Mainframe-Power aus der Cloud

IT-Infrastruktur

Großrechner für Cloud-Provider und den Mittelstand

Die neuen IBM Systeme wurden dafür entwickelt, extrem hohe Sicherheit für Linux-Umgebungen mit der Verwendung der IBM Secure Service Container-Technologie zu bieten. Bild: IBM
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Im Zeitalter der digitalen Wirtschaft ist der Mainframe für viele Unternehmen die stabilste, sicherste und ausgereifteste Umgebung, um vorhandene und neue IT-Initiativen zu unterstützen, wie den Einsatz von Blockchains. IBM hat jetzt angekündigt, die Leistungsfähigkeit von IBM Z (die aktuelle Großrechnerarchitektur) einer noch breiteren Kundengruppe zugänglich zu machen – dabei geht es um extrem hohe Sicherheit mit umfassender Verschlüsselung, maschinellem Lernen, Cloud-Funktionen und leistungsstarken Analytics-Fähigkeiten. IBM will die neuen Systeme auch in seinen eigenen Public-Cloud-Rechenzentren bereitstellen, um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit für datenintensive Anwendungen zu verbessern.

Die Weltwirtschaft läuft IT-seitig immer noch zu einem beachtlichen Teil auf Großrechnern – Mainframes. Das Ausmaß der Nutzung von Mainframe-Computing kann am besten über die Anwendungsbereiche bei Organisationen und Verbrauchern verstanden werden, die auf schnellen und sicheren Transaktionen beruhen. Zum Beispiel werden 87 Prozent aller Kreditkartentransaktionen und fast acht Billionen Zahlungen pro Jahr auf Mainframes abgewickelt. Darüber hinaus verwaltet die Plattform jährlich 29 Milliarden Bankautomaten-Transaktionen, was fast fünf Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Wer mit dem Flugzeug reist, verdanken dies auch einem Großrechner, da diese Systeme auch für die Abwicklung von vier Milliarden Passagierflügen pro Jahr zuständig sind.

Da der Mainframe relevanter denn je ist, nutzte IBM Design-Thinking-Methoden, um eng mit mehr als 80 Kunden zusammenzuarbeiten, darunter Managed Service Providern, Online-Banken und Versicherungsunternehmen, um den Mainframe für eine ganze Nutzerklasse neu zu erfinden. Die  Ankündigung erweitert die IBM Mainframe-Familie z14, die 2017 angekündigt wurde. Die neuen IBM Z Systeme sind Cloud-fähig sind und ermöglichen eine einfache Integration in Cloud-Rechenzentren und Private-Cloud-Umgebungen, da sie auf Standard-Industrie-Rack-Maßen beruhen (19 Zoll).

Digitale Transformation on-premise

Es handelt sich um die Systeme mit der Bezeichnung IBM z14 Model ZR1 und IBM LinuxONE Rockhopper II. Eine Vielzahl von Komponenten und Features beider Modelle wurde im deutschen IBM Labor in der Nähe von Stuttgart entworfen und entwickelt, wie zum Beispiel das neue Prozessorboard und das Karten-Design, die entscheidende Teile zur Anpassung der Z-Technologie an das Single-Frame-Design sind.

„Die digitale Transformation und die Cloud-Nutzung beschleunigen sich. Sie tragen dazu bei, die Rentabilität von Unternehmen in allen Branchen zu steigern“, erklärt Ross Mauri, General Manager von IBM Z. IBM habe diese neuen cloud-ready Systeme gemeinsam mit Kunden nach deren Anforderungen entwickelt, damit diese mehr Möglichkeiten haben, ihren Fokus auf die digitale Transformation on-premise und in hybriden Cloud-Umgebungen zu legen.

Das Team in Deutschland war für die elektronische Packaging-Integration verantwortlich, die neben dem Prozessorboard-Design die elektronische Analyse der Hochgeschwindigkeitsnetze und die Power-Integrität beinhaltet hat. „Die Reduzierung der Größe führte zu einer Reihe von Änderungen anderer Teile, wie zum Beispiel der Stromzufuhr „, erläutert Dr. Hubert Harrer, IBM Senior Technical Staff Member. „Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen, die zu 40 Prozent weniger Platzbedarf im Rechenzentrum führen.“

Hohe Sicherheit bei riesigen Datenmengen

Laut Gemalto „Breach Level Index“ wurden von den fast 10 Milliarden Datensätzen, die seit 2013 gestohlen wurden, nur vier Prozent verschlüsselt und waren daher für Hacker nutzlos. Mit der Fähigkeit, über 850 Millionen vollständig verschlüsselte Transaktionen pro Tag auf einem einzigen System zu verarbeiten, benötigen die jetzt vorgestellten schlanken Mainframes weder speziellen Raum, Kühlung oder Energie, sondern bieten eine durchgängige Verschlüsselung und Secure Service Container-Technologie für eine möglichst sichere Bereitstellung von Daten in großem Umfang. Das sind laut IBM bis zu 10.000 verschlüsselte Transaktionen pro Sekunde.

Die neuen IBM Systeme wurden dafür entwickelt, extrem hohe Sicherheit für Linux-Umgebungen mit der Verwendung der IBM Secure Service Container-Technologie zu bieten. Es können nun laut Hersteller noch mehr Schritte unternommen werden, um Daten vor internen Bedrohungen zu schützen, wie etwa auf Systemebene durch Benutzer mit gestohlenen oder privilegierten Anmeldeinformationen. Dieser Schutz helfe in hohem Maß auch vor externen Bedrohungen, ohne wesentliche Änderungen an den Anwendungen vornehmen zu müssen. Softwareentwickler profitierten davon, indem sie keine proprietären Abhängigkeiten in ihrem Code erstellen müssten, um diese erweiterten Sicherheitsfunktionen zu nutzen. Eine Anwendung müsse nur in einen Docker-Container eingefügt werden, um für die Bereitstellung des Secure Service Containers bereit zu sein. Die Anwendung könne mithilfe der Docker- und Kubernetes-Tools verwaltet werden, um Secure Secure Container-Umgebungen einfach zu nutzen.

Regulatorische Vorschriften erfüllen

Der IBM Secure Service Container ist eine exklusive IBM-Technologie, die ebenfalls im deutschen Labor erfunden und entwickelt wurde. Laut IBM bedeutet er einen bedeutenden Fortschritt in Sachen Datenschutz und Sicherheitsfunktionen. Diese einzigartige Funktion biete eine hochsichere logische Partition und Verschlüsselung aller Daten innerhalb dieser Partition. CIOs und Service Provider könnten diese Umgebungen ihren Endbenutzern zur Verfügung stellen und gleichzeitig die erhöhten regulatorischen Vorschriften erfüllen. (ig)

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