3D-Druck für komplexe Anforderungen diverser Industrien

Additive Fertigung

3D-Druck für komplexe Anforderungen diverser Industrien

Durch den Einsatz industrieller Methoden zur Produktionssteigerung kann Siemens die Kosten der additiven Fertigung senken. Bild: Siemens
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Mit der Eröffnung der neuen hochmodernen 3D-Druck-Produktionsstätte von Materials Solutions Ltd. im Vereinigten Königreich bringt Siemens die Industrialisierung der additiven Fertigung voran. Die Investition von 30 Millionen Euro in die neue Fabrik ermöglicht das Wachstum des Geschäfts, indem sich die Kapazität der 3D-Drucker auf 50 verdoppelt. Gleichzeitig wird die Nachbearbeitung erweitert und komplettiert. Siemens bringt die additive Fertigung vom traditionellen Forschungslabor in eine industrialisierte Produktionsfabrik.

Durch den Einsatz industrieller Methoden zur Produktionssteigerung kann Siemens die Kosten der additiven Fertigung senken. Hierzu stellt das Unternehmen in robuster Industrieumgebung komplexe High-End-Metall-komponenten in Serienproduktion her. Mit einer durchgängig digitalen End-to-End-Produktion löst das Unternehmen effizient komplexe Kundenanforderungen, indem es High-End-Serienteile für Siemens Power and Gas und Kunden aus der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie, dem Motorsport und anderen Branchen herstellt.

Siemens bringt Industrialisierung von additiver Fertigung voran

Die neue Fabrik hat eine Grundfläche von 4.500 Quadratmeter und folgt dem industriellen Ansatz, indem sie vielfältige Maschinen in einer Produktionshalle unterbringt. Die Komponenten durchlaufen dort zahlreiche Prozesse, wobei Ingenieure eine fehlerfreie Fertigung sicherstellen. Der digitale Ansatz schafft eine moderne digitalisierte Fabrik und bietet Kunden einen durchgängigen End-zu-End-Service. In der Fabrik kommen viele der jüngsten Siemens-Technologien für die digitale Fabrik und die additive Fertigung zum Einsatz, einschließlich einer End-to-End PLM Produktionskette (Product Lifecycle Management), die CAD (Computer-Aided Design) Software NX von Siemens und MindSphere, das cloudbasierte, offene IoT (Internet of Things)-Betriebssystem von Siemens, welches Produkte, Fabriken, Systeme und Maschinen mit Datenanalysen verbindet.

Eine virtuelle Fertigung beginnt lange vor dem eigentlichen Druck. Materials Solutions Ltd. kann auf die Designerfahrungen und das Knowhow von Siemens zurückgreifen und damit zahlreiche Design-Dienstleistungen für die additive Fertigung anbieten. Das Unternehmen bietet außerdem Ingenieursdienstleistungen und Beratung an, um einen digitalen Zwilling der zu druckenden Komponenten zu erstellen. Die umfassenden Erfahrungen sind die ideale Voraussetzung für die Automatisierung und damit die Industrialisierung von 3D-Druck, einschließlich der Nachbearbeitung bis zur Qualifizierung und Zertifizierung – alles aus einer Hand.

Die führende additive Fertigungstechnologie für Metall von Siemens hat das Unternehmen in eigenen Anwendungen in seinem Power and Gas- und seinem Power Generation Services-Geschäft validiert. Siemens hat mittels additiver Fertigung rotierende Komponenten für den Heißgaspfad für seine Gasturbinen hergestellt und bis heute mehr als 110.000 Stunden Betriebserfahrung mit 3D-gedruckten Teilen in Kraftwerken, die sich im kommerziellen Betrieb befinden, gesammelt.

Materials Solutions Ltd. unterstützt auch die neuesten Gasturbinen der HL-Klasse von Siemens mit AM-Komponenten in der Serienproduktion, um die Emissionsreduzierung und Leistungssteigerung der Gasturbinen voranzutreiben.  Siemens wird die AM-Technologie zur Herstellung von Verbrennungskomponenten für die Gasturbine SGT5-9000HL einsetzen, welche erstmals im Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Keadby2 des schottischen Energieunternehmen SSE plc in Lincolnshire, Großbritannien, zum Einsatz kommen.

Reverse Engineering

Siemens hat vor kurzem einen 100 Jahre alten Ruston Hornsby Oldtimer zum Leben erweckt. Dabei kam sogenanntes Reverse Engineering zur Wiederherstellung des Getriebes zum Einsatz. Siemens hat die Teile des defekten Getriebes digital zusammengebaut und so ein funktionierendes Modell erschaffen. Dieses konnte dann additiv gefertigt werden, ganz ohne originale, technische Zeichnungen. Materials Solutions Ltd. hat umfassende Erfahrung, Kunden in einigen der anspruchsvollsten Industrien von der Luft- und Raumfahrt- über die Automobil- und die Motorsport-Industrie bis zur Werkzeug- und Prozessindustrie zu unterstützen. Das Unternehmen hat bereits tausende Kundenkomponenten und ältere Ersatzteile mittels Reverse Engineering für über 80 Kunden weltweit additiv gefertigt. Im Jahr 2016 erwarb Siemens die Mehrheit (85 Prozent) an der 2006 gegründeten Materials Solutions Ltd. (ig)

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