Internet der Dinge 2019

Analytics-Funktionen und IoT-Plattformen nehmen an Fahrt auf

Unternehmen, die erste ‚Use Cases‘ entwickelt haben, beginnen nun damit, die IoT-Technologie auf breiter Ebene einzusetzen und in ihre Prozesse einzubinden. Bild: Telekom
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Das Internet der Dinge (IoT) wird sich 2019 deutlich weiterentwickeln. Das zeigt sich an mehreren Trends. Dazu zählen die engere Verzahnung des Internet of Things mit Fachverfahren und Geschäftsprozessen sowie die Integration von Advanced-Analytics-Funktionen in Edge-Computing-Plattformen und Managementwerkzeuge.

„Das Internet of Things wird allmählich erwachsen“, stellt Werner Rieche, President DACH Software AG Deutschland GmbH, fest. „Unternehmen, die erste ‚Use Cases‘ entwickelt haben, beginnen nun damit, die IoT-Technologie auf breiter Ebene einzusetzen und in ihre Prozesse einzubinden. Eine Schlüsselrolle spielen dabei IoT-Plattformen wie beispielsweise Cumulocity . Sie ermöglichen es, unterschiedliche Anwendungsszenarien im Bereich des Internet of Things umzusetzen und aufeinander abzustimmen, ohne dass dadurch neue Datensilos entstehen.“

  1. Prozesse werden wichtiger: Von „Data to Dashbord“ zu „Data to Outcome“

Es reicht nicht mehr aus, IoT-Daten aus Endgeräten auszulesen und auf einem Dashboard anzuzeigen („Data to Dashboard“). Vielmehr müssen diese Informationen gleichzeitig diversen Fachverfahren und Geschäftsprozessen zur Verfügung gestellt werden. Diese Aufgabe übernimmt künftig ein sogenannter Enterprise Service Bus. Er stellt sicher, dass IoT-Daten Prozesse initiieren können und Fachverfahren in der Lage sind, Informationen von IoT-Endgeräten intelligent weiterverarbeiten. Über Programmierschnittstellen (APIs) lassen sich solche Informationen auch Dritten zur Verfügung stellen, etwa externen Dienstleistern oder Partnerunternehmen. Dieser Evolutionsschritt kann am besten mit Begriffen wie „Data to Outcome“ und „Data to Process“ umschrieben werden.

  1. Das Management von IoT-Komponenten verschmilzt mit Advanced Analytics

IoT-Daten zu sammeln und weiterzugeben, reicht nicht mehr aus. Immer wichtiger wird eine umfassende Analyse solcher Informationsbestände. Deshalb werden Device-Management- und IoT-Plattformen um Advanced-Analytics-Funktionen ergänzt – oder sie bieten zumindest Schnittstellen zu Analyse-Lösungen an. Im ersten Schritt dienen solche Analytics-Funktionen dazu, Entscheidungsbäume abzuarbeiten und dynamisch anzupassen, wenn sich die zugrundliegenden Daten ändern. Die Einbindung von Künstlicher Intelligenz und neuronalen Netzen ist dagegen noch Zukunftsmusik.

  1. Edge-Computing wird unverzichtbar

Edge-Computing-Systeme übernehmen in stärkerem Maße die Vorverarbeitung von IoT-Daten möglichst nah an der Quelle – beispielsweise über Sensoren an Werkzeugmaschinen oder Transportsystemen. So entwickeln sich dank Edge-Computing horizontal verteilte IoT-Architekturen. Zentrale IoT- und Analyse-Plattformen werden dadurch entlastet. Das wird die Kosten spürbar senken und weitere IoT-Use-Cases ermöglichen. Dazu zählen IoT-Anwendungen in der Industrie, bei denen Daten quasi in Echtzeit übermittelt und analysiert werden müssen. Das erfordert minimale Verzögerungszeiten, teilweise im Bereich von Millisekunden. Eine Analyse durch eine weit entfernte zentrale IoT-Instanz kommt daher bei solchen Anwendungen nicht in Betracht.

  1. Die Zeit der singulären Einsatzszenarien neigt sich dem Ende zu

Der „Wildwuchs“ von separaten IoT-Einsatzszenarien und IoT-Umgebungen wird sich 2019 nicht weiter fortsetzen. Unternehmen erkennen vielmehr, dass es mehr Sinn macht, Use Cases miteinander zu verknüpfen. Das erfolgt mithilfe einer IoT-Plattform. Sie verhindert, dass Datensilos entstehen und stellt sicher, dass sich Projekte im Bereich Internet der Dinge einfacher, schneller und kostengünstiger umsetzen lassen. Daher werden Unternehmen 2019 damit beginnen, zentrale IoT-Plattformen einzurichten und darauf ihre IoT-Projekte zu konsolidieren. Durch diese übergreifende Sicht auf solche Use Cases ist es zudem einfacher, einen Mehrwert zu schaffen.

  1. Low-Power-Weitverkehrsnetze nehmen Fahrt auf

Low-Power Wide Area Networks (LPWANs) kommen 2019 verstärkt zum Zuge. Solche Weitverkehrsnetze weisen einen niedrigen Energiebedarf auf und sind für den Transfer kleiner Datenmengen konzipiert. LPWANs verbinden IoT-Komponenten mit Edge-Computing-Systemen und IoT-Plattformen. Vor allem im Bereich „Smart City“ werden solche Weitverkehrsnetze eine wichtige Rolle spielen. Ein Beispiel ist das Koppeln von Verkehrsleitsystemen mit „intelligenten“ Fahrzeugen, ein weiteres die Verknüpfung von Umweltsensoren mit einer IoT-Plattform über ein LPWAN. Es ist davon auszugehen, dass LPWAN-Technologien unterschiedlicher Couleur Verwendung finden, von Narrowband IoT (NB IoT) bis hin zu proprietären Technologien wie Sigfox und LoRa.

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