Abluftreinhaltung

Novellierung der TA-Luft

Ausgelegt für verschärfte Emissionsgrenzwerte

Dürr und LTB beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Abluftreinigung und sind mit mehr als 4.000 gebauten Anlagen weltweiter Marktführer. Bild: Dürr
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Die geplante Novellierung der TA-Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft) gibt niedrigere Grenzwerte für Kohlenwasserstoffe vor und wird bei vielen Betrieben der chemischen und pharmazeutischen Industrie Handlungsbedarf bei der Abluftreinhaltung auslösen. Mit der Ecopure RTO präsentiert Dürr auf der ACHEMA vom 11. bis 15. Juni 2018 in Frankfurt die aktuellste Anlagengeneration zur regenerativ thermischen Abluftreinigung, mit der die strengeren Vorgaben erfüllt werden. Zudem wird der Anlagenbauer gemeinsam mit seinem Tochterunternehmen, der Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH (LTB), über Strategien informieren, Bestandsanlagen fit für zukünftige Anforderungen zu machen.

Kohlenwasserstoffe (VOC) fallen bei Fertigungsprozessen in der Chemie- und Pharmaindustrie kontinuierlich an. Der momentan geltende VOC-Grenzwert von 20 mg/m3 wird mit der geplanten Änderung der TA-Luft, auf Basis der Vollzugsempfehlungen OFC vom 26.3.2015, auf 5 mg/m3 abgesenkt werden. Diesen niedrigen Wert erreicht eine Ecopure RTO der neuesten Generation nach Aussage von Dürr zuverlässig und wirtschaftlich.

Die Abluftreinigungsanlage, die nach dem Prinzip der regenerativen thermischen Oxidation (RTO) arbeitet, wird hierzu mit einigen Verbesserungen ausgerüstet. Die Vermeidung von Leckageströmungen wird durch Klappen in hochdichter Ausführung gewährleistet, außerdem werden in der neuen Anlagengeneration die Verweilzeit erhöht und der Spülzyklus optimiert. Darüber hinaus ermöglichen neue Wärmespeichermaterialien einen niedrigeren autothermen Punkt, wodurch ein sehr hoher Wirkungsgrad erzielt und die Abluft zu 99,8 Prozent gereinigt wird.

Exakte Analyse der aktuellen Betriebssituation

Werden gesetzliche Grenzwerte verschärft, muss bei Bestandsanlagen, überprüft werden, ob sie die neuen Vorgaben zur Abluftreinigung erfüllen. Dies setzt eine exakte Analyse der aktuellen Betriebssituation voraus, denn in aller Regel verändern sich die Bedingungen im Laufe der Zeit, etwa durch neue Abluftquellen oder eine gestiegene Produktionskapazität. Dadurch kann sich die Verweildauer der Abluft in der RTO verkürzen, sodass sich der erwünschte Reingaswert nicht mehr erreichen lässt

Dürr und LTB beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Abluftreinigung und sind mit mehr als 4.000 gebauten Anlagen weltweiter Marktführer. Diese Erfahrung nutzen die Serviceteams für Machbarkeitsstudien und gezielte Maßnahmen, um Altanlagen zu ertüchtigen, wie durch den Einbau dichtschließender Klappensysteme oder durch modifizierte Spülzyklen. Derartige Optimierungen verbessern laut Dürr nicht nur die Reingaswerte, sondern senken auch den Energieverbrauch einer Abluftreinigungsanlage deutlich. (ig)

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