elektronik. Diese sogenannten Intelligent Wearables können den Energieverbrauch von Fahrzeugen verringern und die Sicherheit und den Komfort für die Fahrer erhöhen. Heizkissen, die in Arbeitsjacken integriert und über Akkus mit Energie versorgt werden, bieten die ideale Lösung für Wärme und effizienten Energieverbrauch. Um kleine, dezente Akkus einsetzen zu können und eine umständliche Aufladung zu vermeiden, ist die Jacke mit einem induktiven Aufladesystem ausgestattet, sodass die Aufladung über das Fahrzeug selbst erfolgt. Damit ist sichergestellt, dass die Jacke jederzeit einsatzbereit ist.

Diese Technologie ist besonders für Rettungskräfte und Bauarbeiter geeignet. Eines ihrer größten Berufsrisiken besteht darin, dass sie im Verkehr übersehen werden. Zur Erhöhung der Sicherheit können ihre Jacken mit einer aktiven Lichtquelle wie LED-Streifen versehen werden, die sicherstellen, dass sie auch unter stark sichteinschränkenden Bedingungen wie Rauch, schlechtes Wetter oder Dunkelheit gesehen werden. Die Intelligent Wearables können in Smart Cities eine Vielzahl neuer Möglichkeiten eröffnen und zu einer sichereren, wirtschaftlicheren und nachhaltigen Zukunft beitragen.

City Data as a Service im Zentrum der Mobilitätsintelligenz

Über die Plattform „City Data as a Service“ (CDaaS) kann Continental vollständig kompatible, integrierte End-to-end-Dienstleistungen im Rahmen des Smart-City-Portfolios bereitstellen, einschließlich Intelligent Intersection, Intelligent Street Lamp, Intelligent Crossing, Automated Shuttle, Smart Parking und City Fleet Management. Die Plattform bietet Zugang zu einer Reihe allgemeiner Kundendienstleistungen wie Reservierung, Zahlung oder Routing. Alle von den Lösungen generierten und genutzten Daten werden über einen Daten-Hub geteilt, der höchste Datenschutz- und Sicherheitsstandards erfüllt. Darüber hinaus ist eine einfache Integration von Dienstleistungen Dritter mithilfe geeigneter SDKs und offener APIs möglich.

Die Plattform sammelt und verarbeitet Daten aus verschiedenen Lösungen, führt diese zusammen und schafft damit Mobilitätsintelligenz, die genutzt werden kann, um neue und zweckmäßige Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität in Smart Cities zu entwickeln. Zum Beispiel kann die Intelligent Street Lamp einen freien Parkplatz ermitteln, dessen Verfügbarkeit anschließend durch CDaaS mithilfe künstlicher Intelligenz für Smart Parking vorausberechnet wird. Smart Parking leitet den Fahrer dann zum richtigen Parkplatz. (ig)

 

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